Wahlkurse Italienisch und Russisch

Italienisch

Lehrkraft

 

Dr. Rosaria Sabetta-Fuß

Italienisch

Italienisch als Wahlfach

 

Es besteht die Möglichkeit ab der 7. Jahrgangsstufe, Italienisch als Wahlfach zu belegen. Der Kurs findet einmal wöchentlich in einer Doppelstunde statt. Zusätzlich werden landeskundliche Aktivitäten, wie Museumsbesuch, Kochen etc. angeboten. Im Rahmen des italienischen Unterrichts kann man an dem Austausch mit Pontassieve, Florenz teilnehmen.

 


Austausch

Schüleraustausch Egbert Gymnasium Münsterschwarzach - Liceo Ernesto Balducci Pontassieve vom 29. April 2019 bis 06. Mai 2019

 

Der Schüleraustausch EGM - Ernesto Balducci verzichtet  bewusst auf den dauernden Aufenthalt unserer  Schüler und Schülerinnen in den italienischen Gastfamilien. Die Unterbringung erfolgt im

in der „Foresteria“, dem Forsthaus der „Villa Poggio Reale“ in Rufina, der Partnerstadt von Dettelbach, nur wenige Kilometer von Pontassieve entfernt. Die Stadt Rufina stellt uns diese Unterkunft, die für die eigenverantwortliche Versorgung von Gruppen bis zu 15 Personen bestens ausgestattet ist, kostenlos zur Verfügung.

Der Kontakt mit den italienischen Schülerinnen und Schülern ergibt sich einerseits über den gemeinsamen Unterricht an der Partnerschule, wird aber ergänzt durch ein umfangreiches gemeinsames Programm, das weitgehend von dem schulischen Alltag entkoppelt ist und deshalb zusätzliche Freiräume für direkte persönliche Kontakte bietet. In diesem Jahr fand eine gemeinsame Tagesfahrt nach Pisa und Viareggio statt, und unsere Schülerinnen  und Schüler wurden in die Gastfamilien zum Abendessen eingeladen.

Darüber hinaus gewinnen die deutschen Schülerinnen und Schüler direkte Einblicke in das öffentliche Leben und das Funktionieren einer Stadtverwaltung, verkörpert durch die Person von Mauro Pinzani, dem Bürgermeister von Rufina und seiner direkten Mitarbeiter, die den reibungslosen Ablauf zahlreicher Vorhaben sicherstellten, u. a. den Besuch des Weingutes der Grafen Frescobaldi, samt Führung und Verköstigung.

 

Die Gruppe startete am Montag, dem 29. April 2019, von Schwarzach aus nach Frankfurt für den Fug nach Florenz. Für den Transfer von Flughafen zu unserer Unterkunft in Rufina stellte die Partnerschule einen Bus zur Verfügung. Der Bürgermeister begrüßte uns persönlich und identifizierte allsogleich die vier Teilnehmerinnen, die er im vergangen Jahr schon kennen gelernt hatte.

 

Am Dienstag, dem 30. April 2019, erwartete uns um 9.00 Uhr der Bus für eine Tagesfahrt nach Pisa und Viareggio, zusammen mit der Schulklasse aus Pontassieve. Wer in Pisa erstmals das Tor in der hohen Mauer, hinter der sich der riesige Platz des Domes, des Baptisteriums, des Campo Santo und des schiefen Turmes verbirgt, durchschreitet, wird von der Weite des Raumes, der Höhe und Pracht der in weißem Marmor strahlenden Bauwerke überwältigt und zunächst auch kaum glauben wollen, dass der schiefe Turm tatsächlich so schief sein kann, wie er es tatsächlich ist.

Nach dem Besuch von Pisa erwartete uns in Viareggio das Meer, dem Pisa seinen Reichtum und seine Bedeutung zu verdanken hat. Bei Volleyball und Frisbee am Strand, mit und gegen unsere italienischen Kameraden, spielten Sieg oder Niederlage keine Rolle. Unser Hunger, den wir vom Meer mitbrachten, wurde danach in Rufina, in der „besten Pizzeria am Ort“, zu Sonderkonditionen wirkungsvoll gestillt.

