EGM feiert mit seinen Alumni

Rund 50 ehemalige Schülerinnen und Schüler des Egbert-Gymnasiums folgten am Samstag der Einladung zu einem Herbstfest an ihrer einstigen Schule. Bei Musik und einem Secco ins Gespräch über die alten Zeiten kommen – nach diesem Motto wurde das Fest erstmals in dieser Form veranstaltet. Unter dem Dach des „Münsterschwarzacher Kreises MSK“, des Fördervereins des Gymnasiums, ist seit Längerem eine Gruppe aktiv, die vor allem die jüngeren Ehemaligen wieder etwas stärker zusammenführen will. Den musikalischen Hintergrund für das Fest lieferte die Band „Church Street 10“, in der selbst ehemalige Schüler aktiv sind. Die Prägung durch die Schule verliert man sein ganzes Leben lang nicht. Dies machten auch Vater Abt Michael Reepen OSB, Schulleiter Robert Scheller und langjährige Schulpatres wie „Turnpater“ Edmar Greif und Pater Franziskus Büll durch ihren Besuch deutlich.

Weitere Bilder:https://drive.google.com/open?id=1U_zmI6E3jCaXJPryT8DM_H2i7d1qOH8S

 

EGM-Alumni

Das Ehemaligen-Netzwerk des Egbert-Gymnasiums

Liebe Ehemalige, Lehrer, Schüler und Freunde des EGM,denkt ein wenig zurück. Gerade noch habt Ihr mit Euren Klassenkameraden und Freunden ausgelassen das Abitur gefeiert. Ihr habt Euch über neun Jahre fast täglich gesehen. Nach der Feier herrscht Aufbruchstimmung, jeder möchte endlich seinen eigenen Weg gehen und es ist ganz natürlich, dass der Kontakt untereinander abnimmt. Damit die Verbindung zwischen den Ehemaligen nicht völlig abreißt, haben wir im Internet einen zentralen Ort für alle Ehemaligen des EGM eingerichtet.

EGM-Alumni ...

verfolgt das Ziel, den Kontakt unter den Ehemaligen langfristig aufrecht zu erhalten und die Bindung zum EGM zu bewahren. Wir möchten in den nächsten Jahren eine einzigartige und umfassende Institution aufbauen, die sich von bereits bestehenden Studentenverzeichnissen oder Business-Clubs unterscheidet.
Wir sehen den größten Unterschied darin, dass in unserem Netzwerk keine Anonymität herrscht, sondern alle Mitglieder irgendwie durch eine gemeinsame Vergangenheit miteinander verbunden sind. Zu unserer Zielgruppe zählen Ehemalige, angehende Absolventen und Schüler des EGM.

Mit Hilfe der Homepage soll eine jederzeit aktuelle Adressenliste erstellt werden. Hierzu haben wir für registrierte Benutzer einen zugangsgeschützten Mitgliederbereich eingerichtet, in dem jeder Ehemalige sein eigenes Profil anlegen und seine Adresse online aktualisieren kann.

Wir bieten Euch ...

  • Eine kostenlose Mitgliedschaft
  • Ein überschaubares und lebendiges Netzwerk von Ehemaligen des EGM
  • Weitreichende Kontakte zu Ehemaligen in führenden Unternehmen und zu einflussreichen Persönlichkeiten
  • Die Möglichkeit „Soft skills“ und Erfahrung durch aktive Mitarbeit und soziales Engagement zu erwerben
  • Beratung und Hilfe in vielen Bereichen
  • Weiterbildungsmöglichkeiten in Form spezieller Angebote für Ehemalige und Schüler
  • Ein Erlebnis von Gemeinschaftsgefühl und Freundschaft.


