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Gruppefoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf der Bühne

Neue Perspektiven durch Erfahrungen im Ausland

Podiumsdiskussion des Münsterschwarzacher Kreises

„Über den Tellerrand hinausblicken“ – so lautete das Motto der diesjährigen Alumni-Veranstaltung des Münsterschwarzacher Kreises (MSK), das die Vorsitzende Sabine Weidt organisiert hatte. Mit Tina Wirsching, Carolina Sinning, Simon Rinke und Daniel Kraus erzählten vier ehemalige Absolventen des EGM, wie sie durch Erfahrungen im Ausland ihren Horizont erweiterten. Durch das Programm führte der Moderator Julius Rümmele im Theatersaal des EGM.

Tina Wirsching verbrachte nach dem Abitur ein Jahr in Tansania, um in einer Schule mit jungen Menschen zu arbeiten. Sie half in der Küche, gab Unterricht in Geige und Gitarre und betreute Jugendliche bei den Hausaufgaben. Nicht zuletzt lernte sie auch ihren Ehemann dort kennen, der nun mit ihr in Deutschland lebt. Auf mögliche Vorbehalte gegenüber dieser Beziehung angesprochen, betonte sie: „Was gibt es Schöneres, als zwei Menschen, die sich lieben und sich sicher sind, dass das so bleibt?“

Carolina Sinning hat nach dem erfolgreichen BWL-Studium ihren sicheren Job gekündigt, um für ein halbes Jahr in der Geflüchtetenhilfe auf der Insel Lesbos zu arbeiten. Sie berichtete unter anderem, mit welchen Hoffnungen junge Menschen ihr Heimatland verlassen und wie Sport dazu beitragen kann, sich ohne Worte zu verstehen. Vor Ort betreute sie ein Basketball-Projekt und gab Schwimm-Unterricht.

Hauptmann Simon Rinke sprach über seine beruflichen Erfahrungen als Offizier bei der Bundeswehr. Auslandseinsätze und Übungen führten ihn unter anderem nach Malta und Litauen, wo die Ostflanke der NATO vor einem russischen Angriff geschützt werden soll. Er erzählte von der Herausforderung, mit Kameraden auf recht engem Raum über längere Zeit ohne Privatsphäre zusammenzuleben, aber auch von der großen Dankbarkeit der Menschen in Litauen. Als CSU-Ortsvorsitzender, Stadtrat in Volkach und nun auch Kreisrat setzt sich Rinke auch sehr für die Weiterentwicklung unserer Heimat ein.

Schließlich erzählte auch Daniel Kraus von seiner Arbeit als Betriebsleiter des Universitätsforstamts Sailershausen. „Der Wald ist kein Holzacker“, so Kraus, sondern habe viele Funktionen, etwa die Kühlung der Luft und das Speichern von Wasser. Nachdem er viel Erfahrung bei der Bekämpfung von Waldbränden im Ausland sammeln konnte, plädiert er für eine nachhaltige Waldentwicklung: „Der Wald braucht uns nicht, aber wir brauchen den Wald.“

Text und Foto: Dr. Reinhard Klos