 

Der Mittwoch des 1. Mai wurde auch in Italien als Tag der Arbeit gefeiert, mit dem Effekt, dass niemand einen Finger rührt und also auch die Schule in Pontassieve geschlossen blieb. Wir waren in der Lage, uns von derartigen Vorgaben zu distanzieren und versuchten eine erste Erstürmung von Florenz. Dabei verfolgten wir klare Ziele: das erste lag gleich neben dem Bahnhof: Santa Maria Novella, eine Dominikaner-Kirche, die ihr romanisches Innenleben hinter einer perfekten Renaissance-Fassade versteckt. Eine kurz gefasste Stilanalyse durch Herrn Fuß versorgte uns für die kommenden Tage mit lebensnotwendigen Informationen zur Einordnung weiterer architektonischer Meisterwerke und wir nahmen auch zur Kenntnis, dass sich Florenz ab  dem 13. Jhdt. zu einer Stadtrepublik entwickelt, in der die zahlreichen Zünfte und wohlhabende Kaufleute im Wesentlichen für die politische Entwicklung des Gemeinwesens verantwortlich waren. Dank ihrer glänzenden wirtschaftlichen Situation konnten sie auch Kunst und Kultur großzügig unterstützen: Die Fassade von Santa Maria Novella wurde durch die Familie Rucellai finanziert.

Der Weg zu unserem Hauptziel, dem Palazzo Vecchio, führte uns am Dom Santa Maria del Fiore vorbei, der mit seiner gewaltigen Kuppel auf allen Postkarten als Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen darf.

Der Palazzo Vecchio mit seinem Turm, das zweite Wahrzeichen der Stadt, beherbergt bis heute das Rathaus und dokumentiert die wichtigen Etappen der Stadtentwicklung und einen bedeutenden Abschnitt der Familiengeschichte der Medici: Der Palast diente Großherzog Cosimo I und seiner Gemahlin Eleonora von Toledo, Tochter des spanischen Vizekönigs von Neapel, als Wohn- und Regierungssitz.

Am Abend, nach einem Bummel durch Florenz auf eigene Faust und zurück in der Foresteria in Rufina, beschloss das gemeinsam vorbereitete Abendessen einen Tag mit zahllosen neuen Eindrücken.

 

Am Donnerstag, dem 02.Mai, trafen wir uns mit den Schülern aus Pontassieve in Florenz zu einem gemeinsamen Besuch des Museo Galileo. Eine spannende Führung stellte uns das in dem Museum aufbewahrte „Handwerkszeug“ Galileis vor, das bei seinen bahnbrechenden Ent-deckungen zum Einsatz kam.

Der Nachmittag in Rufina verlief sportlich, in Form einer Übungseinheit mit dem Trainer des Tennisvereins von Rufina. Er brachte uns grundlegende Techniken bei, die wir bei einem abschließenden Match mehr oder weniger genial umsetzten.

Der Abend hielt für uns eine besondere Überraschung bereit: Eine Schülerin unserer Austausch-klasse hatte alle Teilnehmer an dem laufenden Austauschprogramm - mit unserer Gruppe zusammen ca. 40 Personen - zum Abendessen nach Hause eingeladen, einem abseits gelegenen weiträumigen Anwesen auf einer Anhöhe über einer paradiesischen Landschaft. Die Eltern der Schülerin hatten ein opulentes Buffet vorbereitet. Der lange Tisch quoll über von  Pizza, Pasta, allerlei Primi und jeder Menge Kuchen. Die italienischen Familien hatten für dieses  überreiche Angebot mit vielen lokalen Spezialitäten gesorgt. Nach dem Essen wurde geredet, gelacht getanzt, gesungen, Basketball gespielt, bis wir um 22.00 Uhr den Heimweg nach Rufina antreten konnten, überwältigt von soviel Gastfreundschaft und spontaner Offenheit.

 

Am Freitag, dem 03. Mai, bekamen wir wir endlich Gelegenheit, selbst die Schule Ernesto Balducci zu besuchen. Noch bevor der Direktor uns begrüßten konnte, nahmen uns Teilnehmer an dem Austauschprogramm des vergangenen Jahren freudestrahlend in Empfang. Sie hatten uns und den Aufenthalt in Münsterschwarzach nicht vergessen! 

Auf eine Stunde Biologie, in der wir mikroskopische Untersuchungen durchführen konnten, folgte Sportunterricht mit Basketball, Volleyball und Fußball. Wir zeigten den italienischen Schülern einige akrobatische Kunststücke. Der Hunger, den Sport immer macht, stillten wir gemeinsam in der örtlichen Pizzeria.

