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Egbert-Gymnasium setzt neuen Fokus bei seinen Ausbildungsschwerpunkten

Veränderte Nachfrage führt zu Anpassungen im kommenden Schuljahr

Das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach ordnet sein Ausbildungsangebot zum Schuljahr 2026/2027 neu. Die Schule setzt verstärkt auf den neusprachlichen, musischen und naturwissenschaftlich-technologischen Zweig. Das Fach Altgriechisch gehört nicht mehr zu den angebotenen Fremdsprachen. Damit verbunden lässt das Gymnasium den humanistischen Schwerpunkt in den kommenden Jahren auslaufen. Grund hierfür ist die veränderte Nachfrage bei den Schülerinnen und Schülern.

„Auch wenn wir die Entscheidung bedauern, hat sich die Entwicklung bereits längerfristig abgezeichnet“, erklärt Schulleiter Markus Binzenhöfer. „Trotz sehr geringer Belegzahlen haben wir Altgriechisch in den vergangenen Jahren weiter angeboten. Im letzten Schuljahr kam allerdings gar kein Kurs mehr zustande. Daher halten wir es für zielführender, unseren Fokus auf die anderen Ausbildungsschwerpunkte zu legen. Auf diese Weise bündeln wir unsere Ressourcen ganz im Sinne der Schülerinnen und Schüler.“

Das Egbert-Gymnasium hatte bereits in der Vergangenheit sein Angebot immer wieder angepasst. So erweiterte die Schule ihr Portfolio um einen musischen und naturwissenschaftlichen-technologischen Zweig. Für letzteren entscheiden sich mittlerweile rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler bei ihrer Schwerpunktwahl. Auch die Nachfrage im musischen Bereich steigt kontinuierlich.

Die veränderte Interessenslage ist der Hauptgrund, aber nicht die einzige Ursache. Markus Binzenhöfer weist auf eine andere Grundproblematik hin: „Es zeichnet sich ab, dass unsere Lehrkräfte für Griechisch in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Neue Bewerber zu finden, ist vor dem Hintergrund des Lehrermangels gerade für dieses Fach sehr schwer. Die gesicherte Durchführung des Unterrichts lässt sich somit langfristig nicht garantieren. Dadurch ergibt sich für die Schülerinnen und Schüler das Risiko, dass sie im Zweifelsfall die Schule wechseln müssten. Das möchten wir vermeiden.“