Biologie/Chemie
Die Lehrkräfte
P. Dr. Franziskus Büll (Ehrenmitglied)
Annamaria Mallad (Fachbetreuung NuT, kommissarische Fachbetreuung B, C))
Dr. Bettina Langbein
Brigitte Rapp
Viktor Riedel-Royé
Sandra Royé
Dagmar Schulz
Biologisch-chemisches Praktikum
Experimente aus Natur und Technik
Die „GreenGround“-Gruppe des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach stellt sich vor:
Seit 2010 gibt es keine Zivildienstleistende mehr. „Und jetzt...?“ - lautete unsere Frage in einer 6.Klasse im Fach NuT.
Dieser Tatsache ist es schließlich zu verdanken, dass sich Schülerinnen und Schüler zunächst dieser 6.Klasse im Fach NuT vornahmen, freiwillig auf dem Schulgelände für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Überwältigend war die Teilnehmerzahl dieser Aktion: 30 Engagierte erschienen nun einmal in der Woche in ihrer Mittagspause, um für ihre Schule zu wirken. Zunächst bestanden die Arbeiten in der Müllsammlung und Mülltrennung sowie Fegen des Schulhofes, denn rund um unsere Schule finden wir „Natur pur“, das bedeutet viele Sträucher und Bäume.
Mit der Zeit wurde die Liste der möglichen Aufgaben, die diese „GreenGrounder“ übernehmen wollten, immer mehr erweitert: Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich begeistert – übrigens als einziges Gymnasium - an der Aktion „Tour de Müll“ im Landkreis, sie pflegen den kleinen Teich auf dem Pausenhof und lernen sehr viel über die Kreisläufe in diesem Biotop. Dem Erstellen eines Herbars im Unterricht von Bäumen und Sträuchern, die sich auf dem Schulgelände befinden, folgt nun das Anfertigen eines „Arboretums“ mit selbst erstellten Tafeln. Weitere Vorhaben sind das Pflanzen standortgeeigneter Gewächse zur Verschönerung des Pausenhofes. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, diese Pflanzen auch wiederum im Unterricht zu behandeln. Selbst aus den „Fehlern“ können wir in der Gruppe noch wertvolle Ergebnisse erzielen.
Ein anderes Aufgabengebiet ist das Erweitern des Schulhofes durch „naturwissenschaftliches Spiel- und Ansichtsmaterial“, z.B. Anfertigung und korrekte Ausrichtung einer Sonnenuhr, Richtungsweiser zu europäischen Städten mit Angabe der Entfernung…o.ä.
Vornehmliche Aufgabe bleibt aber das projektorientierte Arbeiten im jahreszeitlichen Ablauf und die Planung und Durchführung der dazu erforderlichen Aufgaben; dabei lernen die jungen Menschen ganz nebenbei notwendiges Hintergrundwissen.
Auch das soziale Miteinander kommt in dieser Gruppe nicht zu kurz und wird besonders gepflegt: zur Oster- und Fastenzeit organisiert die GreenGround-Gruppe das „gesunde Pausenbrot“ mit eigens dazu gezogener Kresse für die Schulpause. Die Schüler fertigten außerdem ein eigenes „Kressetagebuch“ an, in dem sie die einzelnen Wachstumsphasen und Keim- sowie Wachstumsbedingungen notierten. Im Advent legten wir eine gemütliche Bastelstunde ein und im Sommer gibt es zum Schuljahresende eine kleine Grillparty.
So garantiert das Mitmachen in der „GreenGround“-Gruppe die fast spielerische Aneignung von Wissen aus dem Bereich der NuT einerseits, das verantwortungsbewusste Eintreten für gemeinnützige Aufgaben und die vielfältige Unterstützung „ihrer“ Schule andererseits und das Alles mit freudvollem Tatendrang.
Für das kommende Schuljahr wird die Altersstufe der Gruppe neben der Klasse 6 auch um die Jahrgangsstufe 5, 7, und 8 erweitert.
Biologisch-chemisches Praktikum
In unserer so kopflastigen Schule gibt es nur wenige Möglichkeiten etwas mit den Händen zu tun. Im biologisch-chemischen Praktikum der Oberstufe können Schüler planvolle, vorausschauende Denkarbeit mit verstärkter Handlungsorientierung verbinden und dazu noch ihre Kreativität und Kommunikationsfähigkeit bei der Präsentation ihrer Arbeiten und Ergebnisse weiterentwickeln.
