Fachschaft Deutsch

 

Stufen
           

Hermann Hesse

 

 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulicheingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender  Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegensenden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden....

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lehrkräfte der Fachschaft Deutsch


Elmar Bürger und Dr. Herbert Müller Fachbetreuung

Michael Aust / Markus Binzenhöfer / Kathrin Brandl / Sandra Ehmer / Brigitte Feldlin-Hansel / Rudolf Heß / Heike Höhn / Karin Illner / Dr. Reinhard Klos / Christiane Kropp / Peter Olschina / Martin Pohl / Christian Graf / Sandra Royé / Jutta Sandeck / Judith Schmitt/ Gerald Schmitt-Friedel / Martina Weinich

 

Wir arbeiten mit ...

  • Deutschbuch von Corbnelsen (5./6. Jahrgangsstufe)

  • Verstehen und Gestalten von Oldenbourg (Unter- und Mittelstufe)
  • Deutschbuch von Cornelsen (Oberstufe)

Die Angebote in den einzelnen Jahrgangsstufen finden sie ausführlich hier.


Das bisherige Schulaufgabenprogramm wird sukzessive ab 2017/18 mit dem LehrplanPlus von Schreibaufgaben "Schreiben als Prozess" abgelöst.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Ludwig Wittgenstein

 

Das Selbstverständnis des Faches Deutsch gründet in der Sprache, die Menschsein ausmacht, Voraussetzung für Kommunikation und Kultur ist und zu verantwortungsbewusstem Handeln befähigt. Wertevermittlung und ästhetische Erziehung sind somit zentrale Anliegen des Faches Deutsch.   [mehr]

 

 

Das Fundament der Kultur und der Bildung wird in der Schule gelegt. Das ist eine große Chance und eine zentrale Aufgabe für den Deutschunterricht. Bildung ist nach einem Wort von Georg Wilhelm Friedrich Hegel dort vorhanden, wo einer die Gedanken eines anderen, auch wenn er sie nicht teilt, zu verstehen sucht. Dazu muss er sie aber erst einmal kennen. [mehr]

„Selbst denken, selbst urteilen ist das Vorrecht des Menschen [...] und die höchste Quelle seines Glücks. Johann Gottlieb Fichte

 

 

 

 

 

 

 

Lesetage 24.-26.Juli 2018

Auch in diesem Schuljahr bieten wir den Schülern der 7.Klassen in der letzten Schulwoche am Übergang zu den Ferien die sog.Lesetage an.

Beschäftigten wir uns im Afrikajahr 2017 mit Lektüren zum Thema Afrika jenseits der Flüchtlingsproblematik, im Vorjahr 2016 mit dem aktuellen Thema Kinder auf der Flucht ( Lektüren zum Thema Flucht und Migration ), so stehen im Zentrum der diesjährigen Lesetage zeitlose,aber dennoch in der Vermittlung von Lebensweisheit immer aktuelle Texte : Märchen. Es geht an diesen Tagen um das Erinnern,Lesen, Erzählen , Neu-Entdecken  und Illustrieren von Märchen.(künstlerisch-kreativer Teil). Ebenso werfen wir einen Blick in literarische Texte der Mittel-und Oberstufe,in denen Märchen zu finden sind (zB Woyzeck von Büchner oder Faust).Die Sprach-und Leseförderung besteht darin, dass Märchen sowohl gelesen werden (in Kleingruppen),als auch erzählt werden.Dabei spielt die Erinnerung an die Lieblingsmärchen der Kindheit eine besondere Rolle.Sie auf einer neuen Stufe besser zu verstehen, zu hinterfragen und mit den jeweiligen, altersgemäßen Verstehenshorizonten in Verbindung zu bringen, wird Aufgabe des Unterrichts in Arbeitsgruppen sein.

Wir beginnen am Dienstag mit einer Vorführung des Papiertheaters Kitzingen,das mit seiner Miniaturbühne unter Leitung von Gabriele Brunsch ins EGM kommt. Gezeigt wird das bekannte Märchen „Der Froschkönig“,frei nach den Gebrüdern Grimm.In der humorvollen und besinnlichen Umsetzung geht es anfängich hauptsächlich um den König, denVater, dem es nicht gelingt,sich den Wünschen seines verwöhnten ,jüngsten Kindes zu widersetzen....... In der Nachbereitung werden wir erkennen, dass das Märchen eine mündlich tradierte Textform ist, die immer wieder Veränderungen erfuhr und erfährt (vgl.mod.Märchen).Am Mittwoch wird uns die Märchenerzählerin und Museumspädagogin Gesine Kleinwächter aus Würzburg besuchen,der es ein Anliegen ist in der heutigen medienüberfluteten Zeit Hin-und Zuhören zu schulen.“Wenn Kinder sich mit Figuren in Märchen identifizieren,finden sie ihren eigenen Platz in der Geschichte, in einer bestimmten Situation und schließlich auch in der Welt. Gestärkt in ihrer eigenen Person,überwinden sie nicht nur ihre Sprachlosigkeit und können sich so in der Welt behaupten“,schreibt sie in homepage und weiter:

„Die Märchen … bergen die Weisheiten unserer Kultur und malen mit der für uns alle verständlichen ,klaren Symbolsprache Bilder des Lebens in unsere Herzen.“ Sie hat einen interaktiven Märchenvormittag geplant, an dem die Schüler das Gehörte kreativ umsetzen können.       

Nach so viel Inspiration werden die Schüler am dritten Projekttag das Gehörte,Gesehene,Gelesene umsetzen und ein Märchenbuch herstellen und illustrieren.

Christiane Kropp

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