Zu unserer Homepage

MSK

Der "Münsterschwarzacher Kreis e.V." hat die Aufgabe, die Benediktinerabtei Münsterschwarzach in ihren erzieherischen und schulischen Aufgaben zu unterstützen. Die zur Verfügung gestellten Mittel sind zweckgebunden für das Egbert-Gymnasium, einem staatlich anerkannten Gymnasium mit angeschlossenem Tagesheim, zu verwenden. Die finanzielle Situation des Egbert-Gymnasiums ist in den vergangenen Jahren schwieriger geworden. Die Leistungen des Staates wurden eingeschränkt. Die Zahl der klösterlichen Lehrkräfte ging zurück. Das Egbert-Gymnasium hat, bedingt durch das Schulkonzept (ganzheitliche Bildung) mit den vielfältigen und zusätzlichen Angeboten einen höheren Finanzaufwand als die staatlichen Schulen. Trotz eines enormen finanziellen Engagements der Abtei bestand daher die Notwendigkeit, ab dem Schuljahr 1998/99 ein Schulgeld einzuführen. Darüber hinaus will der Münsterschwarzacher Kreis Zusammengehörigkeitsgefühl fördern, Begegnungen pflegen und den Nachkommenden diese Erfahrungen weitergeben.

Aufgaben

Der "Münsterschwarzacher Kreis e.V." möchte mit seinen Möglichkeiten dazu beitragen, den Bestand des Egbert-Gymnasiums zu sichern. Langfristiges Ziel ist, ein Gymnasium, das sich in Angebot und Konzeption als christliche Schule von den staatlichen Schulen abhebt. Die Besonderheit unserer Schule erfordert aber zusätzliche finanzielle Mittel, die der Schulträger nicht übernehmen kann. Der "Münsterschwarzacher Kreis e.V." sieht u.a. seine große Herausforderung und Aufgabe darin, ab dem Schuljahr 1998/99 das anfallende Schulgeld bei Bedürftigkeit voll oder in Teilbeträgen zu übernehmen. Er setzt sich dafür ein, dass auch in Zukunft jeder das Egbert-Gymnasium besuchen kann. So kann Solidarität und ein Gemeinschaftsgefühl wachsen.

Ziele - Angebote

Der "Münsterschwarzacher Kreis e.V." sieht neben der finanziellen Unterstützung für das Egbert-Gymnasium eine wichtige Aufgabe darin, die Verbindung der Förderer, Freunde und Ehemaligen des Egbert-Gymnasiums aufrecht zu erhalten und zu unterstützen. Neben den unterschiedlichsten Angeboten in verschiedenen Regionalkreisen findet jedes Jahr in Münsterschwarzach eine mehrtägige Veranstaltung statt. Daneben werden Studienfahrten und religiöse Veranstaltungen angeboten. Mindestens alle drei Jahre findet eine Mitgliederversammlung statt, in der auch der Vorstand des Vereins gewählt wird.

Was sie tun können

Durch Ihre Mitgliedschaft im Verein "Münsterschwarzacher Kreis e.V." ermöglichen und unterstützen Sie das Angebot und den Fortbestand des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach als christliche Schule, die sich ganz bewußt vom Angebot der staatlichen Schulen abhebt!

Beitragsformular

Vorstand

Hadwiger Hermann                       1. Vorsitzender

Dr. Nüßlein Andreas                       2. Vorsitzender

Pater Christoph Gerhard OSB        Kassenwart

Sinning Andreas                            Schriftführer

Prof. Dr. Dabauvalle Marie-Christine

Finster Ruth

Hack Hugo

Keller Roland  

Stadtmüller Ernst                          (Vertreter Alt-MSK)

StD P. Edmar Greif OSB                 (für Alt-MSK)

OStD Robert Scheller                    (Schulleiter)

Wiegand Heike                             (Vorsitzende des Elternbeirates)

Binzenhöfer Markus                       Sprecher „EGM-Alumni“

 

 

 

Mitgliederversammlung am 07.03.2015

Anlässlich der Mitgliederversammlung des MSK sprach Herr OStD Robert Scheller zum Thema

"Erziehung heute"