Im Bereich der Chemie dürfen die Schüler auch mal ein kontrollierte Explosion durchführen, aber der Schwerpunkt liegt im Kennenlernen von Analyseverfahren und in der Herstellung von Präparaten, darunter auch Produkte für den Eigengebrauch wie Seifen, Handcremes, Shampoos u.a..
In Bereich der Biologie lernen die Schüler grundlegende mikroskopische Arbeitstechniken kennen, führen physiologische Untersuchungen durch und erweitern ihre ökologischen Kenntnisse in freier Natur. Sehr hilfreich für den Praxisbezug unserer Studien sind die vom Egbert-Gymnasium betreuten Seen, der Obersee und die Hörblacher Baggerseen. Natürlich gehört an unserer Schule zu diesem Praktikums-Kurs auch ein kurzer Einblick in die Imkerei.
Bei diesem Versuch bestimmen Schüler mit einer Soxhlet-Apparatur den Fettgehalt verschiedener Lebensmittel
Riedel-Royé
Die Imkergruppe am EGM
Schon seit über 25 Jahren existiert die Imkergruppe des Egbert-Gymnasiums. Schüler von der 6. bis zur 12. Jahrgangsstufe können an dieser freiwilligen Arbeitsgruppe teilnehmen und sich um die fünf Bienenvölker der Schule kümmern. Die jungen Imker werden angeleitet, wie man die verschiedenen Arbeiten, die im Laufe eines Bienenjahres anfallen, ökonomisch und verantwortungsvoll erledigt. Natürlich macht das Honigschleudern am meisten Spaß, doch auch die anderen Arbeiten wie Rähmchen herrichten, die Honigkästen aufsetzen, junge Königinnen züchten und nicht zuletzt der Verkauf des Honigs müssen von den Schülern durchgeführt werden. Im Winter, wenn die Bienen ihre Winterruhe halten und nicht gestört werden wollen, widmen sich die Jungimker der Herstellung von Bienenwachskerzen, die sie dann an den Elternsprechtagen verkaufen. In der Imkergruppe können Schüler völlig andere Erfahrungen machen als im normalen Unterricht. Sie lernen mit Tieren umzugehen, die man nicht streicheln kann, müssen beim Verkauf ihrer Produkte mit Erwachsenen Kontakt aufnehmen und auf viele Fragen antworten. Sie lernen in einem kleinen Team zu arbeiten, Rückschläge einzustecken, die Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen und finden hier einen direkten Zugang zur Natur.
V. Riedel-Royé
Leiter der Imkergruppe
Experimente aus Natur und Technik - Angebot aus dem Tagesheim
Naturwissenschaftlich interessierte SchülerInnen der 5. Jahrgangsstufe erhalten im zweiten Halbjahr im Rahmen des nachmittäglichen Tagesheimprogramms die Möglichkeit zu forschend experimentellem Arbeiten. Einmal pro Woche steht für eine Doppelstunde eine Fachlehrerin zur Verfügung, um besonders begabte Kinder bei altersgerechten Experimenten anzuleiten. Dabei werden Lösungen auf Fragen zu Natur und verschiedenen Alltagsphänomenen gesucht.
Naturwissenschaftliche Experimente - Wahlunterricht für die Jahrgangsstufen 6-10
SchülerInnen, die gerne naturwissenschaftlich experimentieren, finden in diesem wöchentlich angebotenen Kurs ihren Platz. Während einer Doppelstunde am Nachmittag erhalten sie die Möglichkeit, sich verschiedene naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden anzueignen und zur Klärung biologischer und chemischer Sachverhalte anzuwenden. Die Themenauswahl orientiert sich einerseits am Jahreslauf der Natur, andererseits werden auch über längere Zeiträume Untersuchungen aus dem biologischen und chemischen Bereich ihres alltäglichen Umfeldes bearbeitet, wie z.B. Untersuchungen der Cola und Milch, Eigenschaften von Baustoffen, Fähigkeiten menschlicher Sinnesorgane etc.