Am späteren Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Pomino, dem Weingut der Grafen Frescobaldi. Der Gutsverwalter zeigte uns nicht nur die beeindruckenden Reihen seiner dicken Eichenfässer und der zahllosen barriques; er machte auch deutlich, dass der Betrieb seine soziale und gesellschaftliche Verantwortung bewusst wahrnimmt. Gastfreundschaft scheint ein Teil dieser Verantwortung zu sein, denn wir wurden nach der Besichtigung des Weinkellers bewirtet und machten Bekanntschaft mit Leonia, dem jüngsten Spross des Frescobaldi-Sortiments, einem Perlwein aus Flaschengärung, wie sie in Frankreich bei der Herstellung von Champagner üblich ist.  

 

Den Vormittag des 04. Mai, Samstag, verbrachten wir erneut in der Schule, konnten mit 3-D-Druckern arbeiten, und bei Pizza, Snacks, Musik, Lachen und Reden, führten die Schüler von Pontassieve auch ein schon fertiggestelltes Video über die gemeinsam verbrachten Tage vor.

Am Nachmittag zeigte uns der  Bürgermeister von Rufina das Weinmuseum in der Villa Poggio Reale und überließ uns danach den jeweiligen Familien der Austauschschüler, bei denen wir zum Abendessen eingeladen waren. Es wurde viel und gut gegessen, geredet und gelacht. Der Rückweg zu unserer Foresteria stand schon ein wenig unter den etwas bedrückenden Vorzeichen des baldigen Abschieds, der aber im Wissen auf den Gegenbesuch der Italiener im Dezember, dann doch nicht ganz so schwer fiel.

 

Sonntag, 05. Mai: Man kann Florenz nicht verlassen, ohne den Uffizien einen Besuch abgestattet zu haben. Wir verbrachten dementsprechend den Nachmittag in Gesellschaft weltberühmter Werke der Alten Meister, wie u. a. Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffael, Caravaggio. Herr Fuß versorgte uns mit den notwendigen Informationen über die Entstehung der Bilder, die angewandte Technik und vermittelte uns, dass auch Bilder miteinander sprechen, selbst wenn man das, was sie sagen, nicht hört, doch wenn man genauer hinschaut, kann man es sehen.

Besichtigungen sind nicht weniger anstrengend als Tennistraining. Dankbar stillten wir am Abend unseren Hunger in der schon bekannten Pizzeria in Rufina.

 

Am Montag, dem 06. Mai, hieß es, Abschied nehmen von Rufina, von Pontassieve und von Florenz. Der Bürgermeister von Rufina  erschien  höchst persönlich, um uns eine gute Heimreise zu wünschen, übergab uns Abschiedsgeschenke und legte uns ans Herz, wieder zu kommen, allein, mit den Eltern oder mit Freunden und ihn aufzusuchen, wie dies schon einige unserer Mitschüler vorgemacht hätten.

Der Flug von Florenz verlief normal, ebenso die Weiterfahrt nach Münsterschwarzach, wo unsere Eltern uns an der Bushaltestelle in Empfang nahmen.

Mit einer kleinen Überraschung  verabschiedeten wir uns von Frau Dr. Sabetta-Fuß als Dank für ihren Einsatz, ohne den diese unvergessliche Reise nicht zustande gekommen wäre, und wir bedankten uns auch bei Herrn Dr. Fuß für sein Engagement. Wir alle, die an dieser Fahrt beteiligt waren, können diesen Kurs und dieses Austauschprogramm nur empfehlen. Jeder, der fremde Kulturen, neue Menschen, eine andere Sprache kennenlernen möchte und Interesse an Kunst und Kultur hat, ist hier perfekt aufgehoben. 

 

Schüleraustausch Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach und Istituto Statale di Istruzione Superiore „Ernesto Balducci“ von Pontassieve, Florenz

Gegenbesuch der Italiener vom 26.11. bis 03.12.2018 in Münsterschwarzach

 

Im Prinzip wäre dem „Originalton“ einer Schülerin aus Münsterschwarzach über den Austausch nichts Wesentliches mehr hinzuzufügen: „Dieser Austausch war für mich eines der größten, besten und schönsten Erlebnisse in meiner gesamten Schulzeit“.

 

Dem kritischen Außenstehenden sollen die Gründe für einen so umfassenden Enthusiasmus nicht verheimlicht werden: Das gemeinsam absolvierte Programm war einerseits eingebettet in den Schulalltag des Egbert-Gymnasiums und verschaffte den italienischen Gästen einen adäquaten Einblick in den deutschen Schulalltag, sorgte für Gesprächsstoff und schärfte die Sicht auf die jeweils eigene Situation. Andererseits sorgte eine Fahrt nach Berlin zum Besuch des Reichtagsgebäudes und des Bundestages bei einer laufenden Befragung der Regierung sowie das Erlebnis der Eröffnung des „Christkindlesmarktes“ in Nürnberg für einmalige Momente, die sich im Gedächtnis aller Beteiligten wahrscheinlich einen festen Platz erobert haben. 