Sokrates fragt den Protagoras – in Platons so benannten Dialog – nach dem Gewinn, den ein Schüler aus einem Umgang mit einem Lehrer haben könnte. „Und um was selbst zu werden, gehst du zu Protagoras?“ Denn in allem nahmst du Unterricht nicht als Kunst, um ein Gewerbe daraus zu machen, sondern zur Bildung, wie es einem von freier Herkunft, der sich selbst leben will, geziemt.“ Von hier aus beginnen mehr als 2 Jahrtausende unaufhörliche Reflexion über Inhalt und Ziele der Erziehung. Der hl. Augustinus schreibt in seinem Dialog „de magistro“ einen zentralen Gedanken nieder: Über die Dinge in ihrer Gesamtheit befragen wir nicht eine von außen her zu uns dringende, sondern die von innen her unseren Geist regierende Wahrheit. Die Augustinische Regel des „Redire in te ipsum“ – in sich (hinein)gehen - ist eine höchst pädagogische. Nur aus diesem Dialog können entscheidende Grunderkenntnisse und Grundhaltungen gewonnen werden. So zeigen sich im abendländischen Erziehungsdenken deutlich drei Fäden: + Bildung, die weit mehr ist als Ausbildung + der einzelne Mensch in seinem je eigenen Personsein +und die Dialogfähigkeit und –bereitschaft Die Konzilserklärung „De educatione christiana“ – vor genau 50 Jahren - , nach ihren Anfangsworten auch „Gravissimum educationis“ genannt, zeigt diese Ansätze deutlich, wenn auch nicht verschwiegen werden darf, dass die beiden bekannten Konstitutionen „Lumen gentium“ und „Gaudium et spes“ auch pädagogische Perspektiven aufzeigen und wichtige Denkanstöße geben. So wird der Erziehungsauftrag sehr deutlich gemacht, nämlich „allen Menschen den Heilsweg zu verkünden, dass sie zur Fülle des Lebens gelangen können“. So wird klar, dass die Konzilsväter 1965 den „Erziehungsgedanken“ recht gesehen haben, zumal gerade in diesen Jahren vieles im Fluss war:    Curricula, Schulreformen und gesellschaftliche Prozesse standen in den 68er hoch im Kurs und überzogen fast alle Lernvorgänge in Schule, Kindergarten und Elternhaus. Ab 1972 gab es dann einen lauter werdenden Ruf nach Wiedergewinnung des Erzieherischen und nach Mut in der Erziehung. In den folgenden 20 Jahren versiegte diese Forderung, bis gerade in den 90er Jahren wieder „die Pflicht zur Erziehung“ und „Erziehung als Aufgabe“ angemahnt wurden. Wir dürfen in unserem christlichen Umfeld zudem festhalten: Das Wesensmerkmal des Menschen, Personalität zu haben gründet letztlich im Glauben. Wie ein Mensch sich Wissen und Haltung beibringt, ist und bleibt sein eigener Erfolg oder Misserfolg. Er ist in seine Freiheit gestellt. In jedem Augenblick seines Daseins hat er vor sich, das, was er tut oder unterlässt, zu verantworten.                                              
So hat der in der Erziehung befindliche, der „educandus“ Anspruch auf Begleitung, wie es der vom Griechischen stammende Begiff des „Pädagogen“ – des Kindesbegleiters – so treffend zum Ausdruck bringt. Er braucht in seiner Freiheit manchen Anstoß, manche Ermahnung, manche Ermunterung, manchen Hinweis, um seiner Verantwortung gerecht werden zu können und so zu seiner Sinnfindung zu gelangen. In der Erziehungserklärung wird den Eltern erstmals eine originäre Verantwortung zugeschrieben. „Da die Eltern ihren Kindern das Leben schenkten, haben sie eine überaus schwere Verpflichtung zur Kindeserziehung. Ihr Erziehungswirken ist so entscheidend, dass es dort, wo es fehlt, kaum zu ersetzen ist. So ist die Familie die erste Schule der sozialen Tugenden (Art. 3). Auch der Theologe und Pädagoge Friedrich Schleiermacher betont 1826 den hohen Rang der Eltern: „Ursprünglich erziehen die Eltern. Denn was bei den Eltern mehr hervortritt, das