Mit Schlupfwespen gegen den Maiszünsler

  

Es gibt Schädlingsbekämpfung und es gibt Schädlingsbekämpfung. In der Abtei Münsterschwarzach setzt man auf natürliche Methoden. Und das wurde direkt zu einem Freiluft-Corona-Unterricht.

Mit einer Drohne sind Kugeln mit Eiern der sogenannten Trichogramma Schlupfwespen auf den Maisfeldern der Abtei Münsterschwarzach ausgebracht worden. Sie sollen gegen den Maiszünsler, einem Schädling, in dessen Eiablage wirken indem sie diese mit eigenen Eiern befallen. Diese natürliche Schädlingsbekämpfung konnten Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe im Geografieunterricht von Anette Müller-Kaler direkt miterleben.

Das Kennenlernen der Landwirtschaft der Abtei Münsterschwarzach und die damit verbundenen Planungen setzt im Großen fort, was die Geografielehrerin bereits während der coronabedingten Schulschließung mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert hat: Mit einem Anpflanzungsprojekt von Nutzpflanzen zuhause sollten sie sich mit der Landwirtschaft und vor allem den damit verbundenen Kosten und Aufwänden auseinandersetzen.

Die natürliche Schädlingsbekämpfung trägt dem groß angelegten Münsterschwarzacher Ökoprojekt Rechnung. Statt künstlicher Mittel werden die Kugeln alle zehn Meter mit einer speziell programmierten Landwirtschaftsdrohne im Feld ausgebracht. Innerhalb weniger Tage schlüpfen daraus die Trichogramma, die ihre Eier wiederum in den Eigelegen der Maiszünsler ablegen. So hofft die Landwirtschaft der Abtei optimal gegen den Maiszünsler vorzugehen.

Die Abtei Münsterschwarzach bewirtschaftet etwa 330 Hektar an Nutzfläche. Der Anbau erstreckt sich über Getreide, Mais, Kartoffel oder Zuckerrüben. Ein großes Anliegen ist dabei die Verantwortung für die Schöpfung, wobei etwa auf genveränderten Pflanzen verzichtet und der Einsatz von Dünger und Spritzmitteln auf ein Minimum reduziert wird.

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