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Gruppenfoto mit Schülerinnen und Schülern vor einer Ruine in einer grünen Wiese

Erasmus-Projekt Prometheus

Erste Etappe: Irland

Völkerverständigung braucht persönliche Begegnung. Diesem Diktum wird wohl niemand ernsthaft widersprechen und deshalb fördert die Europäische Kommission mit hohem Geldaufwand zahlreiche Austauschprojekte, vor allem auf Ebene der Schulen. Das Egbert-Gymnasium, die Internatsschule im irischen Glenstal und das bischöfliche Gymnasium im tschechischen Kroměříž arbeiten auf dieser Basis seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen.

Die erste Etappe des Projekts führte die Gruppen aus den drei Ländern im irischen Glenstal zusammen. Neu war in diesem Jahr die Begegnung der Schüler auch auf der Ebene eines Theaterprojekts. Die Heranwachseden kooperierten dabei, um Szenen im Rahmen des griechischen Prometheus-Mythos zu entwickeln. Sie reflektierten über den Sinn und Unsinn von Göttern oder überlegten, welche Formen des Feuer-Energie-Gebrauchs den Menschen nützen und wo sie diese Kraft zerstörerisch einsetzen. Aus diesen Überlegungen entstanden Szenen, in die alle aktiv eingebunden waren. Etwa dann, wenn sie den Widerstand gegen die Götter auf die Bühne brachten oder das Selbstbewusstsein des Prometheus in einem multisprachlichen Rap performten. Ziel und Höhepunkt der Fahrt ist die Präsentation des Ergebnisses als Theateraufführung.

Neben dieser Arbeit blieb viel Zeit, mit dem Rugby-Ball herumzutoben, miteinander Essen zu kochen, gemeinsam zu essen, irische Landschaften zu erfahren und zu erwandern, Schlösser zu besichtigen oder im Theater von Limerick eine traditionelle Aufführung von Shakespeares Macbeth zu besuchen. Im gemeinsamen Leben, Arbeiten und Unterwegssein der Exkursionswoche wuchsen die Gruppen eng zusammen, sodass am Ende der dringende Wunsch bestand, auch die weiteren Etappen gemeinsam erleben zu dürfen.

Text und Foto: Michael Aust, Mechthild Binzenhöfer und Ilona Schuster