Erziehen im engeren Sinne oder die Entwicklung der Gesinnung das tritt bei den Lehrern mehr zurück Das II. Vaticanum benutzt „formatio“ für Bildung und „formare“ für bilden. Daraus wird deutlich, dass die wahre Erziehung die Bildung der menschlichen Person erstrebt. (Art.1) Erkennbar wird, dass Bildung eben das meint, was der Mensch im Prozess der Aktuierung seiner Person aus sich selbst macht. Hinsichtlich einer dialogischen Grundstruktur des Pädagogischen dürfen wir annehmen, dass es zwischen dem „Erziehen“ und „Erzogen werden“ diesen dialogischen Nexus gibt. Sie provozieren einander, vertrauen und hoffen aufeinander, beargwöhnen und streiten sich auch. Dialog müht sich also um den gerechten Ausgleich verschiedener Interessen, billigt möglichst allen gleiche Rechte zu, ringt um die Verbindlichkeit der Argumente und einen möglichen Kompromiss, verzichtet auf jede Form von Zwang, aber auch auf Neutralismus. So bleiben auch 50 Jahre nach „Gravissimum educationis“ wichtige Appelle: *Vermittlung des notwendigen und geeigneten Rüstzeugs an die anvertrauten Kinder und Jugendlichen, um sich wirksam und effizient in die versch. Gruppen der menschlichen Gesellschaft einzugliedern (Art 1), *Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Eltern (Art 8) In „Gravissimum educationis“ fanden pädagogische Gedanken Eingang, die den Spiegel der klassischen Pädagogik nicht zu fürchten brauchen und  der Auftrag, um des Menschen willen das Geheimnis und Bekenntnis des Glaubens in einer gottferneren Welt unserer Zeit wieder zu verlebendigen. Vieles finden wir noch heute in Stein gemeißelt über dem Portal der 1419 gegründeten Universität zu Rostock: Doctrina multiplex – Veritas una – eine vielfältige Lehre – aber eine Wahrheit.                                                                                                                                              In der heutigen Zeit gibt es viele Bücher und Veröffentlichungen zu Erziehung – aber wie geht es… *Helikopter – Eltern – Schulleiter J. Kraus referierte in Kitzingen u. bei uns (Peer hatte sein Buch als Titel gewählt…) Wir erziehen eine unmündige Generation Es gibt ein Sicherheitsbedürfnis der Eltern. Sie schenken ihren Kindern Handys und benutzen diese als elektronische Fussfessel. Das Kind muss immer und überall zu orten sein. Und Eltern glauben für ihr Kind immer erreichbar sein zu müssen: Bsp.:  Am Ende des Sportunterrichts holt eine 7. Klässerin ihr Handy aus der Tasche: Mama ich habe meine Trinkflasche vergessen, kannst du sie mir bringen… und Mama bringt sie… Das Ergebnis = das „Prinzessinnen – Syndrom“ verwöhnte, überbehütete Kinder. Die Verantwortung bleibt … Ein Vater bringt einer Schülerin 8. Klasse häufig etwas Vergessenes nach. Bitte, bitte, die muss das merken… *So die FAZ (13.08.13): Narziss macht jetzt den Bachelor: „Mama kannst du bitte meine Handyrechnung bezahlen? – die erste Generation überbehüteter Kinder bevölkert die Universitäten.. Die Frage lautet nicht: Was kann mein Kind für sein Fortkommen tun? Sie lautet: was kann ich für die Erfolgsbiographie meines Kindes tun… *Kampfzone Eltern gegen Lehrer (Stern 10/2014): Streit um Kleiderordnung – Mutter ist mit Maßnahme nicht einverstanden und geht bis vors Verwaltungsgericht. Mutter erzählt: Wir haben nicht Recht bekommen, da haben wir das Gespräch beim Rektor abgebrochen. Wir sagten, dann gehen wir vor Gericht. Fertig! *Klagefreudige Eltern - Kampfzone Klassenzimmer (Stern 12/14)  - eine Schulanwältin erlebt täglich, wie sich die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften verändert hat. Bei Problemen und