Kunst
Kunst am achtjährigen Gymnasium
In der öffentlichen Wahrnehmung kommt der Kunstunterricht relativ selten vor. Bedeutung und Wert der bildnerischen Sprache ist aber eine Bereicherung für das Leben, die nicht früh genug beginnen kann.
Einen besonderen Erlebnis- und Erkenntniswert erhält der Kunstunterricht für Kinder dann, wenn sie die Gelegenheit erhalten, ihre Eindrücke von der Welt in Bildern festzuhalten und auch über sie zu sprechen. Hier beginnt unsere kunstpädagogische Arbeit : Indem der Schüler keine trockene Lernziele erarbeitet, sondern seine schöpferischen Fähigkeiten voll einsetzen kann. Form und Inhalte zu benennen, begreifen lernen wie Kunstwerke entstehen, wie Künstler und Kunstmarkt funktionieren, wie Kunstepochen zu deuten sind u.a., wird zur Hauptaufgabe des Kunstunterrichts.
Das Fach Kunst ist in der Unterstufe mit zwei Stunden, in der Mittelstufe mit einer Stunde und mit zwei Stunden (Wahlalternative Kunst – Musik)
in der Oberstufe vertreten.
Am Egbert-Gymnasium unterrichten zwei hauptamtliche Lehrkräfte in den Fächern Kunst und Kunstgeschichte, die von einer nebenamtlichen Kraft in der Unterstufe unterstützt werden. Wir vermitteln und verstärken Fähigkeiten im praktischen und theoretischen Umfeld.
OStR´in Irmgard Longworth
OStR Wolfgang Langmandel
Bodo Gerono
Ausstellung „Bücherstapel“ in der Galerie der Buchhandlung der Abtei
ab 21.April 2010 zum Welttag des Buches
Das formale Bewusstsein wird durch eine lange und intensive Schule des Sehens gebildet.
Das Thema des Leistungskurses Kunst des 12.Jahrgangsstufe von 2009/10 am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach lautete, eine Farbzeichnung zu einem Bücherstapel zu zeichnen, der etwas gewagt gebaut ist.
Die Aufgabenstellung verfolgte den Zweck, komplizierte Überschneidungen und Verkürzungen zu sehen und diese zeichnerisch umzusetzen. Die Stapelung sollte die unterschiedlichsten Formate von Büchern, aber auch von Zeitschriften, Lese- und Merkzettel, Postkarten und Stifte als Markierungen etc. enthalten. Dies alles in einem lockeren Bildaufbau und in naturalistischer Zeichentechnik. Kleine Details beanspruchen die Aufmerksamkeit des Betrachters und faszinieren in gleicher Weise.
Die so entstandenen Zeichnungen, meist in Farbstifttechnik, sind so unterschiedlich wie die Schüler(innen) selbst. Jede der Zeichnungen kann somit auch als eine Art von „Selbstbildnis“ gesehen werden, zeigen sie doch Vorlieben aber auch Pflichtlektüre unterschiedlichster Art. Positiv überrascht, dass in unserer medialen Welt das Buch seinen Stellenwert nicht eingebüßt hat, stehen diese Zeichnungen von Bücherstapeln; für eine eigene individuelle Ausdrucksfähigkeit einer Kunstvermittlung die an unserem Gymnasium einen hohen Stellenwert erfährt.
Wir wünschen Ihnen ein entspanntes Sehen auf einen Gegenstand der zum Welttag des Buches einen kleinen Beitrag leisten möchte.
Wolfgang Langmandel, Kunstlehrer am EGM
Jugend creativ
39.Internationaler Jugendwettbewerb 2009
Das Thema wurde in diesem Jahr sehr konkret auf den Schüler und dessen Alltag abgestimmt: „Mehr Miteinander.Mehr Menschlichkeit. Auf dich kommt´s an !“
Was bedeutet eigentlich Menschlichkeit, was die Begriffe Toleranz, Respekt und Zivilcourage?
Begriffe die ständig von Schülern auch benutzt werden und wo es jetzt gilt diese Themen mit bildnerischen Leben zu füllen könnte eine spannende Sache werden.
Diese zeitlosen Themen sind sicherlich für den Unterstufenbereich mit ihren engeren Lebensbereichen vorrangiger als im Mittelstufenbereich. Ob Märchen- und Sagenwelt, Geschichten aus der Bibel oder ihrem unmittelbaren Erlebnisbereich – alles Themen die auf eine Umsetzung im Kunstunterricht warten. Aber auch Unfälle und Hilfsaktionen sind von großer Wichtigkeit für die Schüler einer 6. Klasse.
Zwei Schülerinnen, Lisa Fröhlich und Helena Betz aus der 6b, wurden denn auch mit dem 1.Preis und dem Sonderpreis dieser Gruppe ausgezeichnet indem sie Hilfsaktionen als Thema behandelten. Die Ölpastellzeichnungen auf farbigem Papier zeigen großzügig komponierte Bildentwürfe mit spannenden Oberflächenstrukturen. Eine weitere 6.Klasse drehte ihre Problematik zu Mobbing u.ä. Themen auf kleine Filme die ebenfalls große Beachtung fanden.
Im Mittelstufenbereich wurden von den 10.Klassen inhaltliche Aspekte zum Thema Menschlichkeit häufig in einer Frottagetechnik umgesetzt. Die Frottage eignet sich hervorragend zum Einsatz von unterschiedlichen Größenverhältnissen und führt mit ihrem „verwaschenen Charme“ auch zu einer Vereinheitlichung der inhaltlichen Aussage.
Die Farbstiftüberzeichnungen werden bei Julia Pfriem, 10 b und bei Maximilian Höhn, 10c sehr subtil eingesetzt. Es ging um Hunger in der Welt und um die Unterdrückung von Menschenrechten (2. und 3.Preis dieser Altersgruppe).
Der erste Preis ging an Martin Messner aus der 10 c für eine Arbeit, die das Wort Menschlichkeit – humanity mit dem Begriff Menschenquälerei – cruelty in eindrucksvoller Weise visualisierte. Dazu kommen noch visuelle Metaphern zu den Olympischen Spielen in Peking. Martin Messner´s Kritik an der chinesischen Führung zu Menschenrechtsverletzungen in diesem Zusammenhang steht stellvertretend für alle Verstöße dieser Art weltweit.
Ich danke allen Schülerinnen und Schüler des EGM für Ihre Bereitschaft und Engagement auf dem Gebiet der Kunst.
Wolfgang Langmandel






