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Sechs schwarze Schüler mit Geigen und Gitarren auf der Bühne, hinter ihn deutsche Schülerinnen und Schüler

Begeisterung und Gänsehaut

Afrikakonzert am Egbert-Gymnasium

Mit rhythmischen Klängen, bewegenden Liedern und einer besonderen internationalen Atmosphäre verwandelte sich der Theatersaal des Egbert-Gymnasiums beim Afrikakonzert in einen Ort musikalischer Begegnung. Gemeinsam mit Gastschülern aus Hanga in Tansania gestalteten Chöre, Orchester und Klassen des Gymnasiums einen Abend, der weit mehr war als ein gewöhnliches Schulkonzert. Vor einem begeisterten Publikum wurde Musik zur Sprache der Freundschaft und des kulturellen Austauschs.

Schon zu Beginn war spürbar, dass dieses Konzert einen besonderen Charakter haben würde. Mit dem tansanischen Kirchenlied „Zaeni matunda mema“ eröffneten Schülerinnen und Schüler der Klassen 5d und 5b gemeinsam mit den Gastschülern den Abend. Der schwungvolle Auftakt sorgte sofort für gute Stimmung und zeigte, wie selbstverständlich Musik Menschen unterschiedlicher Herkunft verbinden kann.

Im weiteren Verlauf bot das abwechslungsreiche Programm eine große stilistische Vielfalt. Mit Liedern wie „Halleluja – Suchet zuerst“, Adel Tawils „Menschenkinder“ oder bekannten modernen Stücken wie „Perfect“ und „Despacito“ gelang es den Musikerinnen und Musikern, das Publikum immer wieder zu überraschen. Besonders eindrucksvoll war dabei die Zusammenarbeit zwischen den deutschen Schülerinnen und Schülern und den Gästen aus Tansania, die sichtbar mit großer Freude auf der Bühne standen.

Auch klassische Werke fanden ihren Platz im Konzert. Johann Pachelbels berühmter „Kanon“ sowie Marco Uccelinis „Aria sopra la Bergamasca“ sorgten für ruhigere Momente und zeigten das musikalische Können des Orchesters. Gleichzeitig brachte die Auswahl tansanischer Popsongs neue Klangfarben in den Abend und ließ die musikalische Kultur Ostafrikas lebendig werden.

Einer der Höhepunkte war das gemeinsame Singen des schottischen Traditionsliedes „My Bonnie is over the ocean“, bei dem auch das Publikum eingeladen war mitzusingen. Spätestens hier war die Distanz zwischen Bühne und Zuschauerraum verschwunden.

Für besondere Gänsehautmomente sorgten später Stücke wie „A Thousand Years“, „I am sailing“ und „You are my all in all“. Den eindrucksvollen Abschluss bildete schließlich „Baba yetu“. Gemeinsam mit Chor, Gastschülern und Solisten entstand ein kraftvoller Klang, der lange nachhallte.

Am Ende standen minutenlanger Applaus und strahlende Gesichter. Das Afrikakonzert zeigte eindrucksvoll, dass Musik über Kontinente, Sprachen und Kulturen hinweg Brücken bauen kann.

Text und Foto: Dr. Reinhard Klos