Unzufriedenheiten wird schnell ein Anwalt eingeschaltet.. *Lehrer sind keine Sozialarbeiter (SZ 7/14)– J. von der Lippe: wer hat die Hand am Puls der Zeit, der Lehrer – wer ist engagiert und allzeit bereit? – der Lehrer, der Lehrer – Wer schlägt sich ständig mit Eltern herum und darf nie sagen, das Kind ist dumm? – der Lehrer, der Lehrer.. Das öffentliche Bild des Lehrerberufs hat sich zuletzt stark gewandelt: Von der schier unumstößlichen Autorität, seit im 18. Jht. das Schulwesen breitere Schichten erfasste, blieb in der Bundesrepublik zunächst immer weniger übrig. In den Neunzigerjahren kam gar Lehrerschelte groß in Mode. Da waren es nicht mehr nur Stammtische, die bei dem Beruf über Ferien und freie Nachmittage schimpften. Lehrer seien „faule Säcke“, die „lieber alle Fünfe gerade sein lassen“ hat der spätere Kanzler Schröder gesagt. Als zu Beginn des Jahrtausends der der Pisa – Schock eintrat, änderte sich der Blick wieder, ins Positive. Gut Leistungen kommen durch gute Lehrkräfte, stellt man fest. Studien zeigten, dass Klassengrößen weniger wichtig für guten Unterricht sind als das Personal am Pult.                                                                                                        
Doch mit den Pisa – Studien hat sich aber auch manches zum Schlechteren gewandelt. Leistungen werden scheinbar exakt messbar, werden regelmäßig überprüft. Aber ein – zwar harter, aber doch angemessener Vergleich: „vom vielen Wiegen wird ein Schwein auch nicht fetter…“ Schulen entwickeln Profile, es gibt neue Konzepte, immer wieder Reformen. So sehr Schulpolitik moderner geworden ist, so sehr zwingt sie Lehrer dadurch in Korsette. An manchen Schulen  herrsch Angst, ja nichts falsch zu machen. Und mit normalen Eltern, die der Institution Schule vertrauen, hat es ein Lehrer immer seltener zu tun. Es wachsen dagegen die Extreme: Eltern, die ihre Kinder fast vernachlässigen, und Eltern, die sich derart fordernd einbringen, als säßen sie selbst auf der Schulbank. Für beides sind Lehrer nicht richtig ausgebildet, für beides sind Abläufe des Schulalltags nicht gemacht. Im Januar ist ein neuer Film“Frau Müller muss weg“ in die Kinos gekommen. „Chrismon“ führte darüber ein Gespräch  mit den Hauptdarstellern (z.B. Anke Engelke): Wir brauchen wieder Vertrauen in die Schule… Die zweite Gruppe von Vätern und Müttern werden oft „Helikopter-Eltern“ genannt, jederzeit zum Landeanflug bereit. Das ist heute Alltag: in der letzten Stunde vor den Faschingsferien mussten wir den Notarzt rufen …, eine Mutter, die schon in ihrem Auto auf ihren Sohn (6.Jgstufe) wartete, rief sofort über Handy im Sekretariat an: „Kommt der Notarzt wegen unserem Sohn ….“. Da klagen Eltern – auch vor Gericht – über schlechte Noten; da ist die Telefonnummer der Schulleitung unter Kurzwahl gespeichert; da wird viel von „wir“ gesprochen: *wir schreiben morgen eine Mathearbeit *wir müssen noch ein Referat machen Unabhängig von manchen Exzessen setzt sich der Gedanke durch: *Lehrkräfte gelten als Dienstleister, bei der Ausformung der Bildungsbiografie Dass zur Reifung eines jungen Menschen auch Rückschläge, auch Grenzerfahrungen gehören, ein Suchen, ein Ausprobieren – wird kaum noch gestattet Es herrscht „Bildungspanik“, wie es der Soziologe Heinz Bude definiert hat. Lehrer geben Noten; sie sagen nicht mehr: „du bist die tolle Laura, du bist der Super – Fabian“ Sondern: die Leistung war eine 3“ Eine unglaubliche narzistische Kränkung für manche Eltern. Annähernd die Hälfte eines Jahrgangs macht heute Abitur. Mithalten muss man da, der Dienstleister muss liefern. Zugleich werden die Schulen mit