Oberstufenseminare in Biologie
W-Seminar am Pharmazeutisch-Botanischen Institut Würzburg
Das bereits abgeschlossene W-Seminar in Biologie zum Thema „Sekundäre Pflanzenstoffe" fand in enger Zusammenarbeit mit dem Botansich- Pharmazeutischen Institut der Universität Würzburg statt. Die meisten experimentellen Analysen und Nachweise wurden in entsprechend ausgerüsteten Labors durchgeführt. Zur theoretischen Vorbereitung auf verschiedene wissenschaftliche Arbeitsmethoden wurden die Schüler beauftragt Referate auszuarbeiten.
Im folgenden W-Seminar 2012/14 zum Thema „Ernährung" ist wieder eine Anbindung an die Universität und andere fachspezifische Einrichtungen geplant.
Projekte und Wettbewerbe im Fachbereich Biologie/Chemie
Experimente antworten…
…auf interessante Fragen verschiedener Alltagsphänomene und klären die biologischen und chemischen Hintergründe.
Im Rahmen des Kurses „Biologische Experimente und Spannendes aus der Chemie“ beteiligen sich Schüler der Unter- und Mittelstufe mit Begeisterung regelmäßig und erfolgreich an den drei mal jährlich vom Kultusministerium Bayern ausgeschriebenen Wettbewerbsrunden.
Einzelne Schüler wagten sich auch an die „Internationale Science Olympiade“, die sich mit Fragestellungen aus den Naturwissenschaften befasst. Sie findet jährlich statt und verläuft in einzelnen Wettbewerbsrunden.
Das W-Seminar im Fach Biologie des ersten G8-Jahrganges befasste sich mit dem Rahmenthema „Sekundäre Pflanzenstoffe“ und erlebte eine hervorragend gestaltete Zusammenarbeit mit dem Pharmazeutisch-Botanischen Institut der Universität Würzburg. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei wissenschaftliche Methoden der Wirkstoffanalytik kennen und führten sie mit ihren selbst gewählten Pflanzenstoffen erfolgreich durch.
Brigitte Rapp
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Betreuung von Wettbewerben
Experimente antworten, Science Olympiade
Für naturwissenschaftlich interessierte Schüler mit Freude am Experimentieren und Lust am Entwickeln eigener Ideen zur Problemlösung wissenschaftlicher Fragestellungen, gibt es das Angebot zur Teilnahme am Landeswettbewerb „Experimente antworten" oder auch die „Science Olympiade". Die Schüler sind dabei häufig auf die Betreuung durch Erwachsene, besonders natürlich Fachlehrer angewiesen, um sicher und mit entsprechender Ausrüstung experimentieren zu können oder Hilfestellungen beim Erfassen der theoretischen Hintergründe zu erhalten.
Der Landeswettbewerb findet jährlich in drei Runden statt, die Teilnahme erfolgt aber unabhängig voneinander.
Im Rahmen des Wahlkurses „Naturwissenschaftliches Experimentieren" wird den interessierten SchülerInnen die Betreuung bei der Teilnahme angeboten, jedoch sind zum Ausprobieren der Experimente, zum Verfassen der Protokolle zusätzliche Treffen nötig. Im kommenden Schuljahr 2012/13 ist daher die Einrichtung eines eigenen Kurses für solche Wettbewerbe in Überlegung.
Biologie - Das Fachprofil
1. Selbstverständnis des Faches
Das Fach Biologie erschließt die Welt des Lebendigen und verschafft einen Einblick in Arbeitsmethoden und Denkweisen der Naturwissenschaft. Diese Erkenntnisse fördern bei den Schülern Kompetenzen, um an aktuellen Themen der Medizin, Ernährung, Gentechnik, Biotechnologie und Umwelt teilzuhaben. Von besonderem Interesse ist im Rahmen der christlichen geprägten Erziehung der Schüler die Vermittlung der Achtung vor der Schöpfung und der Verantwortlichkeit des Handelns in unserer Welt.
2. Beitrag zur gymnasialen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung
Im Biologieunterricht werden die Schüler mit der empirischen Erkenntnismethode vertraut gemacht und damit sowohl theoretisch als auch praktisch an wissenschaftliche Arbeitsweisen herangeführt.
Dieser Weg der Erkenntnisgewinnung erfordert von den Schülern Abstraktionsvermögen und logisches Denken, das beim Arbeiten mit Modellvorstellungen geschult werden kann.
