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Schuljahr 2010/2011

Das Nano-Shuttle besucht das EGM


Das Nano-Shuttle brachte wieder viele interessante Dinge mit: Die Schüler der achten und zehnten Klassen konnten sich bei einem Vortrag eingehend über die Forschung in der Nanotechnologie informieren. Anschließend hatten die Schüler die Möglichkeit, selbst "Hand anzulegen". Bei kleinen Versuchen bekamen sie Einblick in die Möglichkeiten dieses Forschungsgebiets. So experimentierten sie mit wasserabweisenden Stoffen, magnetischen Flüssigkeiten oder auch mit "sich an Formen erinnernden" Drähten.

 


Nach 20 Jahren als stellvertretender Schulleiter:

 

Winfried der Große geht in den Ruhestand

 

Zum Abschied gab es keinen Haus-, sondern einen „Krausschoppen“: Winfried Kraus, stellvertretender Schulleiter am Egbert-Gymnasium, geht zum Ende dieses Schuljahrs in den Ruhestand. Der Sommeracher hatte die letzten drei Jahrzehnte an der benediktinischen Schule unterrichtet und viele Schülergenerationen nachhaltig geprägt.

 

Nach Stationen in Aschaffenburg und Würzburg kam er 1981 nach Münsterschwarzach, um das Amt des Kollegstufenbetreuers auszuüben. Mit großer Genauigkeit und Kreativität baute er die Kollegstufe am Egbert-Gymnasium auf. Zehn Jahre später erfolgte die Berufung zum stellvertretenden Schulleiter, damals noch unter Pater Cornelius Hörnig. Seitdem erstellte Winfried Kraus die Raum- und Stundenpläne. Außerdem war er dafür zuständig, die Vertretungen einzuteilen, wenn Lehrkräfte krankheitsbedingt ausfielen. Schließlich hatte er auch für alle Schüler ein offenes Ohr, wenn es ihnen tagsüber schlecht ging und sie sich von den Eltern abholen lassen wollten.

 

Als umfassend gebildeter Pädagoge hat Winfried Kraus die Lehrbefähigung für die Fächer Griechisch, Katholische Religion, Geschichte und Deutsch erworben. Seine Liebe gegenüber den alten Sprachen zeigte er bei vielen Studienfahrten nach Griechenland, von denen zahlreiche Griechisch-Leistungskurse profitierten. In den meist kleinen Lerngruppen erzielte er mit seinen Schülern beachtliche Leistungen. Dabei ging es ihm nicht nur um die Vermittlung von Wortschatz und Grammatik, sondern auch um das Verständnis der griechischen Geschichte und Philosophie. Unvergessen bleiben auch die zahllosen Gedichte und Liedtexte, die er zu verschiedenen schulischen Anlässen verfasste.

 

Die Schüler dankten es ihm nun mit einer gebührenden Abschiedsfeier auf dem Pausenhof. Auch Schulleiter Robert Scheller war voll des Lobes für seinen Stellvertreter: „Pflichtbewusstsein und Verantwortlichkeit waren Richtschnur für den Arbeitsalltag. Winfried Kraus versuchte dabei, auf die Erfahrungsbereiche der jungen Menschen einzugehen und immer lange ihm deren Sorgen und Nöte am Herzen.“

 

Dass es dem so Verehrten nun nach seiner Dienstzeit langweilig wird, diese Sorge ist allerdings unbegründet. Winfried Kraus ist in seiner Heimatgemeinde Sommerach seit vielen Jahren als Gemeinderat aktiv, gewann erst kürzlich mit seiner Tennismannschaft eine Meisterschaft und steht auch vor privaten „Herausforderungen“: „Ich habe drei Enkel im Alter von zwei, drei und sieben Jahren“, so Kraus. „Die freuen sich schon auf mehr Zeit mit dem Opa.“

 

 

 


Nach jahrzehntelangem Wirken:

 

Pater Franziskus und Pater Edmar am EGM verabschiedet

 

Generationen von Schülern wurden von ihnen geprägt, jetzt heißt es Abschied nehmen: Pater Franziskus Büll und Pater Edmar Greif beenden nach diesem Schuljahr ihren aktiven Dienst als Lehrer am Egbert-Gymnasium. Zusammen mit den beiden geistlichen Lehrkräften verabschieden sich in wenigen Tagen auch Elisabeth Kleemann und Siegfried Schmiedl in den wohlverdienten Ruhestand.

 

Als „Sportpater“ ist Edmar Greif weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. In den letzten 41 Jahren als Lehrer am EGM prägte er das Erscheinungsbild der Schule und feierte mit seinen Turnern große Erfolge. Er baute maßgeblich den Sportverein DJK Egbert-Gymnasium auf und trainierte die Schüler auch am Nachmittag in den Turnhallen. Wenn er nun mit 75 Jahren abtritt, blickt er auf eine beeindruckende Lebensleistung zurück. So unterstützte er auch die Schulleitung als Stufenbetreuer und kümmert sich seit vielen Jahren intensiv um den „Münsterschwarzacher Kreis, den Förderverein der Schule. In diesem Zusammenhang unternimmt er die alljährliche Pfingstfahrt, die Wanderwoche und gestaltet das regelmäßige Jahrestreffen. Darüber hinaus hielt er als Aushilfe viele Gottesdienste in den Pfarrgemeinden des Landkreises. Diese Tätigkeiten wird er auch nun, im „Ruhestand“, weiterhin ausführen.

