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„Abios Amigos“ – Zu Gott, Freunde!

72 Abiturienten am EGM verabschiedet – viermal Traumnote 1,0

Mit einem festlichen Gottesdienst und der anschließenden Zeugnisverleihung in der Abteikirche verabschiedete das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach seinen Abiturjahrgang 2026. Unter dem Motto „Abios Amigos“ feierten die 72 Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften und zahlreichen Gästen das Ende ihrer Schulzeit und den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt.

Den Abiturgottesdienst gestaltete Schulseelsorger Bruder Melchior Schnaidt mit den Abiturienten. Er würdigte das von den Schülerinnen und Schülern gewählte Motto „Abios Amigos“ als gelungenes Wortspiel und zugleich als Lebenshaltung: „Zu Gott, Freunde“ – ein Gedanke, der die Absolventinnen und Absolventen auch über die Schulzeit hinaus begleiten könne.

Anschließend überreichte Schulleiter Markus Binzenhöfer die Abiturzeugnisse in der voll besetzten Abteikirche. Besonders erfreulich fiel dabei die Bilanz aus: Alle 72 Schülerinnen und Schüler, die zu den Prüfungen angetreten waren, bestanden das Abitur erfolgreich. Vier von ihnen erreichten sogar die Traumnote 1,0: Veit Lang, Anna Krämer, Isabel Marquard und Lukas Schöpfel.

Für das Egbert-Gymnasium war dieser Jahrgang in mehrfacher Hinsicht besonders. Die Absolventinnen und Absolventen waren die ersten Schülerinnen und Schüler, die nach der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium das Abitur ablegten und zugleich die neu gestaltete Oberstufe durchliefen. Als „Pioniere“ hätten sie viele Herausforderungen ohne Erfahrungswerte früherer Jahrgänge meistern müssen, betonte Binzenhöfer in seiner Rede. Dies sei ihnen „sehr unaufgeregt“ gelungen.

Besonderer Dank galt an diesem Abend auch Oberstufenkoordinatorin Barbara Secknus. Sie hatte nicht nur die zahlreichen organisatorischen Herausforderungen der ersten Abiturprüfungen im neuen G9 souverän gemeistert, sondern den Jahrgang über die gesamte Oberstufenzeit hinweg begleitet und sicher durch alle Klippen der beiden Jahre geführt.

Unter dem Jahresthema „Spuren hinterlassen“ blickte der Schulleiter auf die vergangenen Jahre zurück und würdigte die vielfältigen Leistungen des Jahrgangs. Die Schülerinnen und Schüler hätten nicht nur mit ihren schulischen Erfolgen bleibende Spuren am Egbert-Gymnasium hinterlassen, sondern auch durch ihr Engagement als Schulsanitäter, in der Musik, im Wettkampfsport, als Schülersprecher oder durch besondere persönliche Projekte wie Auslandsaufenthalte, politische Praktika oder Frühstudienprogramme. Besonders hob Binzenhöfer die gegenseitige Unterstützung während der mündlichen Zusatzprüfungen hervor, die den starken Gemeinschaftssinn des Jahrgangs gezeigt habe.

Zugleich erinnerte er daran, dass dieser Jahrgang durch die Corona-Pandemie im Übergang zwischen Unter- und Mittelstufe geprägt worden sei und damals vielfach von „verlorenen Jahrgängen“ die Rede gewesen sei. Das nun erreichte Ergebnis sei daher auch ein Zeichen für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und Erziehern.

Den Absolventinnen und Absolventen gab Binzenhöfer mit auf den Weg, künftig selbst Spuren zu hinterlassen – nicht indem sie Trends folgten, sondern indem sie eigene Akzente setzten, Verantwortung übernähmen und Charakter zeigten. Das griechische Wort „Charakter“ bedeute ursprünglich „Prägestempel“, erinnerte er die jungen Erwachsenen: „Habt Mut, euren Stempel künftig aufzudrücken.“

Die Glückwünsche der Eltern überbrachte Diana Preißler. Sie dankte den Lehrkräften und Mitarbeitenden der Schule für die Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum Abitur und wünschte den Absolventinnen und Absolventen Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.

Text: Dr. Reinhard Klos, Fotos: Helmut Schemm