Naturbegegnungen stärken den emotionalen Bezug zu allem Lebendigen einschließlich des Menschen und fordern ihnen gegenüber respektvolles Verhalten.
Die Beschäftigung mit dem Lebendigen schafft eine Grundlage für eine Nachhaltigkeit im verantwortungsbewussten Denken und Handeln zugunsten folgender Generationen.
3. Ziele
Die Schüler gewinnen über alle Jahrgangstufen Einblicke und Kenntnisse in alle Teilbereiche der Biologie, lernen Methoden wissenschaftlichen Arbeitens kennen und erfassen die biologischen Zusammenhänge, die die Teilbereiche miteinander zu einem Bild des lebendigen Gefüges unserer Erde verbindet.
Dabei ergibt sich eine Verknüpfung mit anderen Fachgebieten, vor allem der Gesellschafts- und Geisteswissenschaften.
Das ausführliche Fachprofil und den Fachlehrplan der einzelnen Jahrgangsstufen ist beim Staatsinstitut für Bildungsforschung (ISB) nachzulesen.
www.isb.bayern.de
Diese Basiskonzepte der Erkenntnisgewinnung im Fach Biologie bilden in allen Jahrgangsstufen den Leitfaden der Wissenserarbeitung und –vermittlung. Die Schüler erfahren diese Konzepte als ein Konzept der Natur, das sich auf allen Organisationsstufen der Lebewesen wiederholt.
Chemie - Das Fachprofil
1. Selbstverständnis des Faches
Vom Beginn der Menschheit an findet eine stetige und wachsende Auseinandersetzung des Menschen mit den Stoffen seiner Umwelt und deren Veränderungen statt. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung der heutigen Teilgebiete der Chemie, die uns mit den Wissenschaftszweigen der Ernährung, Energieversorgung, Werkstoffproduktion, sowie der Bio- und Gentechnik das Leben und die Zivilisation auf unserer Erde ermöglichen und bereichern.
Ziel ist es, den Schülern einen Überblick über die chemischen Stoffe und deren Reaktionsverhalten zu vermitteln und sie mit Denk- und Arbeitsweisen der Chemie vertraut zu machen.
2. Beitrag zur gymnasialen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung
Im Fach Chemie stehen zwei Strategien der Erkenntnisgewinnung im Mittelpunkt: zum einen das Abstraktionsvermögen durch Analyse und Deutung chemischer Sachverhalte und zum anderen die Verknüpfung chemischer Reaktionsabläufe mit deren Modellvorstellungen auf Teilchenebene.
Für die Schüler soll damit ein Einblick in die wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung und deren Grenzen ermöglicht werden. In der Praxis findet dies vor allem beim selbstständigen Experimentieren statt, wobei darüber hinaus grundlegende Arbeitshaltungen sowie kreatives Denken und Teamfähigkeit eingeübt werden können.
Durch den Chemieunterricht sollen die Schüler ein Verständnis für Fragen der Industrie und Technik sowie eine Sachkompetenz für gesellschaftlich relevante Diskussionen entwickeln. Sie erlangen eine Basis für verantwortliches Handeln im Umgang mit Stoffen, vor allem vor dem Hintergrund abnehmender natürlicher Ressourcen.
3. Ziel und Inhalte
Der Chemieunterricht fördert neben der Vermittlung von Fachwissen Phänomene chemischer Sachverhalte in ihrer Umwelt zu deuten und zu kommunizieren. Zur Veranschaulichung der praktischen Bedeutung von Chemie in Industrie und Technik dienen Erkundigungen von Betrieben und wissenschaftlichen Labors, um auch gleichzeitig einen Eindruck der modernen Arbeitswelt zu vermitteln.
Das ausführliche Fachprofil und den Fachlehrplan der einzelnen Jahrgangsstufen ist beim Staatsinstitut für Bildungsforschung (ISB) nachzulesen.
www.isb.bayern.de
Diese Basiskonzepte der Erkenntnisgewinnung im Fach Chemie bilden in allen Jahrgangsstufen den Leitfaden der Wissenserarbeitung und –vermittlung. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Konzepte als wissenschaftlichen Prozess des forschenden und problemlösenden Denkens in der Chemie und bringen sie stetig bei der Vertiefung des zu vermittelnden Stoffes zur Anwendung.


















