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Fachschaft Religion

Selbstverständnis

Die religiöse Erziehung und Wertevermittlung ist ein Hauptanliegen des Egbert – Gymnasiums der Benediktiner von Münsterschwarzach. Der Religionsunterricht an dieser Schule versteht sich als ein Raum, in dem die Begegnung mit christlichen Werten und benediktinischer Spiritualität ermöglicht wird, woraus sich sein vergleichsweise hoher Stellenwert ableitet. Als Missionsorden geht es dem Schulträger auch darum, den christlichen Sauerteig unter die Gesellschaft zu mischen – nicht nur in den Missionsgebieten Afrikas, sondern auch vor Ort, wo viele Menschen nach neuer religiöser Orientierung suchen. Der hauseigene Buchverlag, die Gästearbeit und eben auch die Schule und hier speziell der Religionsunterricht sind Versuche, den Menschen ein Fenster zur Religion zu öffnen.

Die Religionslehrerinnen und –lehrer des EGM verstehen sich als Zeugen ihres Glaubens, tolerieren aber zugleich andere Glaubenshaltungen. Das Gymnasium nimmt grundsätzlich auch Schülerinnen und Schüler anderer Religionen oder ohne Religionszugehörigkeit auf; diese besuchen dann zwar den christlichen Religionsunterricht, der ihre persönliche Grundhaltung aber nicht anpassen, sondern ihren religiösen Horizont erweitern und persönliche, ethische und philosophische Fragen vertiefen möchte. Am EGM wird katholischer und evangelischer Religionsunterricht erteilt, die Lehrkräfte beider Konfessionen arbeiten in einer Fachschaft zusammen.

Wie an allen öffentlichen Schulen in Deutschland ist Religion am EGM „ordentliches Lehrfach“, das neben Werten auch Wissen und Können vermitteln will und die erworbenen Fähigkeiten mit Noten bewertet. In der Oberstufe wird sowohl evangelische als auch katholische Religion gerne als Abiturfach gewählt.

 


Lehrmethoden und Lehrwerk

Das Fach Religion ist auf fächerübergreifendes Arbeiten nahezu angewiesen. Über „Kinder in der Dritten Welt“ lässt sich nicht ohne geografische, über „Ethische Aspekte der Gentechnologie“ nicht ohne biologische Kenntnisse sprechen. Unterrichtsmethoden wie das Fachreferat, die Gruppen- und Freiarbeit, Exkursionen und Projekttage kommen deshalb oft zum Einsatz. Dem entspricht das von der Fachschaft für alle Jahrgangsstufen des G8 gewählte Lehrwerk „Religion vernetzt“ des Kösel – Verlags, das neben Sachinformationen eine große Fülle von Arbeitsanregungen bietet, die Kreativität und Selbstständigkeit fördern. Um der Gefahr der Unübersichtlichkeit entgegenzuwirken festigt die Fachschaft religiöses Grundwissen mit Hilfe der „Reli – Kartei“ des ISB.


Aktionen

Neben einmaligen Aktionen zu besonderen Anlässen und Themen (s. auch Schulseelsorge ) zählen zu den Aktionen der Fachschaft:

  • die Kooperation der Fächer Religion und Geografie in der 7. Jahrgangsstufe mit besonderen Projekten z.B. bei der Küstenfahrt;

  • die regelmäßig stattfindenden Schülergottesdienste für je eine Jahrgangsstufe, die von einer Klasse in Eigenregie vorbereitet werden.

  • die in Zusammenarbeit mit der Schulseelsorge durchgeführten Besinnungstage für Lehrer und Schüler, sowie Gottesdienste und Frühschichten in der Advents- und Fastenzeit.

  • das aus der Fachschaft Religion entstandene weltweite Gebetsnetz „Praynet“ mit dem jährlichen „Prayday“ für die Schüler unserer Schule

  • Theaterprojekte mit religiösem Bezug (Jakobus, Hiob, Benedikt, Moses) und das alljährliche „Theater K

  • Die Begleitung der Schulwallfahrt nach Santiago de Compostella  

  • die Integration eines „Grundkurs Philosophie“ in den Religionsunterricht der 10. Jahrgangsstufe.

 


Lehrkräfte

In der Fachschaft Religion unterrichten

Michael Aust, Markus Binzenhöfer, Pfr. Otto Gölkel, Manfred Groll, Hubert Hering, P. Zacharias Heyes OSB, Winfried Kraus, Nicola Küppers-Jurkat, Peter Olschina, Robert Scheller, Br. Dr. Jeremia Schwachhöfer OSB, Burkard Utz, Peter Vogl und Hedwig Mathieu-Vogl, Esther Zeiher.

 

 

Markus Binzenhöfer, Fachbetreuer


 

 

 

 

 

Ergreifender Erfahrungsbericht vom Erdbeben in Haiti

 

 

Das Erdbeben in Haiti hat viele Menschen erschüttert. Informationen aus erster Hand bekamen die Schüler des Egbert-Gymnasiums am Donnerstagmorgen. Jean Renald Benoit, Schwager von Pfarrer Otto Gölkel, der am EGM evangelische Religion unterrichtet, hielt vor den Schülern einen ergreifenden Vortrag. Die Fachschaft Religion unter der Leitung von OStR Markus Binzenhöfer hatte die Veranstaltung organisiert.

Jean Renald Benoit lebt mit seiner Frau, der Schwester von Pfarrer Gölkel, und seinen drei kleinen Kindern in Port-au-Prince. Er erzählte den Schülern, dass er am Morgen des 12. Januars im Kreise der Familie in der Bibel las: „Gott ist immer bei uns.“ Am Nachmittag war der Familienvater alleine in der Hauptstadt unterwegs, als das Beben begann. Er flüchtete auf einen freien Platz, auf dem kein Baum und keine Mauer in der Nähe waren. So konnte er überleben und versuchte anschließend, auf schnellstem Wege nach Hause zu kommen. Benoit berichtete vom Chaos in der Stadt, von zahlreichen Leichen, die unter den Trümmern lagen. Umso größer war die Erleichterung, als er zu Hause seine Familie unversehrt wieder fand. Seine Frau Martina verletzte sich zwar dabei, als sie ihren kleinen, fünf Monate alten Sohn Raphael aus dem bebenden Haus rettete. Aber die Familie blieb am Leben.

Dies war auch eine riesige Erleichterung für Pfarrer Gölkel, der große Angst um seine Angehörigen hatte. Am Morgen des 13. Januar erfuhr er von dem Erdbeben. Er musste vormittags unterrichten, ohne zu wissen, ob seine Schwester noch lebt. Umso größer war die Freude, dass die Familie gesund blieb. So fasste er den Entschluss, die Verwandten nach Deutschland zu holen. Trotz einiger Schwierigkeiten gelang das, was Benoit auf die Hilfe eines guten Freundes und die Hilfe Gottes zurückführt.

Zahlreiche Fragen stellten die Schüler nach dem ergreifenden Vortrag: „Wie kann man den Menschen in Haiti jetzt helfen“, wollte ein Schüler aus der Unterstufe wissen. Benoit verwies darauf, dass es die Möglichkeit des Spendens gebe. „Aber auch Beten hilft ganz bestimmt. “ In sechs Wochen will der Missionar mit seiner Familie wieder nach Haiti zurückkehren, um beim Wiederaufbau zu helfen.



Schüler des EGM bei der traditionellen Waldweihnacht

Schüler im Walknochen - Schöpfungsprojekt mit Erdkunde auf Juist



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