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Gruppenfoto mit der Vorsitzenden des Elternbeirats, dem Schulleiter, dem Preisträger sowie einem Lehrer

Liebe zu Musik und alten Sprachen

Schulpreis des Egbert-Gymnasiums geht an Nils Kötzner

Mit lang anhaltendem Applaus wurde der Elftklässler Nils Kötzner bei der Schuljahresabschlussfeier des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach ausgezeichnet. Er erhielt den traditionsreichen Schulpreis des Gymnasiums, der jährlich vom Elternbeirat gestiftet wird. Überreicht wurde die Auszeichnung von der Vorsitzenden des Elternbeirats, Patricia Eichelmann.

Die Laudatio hielt Studiendirektor Justus Finkel, der Nils seit dessen Eintritt in die fünfte Klasse im Herbst 2019 zunächst in Latein, später in Altgriechisch unterrichtete. Mit einem Augenzwinkern ließ Finkel Teile seiner Rede in eben jenen alten Sprachen erklingen, die für den Preisträger längst zu Lieblingsfächern geworden sind. So erhielt die Würdigung eine ebenso persönliche wie außergewöhnliche Note.

Zu Beginn erinnerte Finkel daran, dass der Schulpreis in einer geheimen Abstimmung des Lehrerkollegiums vergeben werde und keineswegs allein hervorragende schulische Leistungen auszeichne. Vielmehr werde jene Persönlichkeit geehrt, die „in einer Mischung aus intellektueller Brillanz, menschlicher Wärme und vorbildlichem Einsatz die Fahne des EGM besonders hochgetragen hat“. Genau dies sei Nils Kötzner in herausragender Weise gelungen.

Der Laudator zeichnete das Bild eines Schülers, der weit über das Klassenzimmer hinaus Verantwortung übernimmt. Seit Jahren engagiere sich Nils im Tagesheim, helfe in der Initiative „Schüler helfen Schülern“ und sei für Mitschüler jederzeit ein verlässlicher Ansprechpartner. „Er ist seit der fünften Klasse bis heute jedem, der ihn um etwas bittet, sofort und mit großer Liebenswürdigkeit zur Seite gestanden und in seiner Klasse allzeit der gute Geist gewesen“, betonte Finkel.

Neben seinem außergewöhnlichen sozialen Engagement beeindrucke Nils auch mit herausragenden akademischen Leistungen. Im Bundeswettbewerb Fremdsprachen errang er in der Finalrunde in Bielefeld mit Altgriechisch und Englisch einen geteilten zweiten Platz auf Bundesebene. Darüber hinaus beschäftigt sich der Gymnasiast intensiv mit Indogermanistik und studiert bereits seit einem Jahr als Frühstudent Klassische Philologie an der Universität Würzburg. Musikalisch ist er zudem seit Jahren bei der schulischen Bläsergruppe „Schwarzier Buam Allstars“ aktiv und spielt dort Trompete und Tenorhorn.

Am Ende seiner Laudatio brachte Justus Finkel auf den Punkt, weshalb die Wahl des Lehrerkollegiums einstimmige Zustimmung fand: Alle Erfolge wären „nur halb so toll, wenn er nicht ein so unglaublich feiner Charakter wäre“. Mit dem Schulpreis würdigt das Egbert-Gymnasium deshalb nicht nur einen außergewöhnlich begabten Schüler, sondern vor allem einen jungen Menschen, der seine Schule durch Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und Engagement in besonderer Weise bereichert.

Text und Foto: Dr. Reinhard Klos