Ein Stück Heimat am Nachmittag
Tagesheim in Münsterschwarzach feiert 50-jähriges Jubiläum
Das Tagesheim des Egbert-Gymnasiums blickt in diesen Tagen auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. 1976 mit 36 Fünftklässlern gestartet, nutzen heute bis zu 400 Schülerinnen und Schüler die Nachmittagsbetreuung. Bei einer Feierstunde würdigte das Münsterschwarzacher Gymnasium das Jubiläum. Im Mittelpunkt stand ein Dank an alle Menschen, die das Angebot bis heute ermöglichen.
Die Begrüßung übernahm Martin Pohl, Pädagogischer Leiter im Tagesheim. „Wie können wir Kinder und Jugendliche motivieren? Und wie schaffen wir die nötige Balance zwischen schulischer Arbeit und Freizeit“, fasste er zu Beginn seiner Rede die alltäglichen Herausforderungen zusammen. In seinen Ausführungen nahm er immer wieder Bezug auf den Titel von Delphine de Vegans Buch „Die Kinder sind Könige“ und übertrug ihn auf Münsterschwarzach.
„Könige und Königinnen schließen Bündnisse. Wir erleben das im Tagesheim bei Partnerschaften und Beratungsangeboten wie dem Lerncoaching oder der Schulseelsorge. So wie Könige und Königinnen helfen und beschützen, gehört es zu unserem Alltag, dass sich Schüler gegenseitig unterstützen“, betonte Martin Pohl. „Könige und Königinnen lassen zudem immer wieder bauen. Wir freuen uns über die moderne Ausstattung nach dem Umbau“, fuhr er fort und beschrieb die Räumlichkeiten des Tagesheims augenzwinkernd als Versailles.
Schulleiter Markus Binzenhöfer ging auf die Bedeutung der Nachmittagsbetreuung ein. Diese spiele politisch, strategisch, pädagogisch und gesellschaftlich eine wichtige Rolle – gerade in Zeiten, in denen oft beide Elternteile arbeiteten. Besonders hob er die Ausgestaltung des Angebots an der eigenen Schule hervor. „Wir sprechen hier vom Tagesheim, nicht von der offenen Tagesschule. Denn wir verstehen uns als Heimat für die Schülerinnen und Schüler über den ganzen Tag. Wir bieten einen Ort, an dem sie offen über alle Dinge sprechen können“, erklärte der Schulleiter. Daher galt sein Dank dem engagierten Team – vorneweg Silke Bühler als organisatorische und Martin Pohl als pädagogische Leitung.
Zum Abschluss gab es eine musikalische Darbietung. Die Gäste erlebten die Uraufführung des Tagesheim-Songs. Der Text hatten Schülerinnen und Schülern selbst verfasst. Auch bei der musikalischen Umsetzung zeigten sie großes Engagement und luden die Anwesenden zum Mitsingen ein. Nach dem offiziellen Teil bestand die Möglichkeit, einen Blick in die Räumlichkeiten des Tagesheims zu werfen.
Text und Fotos: Helmut Schemm









