Q13 des Egbert-Gymnasiums erkundet Weimar
Eine Reise in die Hochburg der deutschen Literatur und Philosophie unternahm kürzlich die 13. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten tauchten tief in die Epoche der Weimarer Klassik ein und erlebten Kulturgeschichte hautnah an den Originalschauplätzen. Begleitet wurde die Exkursion von den Lehrkräften Dr. Reinhard Klos, Ruth Schilling und Laura Mai, zusammengestellt hatte das Programm die Fachbetreuerin Sandra Hannweber.
Der Besuch stand ganz im Zeichen jener Epoche, die das Bild Deutschlands als Land der Dichter und Denker maßgeblich prägte. Eine Station der Bildungsreise war das Goethe-Nationalmuseum. Hier erhielten die Schüler fundierte Einblicke in das Leben und das vielseitige Schaffen von Johann Wolfgang von Goethe. Direkt im Anschluss öffnete sich die Tür zu Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Das barocke Gebäude, in dem der Dichter fast fünfzig Jahre lang lebte und wirkte, faszinierte die Jugendlichen besonders. Beim Rundgang durch die originalgetreu erhaltenen Arbeits- und Empfangszimmer wurde die historische Atmosphäre spürbar.
Ein starker Kontrast bot sich den Gymnasiasten in Schillers Wohnhaus. Das deutlich bescheidenere, aber stilvolle Domizil machte die oft schwierigen Lebensumstände Friedrich Schillers deutlich, der trotz schwerer Krankheit in diesen Mauern Meisterwerke wie „Wilhelm Tell“ vollendete. Der direkte Vergleich der beiden unterschiedlichen Lebenswelten der befreundeten Dichterfürsten regte unter den Schülern der Q13 lebhafte Diskussionen an.
Ein ausgedehnter Spaziergang führte die Gruppe außerdem zum imposanten Stadtschloss, dem ehemaligen Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach. Von dort aus schlenderten die Schüler und Lehrkräfte weiter durch den weitläufigen, idyllischen Ilmpark. Das Ziel des Spaziergangs war Goethes Gartenhaus, das malerisch an der Ilm liegt. Dieses Refugium gilt als Keimzelle seiner Weimarer Dichtung und bot der Gruppe die perfekte Kulisse, um die Eindrücke der Reise Revue passieren zu lassen.
Text und Fotos: Dr. Reinhard Klos