Ansprüchen überfrachtet: *die Wahlbeteiligung von Erstwählern ist zu niedrig- haben die Lehrer versagt? *Minderjährige knallen sich mit Wodka voll – gab es dazu nichts im Unterricht? *Jugendl. geraten in die Handy–Schuldenfalle – warum  nicht i.Unterricht behandelt? Auch eine grundlegende gesellschaftliche Entwicklung dürfen wir nicht außer Acht lassen: *In den letzten 10 bis 20 Jahren nimmt die Zahl der Alleinerziehenden stark zu. Man bindet sich, weil man ein Kind will – nicht unbedingt, weil man einen Partner will. Es gibt eine einzige Beziehung, die unkündbar ist im Leben, nämlich die zw. Eltern und Kindern. Deshalb ist die Dramatisierung des Kinderschicksals, die wir heute haben–besonders in den mittl. Schichten – auch die Angst, allein im Leben dazustehen. *Ganz aktuell haben wir noch einen neuen Trend: Gerade für gebil. Frauen ist es wieder chic, Kinder zu haben und diese vorzuzeigen. Für manche von ihnen ist die Powerfrau inzwischen etwas Abschreckendes, die für Ihre Karriere auf Kinder verzichtet, die alleine bleibt. So bleibt der Wunsch, dass die Öffentlichkeit der Erziehung und Begleitung der anvertrauten jungen Menschen wieder den Platz einräumt, der ihnen gebührt. Es wird zu viel über schlechte Pädagogen geredet, aber kaum über gute und engagierte – die gibt es in großer Zahl. Beim großen Geburtstagssymposion zum 70.Geburtstag von P. Anselm wurde in der abschließenden Runde deutlich die Frage formuliert: „Was geben wir unseren Kindern mit für die Zukunft, rüsten wir sie aus, Verantwortung übernehmen zu können. Eltern müssen wieder hinter den Lehrkräften stehen. Die Lehrkräfte sollten mehr Mut zeigen, die schönen Erfahrungen in der Begleitung von jungen Menschen in den wichtigen Jahren des Heranwachsens und Reifens zu schildern. Da freut es einen Schulleiter auch nach langen Jahren der Erfahrung - doch sehr, wenn er manchen Brief bekommt, in dem Zufriedenheit, ja Dankbarkeit  zu spüren ist: In einen darf ich Sie  zum Abschluss kurz Einblick nehmen lassen: Spätestens als ich Ihr Büro betrat, war ich mir sicher, „Hier sind wir richtig“. Es erinnerte mich nicht an ein Büro eines Schulleiters im klassisch nüchternen, schmucklosen Stil, sondern an Hogwarts aus Harry Potter, mit seinem klugen und herzlichen Rektor Dumbledore, der für Harry gleichsam zu einer Vaterfigur wird. Wenn sie von „den jungen Leuten“, also ihren Schülern reden, dann, ich hoffe, sie mögen den Vergleich, sind sie für uns der „Dr. Böck“ aus Erich Kästners „das fliegende Klassenzimmer. Eine solche Schule habe ich mir für meine Tochter immer gewünscht, weil ich selbst auf keine schöne, eher von Angst als von Vertrauen geprägte Schulzeit zurückblicke. Unsere Tochter liebt das EGM und ist schon „schwupp die wupp“ in der 9. Klasse angelangt. Sie nutzt wie selbstverständlich, alle Angebote, hat ihre Erfolge und fühlt sich als EGM-ler. Auch der besondere Spirit der Schule, der kommt durch Personen. Leidenschaft für die Sache, Herzblut und Autorität, ohne unnahbar zu wirken. Das nehmen Eltern wie Schüler wie selbstverständlich hin. Ist es aber nicht! Eine tolle Schule ist wie ein gut geführter Betrieb. Die Leitung gibt den Team – Spirit vor und die Mitarbeiter nehmen ihn auf, verkörpern und füllen alles in diesem Sinne an. Gute Ideen finden ihren Weg und werden nicht gebremst. Die jungen Leute ziehen mit und werden zu Persönlichkeiten. Es entsteht ein lebendiger, gesunder Organismus, den man schon beim Betreten des Schulhauses spürt… So eine Einschätzung ermutigt und motiviert – auch einen langgedienten Schulleiter. Denn auch heute gilt noch: „Tadel entmutigt – Lob ermutigt.

test