
Die Folgen der Zeitenwende
Jugendoffizier der Bundeswehr diskutiert mit Schülern des EGM
Besuch von der Bundeswehr bekam das Egbert-Gymnasium im Rahmen der politischen Bildung. Jugendoffizier Lukas-Laurin Sachße informierte die Oberstufenschüler über die Funktionen der Truppe als „Parlamentsarmee“: Der Bundestag entscheidet über das Budget, über die Auslandseinsätze, und bietet über den Wehrbeauftragten eine Möglichkeit, Fehlentwicklungen weiterzugeben.
Der Jugendoffizier ging zunächst auf die veränderte sicherheitspolitische Situation ein und zitierte Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz, der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die „Zeitenwende“ ausgerufen hatte. Dies werde durch die aktuelle Bundesregierung bekräftigt: „Die Bundeswehr soll konventionell zur stärksten Armee Europas werden“, so der Auftrag von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Hauptmann Simon Rinke, der 2012 am EGM sein Abitur abgelegt hat, erzählte den Schülern von seinen persönlichen Erfahrungen bei der Bundeswehr. Nach einem Studium und verschiedenen Ausbildungsstellen ist er heute Fernmelde- und Presse-Offizier in der Mainfrankenkaserne Volkach. Auslandseinsätze führten Rinke unter anderem nach Litauen, wo eine Brigade zum Schutz der NATO-Ostflanke aufgebaut werde und die Bevölkerung sehr dankbar für die deutsche Präsenz sei.
Darüber hinaus ging Rinke auch auf die Tätigkeiten des Logistik-Bataillons in Volkach ein: „Wir verladen alles, was gebraucht wird, von der Werkzeugkiste bis zum Hubschrauber und im Rahmen der Instandsetzung reparieren wir alles: vom Zweirad bis zum Panzer.“ Eine Reihe von Fragen der Schülerinnen und Schüler schlossen sich an: zum neuen Wehrdienst, zur Verpflichtung und zu den unterschiedlichen Berufsfeldern. Die Informationsveranstaltung zeigte, dass die Jugendlichen sich gedanklich intensiv mit der Bundeswehr auseinandersetzen.
Text und Foto: Dr. Reinhard Klos