 

Das Programm fühlte sich dem Ziel verpflichtet, den Gästen die Besonderheiten unserer Schule zu vermitteln. Dazu gehörte, gleich am ersten Tag, ein musikalischer Auftakt, mit dem SchülerInnen des musischen Zweiges den Advent höchst stimmungsvoll begrüßten. Mit ungläubigem Staunen registrierten die Italiener, dass in Münsterschwarzach auch Pferde „in die Schule gehen“, und wer sich dann auf den Rücken eines so großen Tieres wagte, konnte in der Regel feststellen, dass er eine viel bessere Figur machte, als er vielleicht befürchtet hatte.

Die Unverwechselbarkeit des Egbert-Gymnasiums erwächst nicht zuletzt aus der Zugehörigkeit der Schule zu einem Benediktinerkloster. Pater Jesaias machte die Gäste  schwungvoll mit der weitläufigen Klosteranlage und wichtigen Grundgedanken des mönchischen Lebens vertraut; es gelang ihm aber auch, die gesamte Gruppe behutsam in einen erstaunlichen Zustand meditativer Stille und Einkehr zu führen, in dem Zeit und Raum sich aufzulösen schienen. 

Der Besuch der Gäste aus Italien konnte nur gelingen dank des uneingeschränkten Engagements der Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums; vielleicht war der unsichtbare Geist der benedediktinischen Gastfreundschaft auch hier am Werk. Die Italiener wurden von ihren deutschen Gastgebern gleich am Abend der Ankunft in der Münsterklause opulent bewirtet und durften auch am vorletzten Abend ihres Aufenthaltes in den deutschen Familien deutsche Kochkünste genießen. Die deutschen Schüler ihrerseits freuten sich über eine Einladung zum Abendessen in der Münsterklause am letzten Tag des Besuches, der nicht selten deutliche Abschiedsschmerzen mit sich brachte.

Die benediktinische Gastfreundschaft erleichterte die gesamte Organisation des Austausches ganz erheblich, insbesondere durch die Unterbringung der Gruppe aus Pontassieve in der Münsterklause. Dafür danken alle Beteiligten an dieser Stelle der Abtei mit aufrichtiger Herzlichkeit.

Dankbar bleibt darüber hinaus die nicht selbstverständliche Geste des Bürgermeisters von Schwarzach zu vermerken, der die Gruppe bei einem Empfang mit offenherziger Freundlichkeit begrüßte und einen lebendigen Einblick in die Lokalpolitik einer kleinen unterfränkischen Gemeinde vermittelte.

Nicht zuletzt und insbesondere gilt dem Direktor der Schule und allen beteiligten Lehrkräften ein besonderer Dank für die wirksame Unterstützung des gesamten Vorhabens.

 

Dr. Albert Fuß

 

 

 

 

Russisch

Russisch wird am EGM als Wahlkurs ab der 7. Klasse angeboten und kann auch in der Oberstufe als Neigungsfach belegt werden.


Warum lohnt es sich Russisch zu lernen?

Russisch gehört zu den Top Ten der am meisten gesprochenen Weltsprachen und ist die am meisten gesprochene slawische Sprache. Russland ist ein faszinierendes Land: durch die unendliche Weite seiner Landschaft, seine reiche Kultur und wechselvolle Geschichte. Die Wirtschaftsbeziehungen vieler deutscher Unternehmen nach Russland bieten ein umfangreiches Arbeitsfeld für Fachleute mit Russisch-Kenntnissen. Und nicht zuletzt ist es die slawische Seele, deren Verwandtschaft mit der eigenen zu entdecken für viele zu einer wichtigen Erfahrung wird. Die russische Sprache besitzt ein eigenes Alphabet, das kyrillische, das zu erlernen jedoch nur ca. 3-4 Wochen in Anspruch nimmt. Die russische Grammatik weist viele Gemeinsamkeiten mit bekannten Sprachen auf. Durch die Partnerschaft des EGM mit einem Gymnasium in Moskau besteht die Möglichkeit im Rahmen des Russisch-Unterrichts Land und Leute kennen zu lernen.


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