
Spannende Krimi-Version von Dornröschen
EGM-Theatergruppe begeistert das Publikum
Im Rahmen der Kulturwoche des Egbert-Gymnasiums brachte die Theatergruppe der Unterstufe das spannende Theaterstück „Im Bann der bösen Dreizehn“ von Stephanie Vortisch auf die Bühne. Unter der Regie von Kathrin Brandl präsentierten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler eine unterhaltsame Mischung aus Krimi, Märchen und Familiengeschichte und überzeugten dabei mit viel Spielfreude und großem Engagement.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Zwillinge Rosa und Rosalie, die ihren 13. Geburtstag feiern. Doch über ihrer Familie liegt ein alter Fluch, der genau für diesen Tag ein Unglück vorhersagt. Ihr Vater, der die Rosendorn AG leitet, möchte jedes Risiko ausschließen und engagiert deshalb die Detektivin Diana D., um das Haus und seine Bewohner unter die Lupe zu nehmen. Die tüchtige Detektivin lässt auch sofort die Firma auf noch vorhandene Spinnräder durchsuchen, doch vergeblich. Die dreizehnte Fee hat es nämlich aus einem Museum entwendet. Sie ist die Tante der Mädchen, die sich entgangene Firmen-Anteile zurückholen will. Ihre Tochter Fay versteht den Neid der Mutter nicht und warnt die Zwillinge, die sie aber leider nicht ganz ernst nehmen. Ohne Roger und Felix, die in die Zwillinge verliebt sind, würden die beiden Mädchen heute noch schlafen.
Mit viel Witz, Spannung und überraschenden Wendungen entwickelte sich die moderne Krimiversion des Dornröschen-Motivs zu einem abwechslungsreichen Theatererlebnis. Die jungen Darstellerinnen und Darsteller überzeugten durch ihre ausdrucksstarke Darstellung und ihr sicheres Auftreten auf der Bühne. Besonders das harmonische Zusammenspiel des Ensembles sorgte dafür, dass die Geschichte lebendig und mitreißend erzählt wurde.
Auch Bühnenbild, Kostüme und die stimmige Inszenierung trugen maßgeblich zur besonderen Atmosphäre des Stücks bei. Regisseurin Kathrin Brandl verstand es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den humorvollen Charakter der Aufführung hervorzuheben.
Text und Foto: Dr. Reinhard Klos