 

Schulleiter Robert Scheller bedankte sich in einer kleinen Feierstunde nicht nur bei Pater Edmar, sondern auch bei dessen Mitbruder Pater Franziskus Büll, der seit 35 Jahren am Egbert-Gymnasium unterrichtet. Pater Franziskus weckte bei seinen Schülern die Liebe zur Biologie und zu den Tieren. Unvergessen sind die Zeiten, in denen er sogar einen kleinen Alligator beherbergte. Immer wieder unternahm er mit den Schülern Wanderungen und Exkursionen, etwa nach Memleben oder zum Winkelhof bei Ebrach. Pater Franziskus weist wie kaum ein zweiter eine universale Bildung auf. So ist er nicht nur Naturwissenschaftler, sondern auch Doktor der Theologie und hat umfangreiche Studien in Geschichte hinter sich gebracht. Seine Kenntnisse als Archivar des Klosters kamen vielen Schülern zugute, etwa wenn sie im Archäologie-Kurs die Wasserversorgung der Abtei im Mittelalter rekonstruierten.

 

Pater Franziskus ist seit vielen Jahren als Gemeinderat von Schwarzach und als Aushilfszelebrant in den umliegenden Pfarrgemeinden tätig. Diese Facetten seiner Persönlichkeit brachte er stets in den Schulalltag ein. Generationen von Schülern lernten bei ihm die Pfingstsequenz „Komm, oh Geist der Heiligkeit“ auswendig. In seinen Abschiedsworten ermunterte er die Kollegen, weiterhin den benediktinischen Bildungsauftrag zu verfolgen – auch wenn er dem Zeitgeist widersprechen sollte.

 

Ein besonderes Anliegen war und ist Pater Franziskus die Bewahrung traditioneller Werte – sowohl materiell als auch ideell: Ordnung, Disziplin und gesicherte Kenntnisse in Latein bildeten für ihn immer die Grundlage des Lernerfolgs – aber auch eine gesunde Portion Humor gehörte dazu. So meinte er, der häufig noch spät am Abend bei seinem Rundgang die brennenden Lichter im Schulhaus löschte: „Frau Merkel hat mich persönlich angerufen und mir mitgeteilt, dass das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld nun, da ich gehe, noch etwas länger am Netz bleiben wird…“

 


Schnelle Hilfe vor Ort


Seit diesem Schuljahr sorgt sich auch an unserer Schule eine Gruppe von Schülern ab der 7. Jahrgangsstufe mit Pflastern und Kühlpacks bewaffnet um kleine und größere Blessuren. Ob bei diversen Sportwettkämpfen, am Tag der offenen Tür, am Schulfest oder auch während der Pause. Bei nahezu allen Schulveranstaltungen stehen die ''Sanis'' zum Absprung bereit, um jederzeit den Schülern und auch den Lehrern Erste-Hilfe leisten zu können. In der Mitte des Jahres wurde sogar ein ''Bereitschaftsdienst per Handy'' während des Unterrichts eingerichtet, damit sie noch effizienter und rund um den Schulalltag allen helfen können. Um aber für jeden Notfall gewappnet zu sein, ist fleißiges Weiterbilden eine grundlegende Selbstverständlichkeit. Daher treffen sich alle Schulsanitäter jeden Dienstag in der 0. Stunde und üben in der Theorie und Praxis unter der Leitung von Barbara Lorey und Felix Wallström (beide 10 d) die verschiedensten Fallbeispiele. Somit blieben sie fit und jeder Situation gewachsen. Verstärkt und vertieft wurden die Grundkenntnisse noch einmal mit einem extra Erste-Hilfe-Kurs von Herrn Dr.Hessenauer.


Andrea Weber-Brandt, Juli 2011

 


 

Die Kür nach der Pflicht



Ihre schulische Pflicht am Egbert-Gymnasium haben sie längst erfüllt, dennoch sind sie immer noch live dabei, wenn die Musikensembles ihrer Schule auf der Bühne stehen: Für L. Reiners, S. Röll (beide Violine) und B. Müller (Trompete) ist es wie für viele Andere ein Herzensanliegen, dass die Verbindung zu ihrer benediktinischen Schule bestehen bleibt.

 

L. Reiners aus Iphofen machte vor einigen Wochen sein Abitur und flog dann erst einmal nach Italien: „Ich wollte Kraft schöpfen, ausruhen, die Seele baumeln lassen.“ EIN Termin stand aber schon beim Abflug fest: Am Mittwoch, den 13. Juli, sollte das Sommerkonzert „Divertimento musicale“ am EGM stattfinden – und da musste Lars natürlich dabei sein. Sein Flieger landete pünktlich am Nachmittag, sodass Lars am Abend den Radetzky-Marsch in der Schulaula intonieren konnte. Dabei spielt er gar nicht die erste Geige, sondern „nur“ die Stimme der zweiten oder dritten, aber darauf kommt es ihm gar nicht an: „Ich freue mich einfach, wenn ich mit meinen alten Kollegen musizieren darf.“

 

Gleiches gilt auch für den Albertshöfer B. Müller, der vor einigen Monaten nach der 13. Jahrgangsstufe die Schule verließ. Er absolvierte unterdessen die Aufnahmeprüfung für das Studium der Trompete in Nürnberg – mit Erfolg! Ab Herbst wird er dort studieren, um eines Tages vielleicht an einem der großen Opernhäuser dieser Welt zu musizieren – vorerst aber zog es ihn wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte. Schon beim Kennenlerntag des EGM half er bei den Schwarzier Buam von Manfred Groll aus. Beim Divertimento spielte er wie gewohnt die erste Trompete in der Big-Band. „Das war doch selbstverständlich“, meint er. „Wenn Ulrike Englert mich braucht, dann bin ich da.“

 

Während Lars und Bernd bis vor einigen Wochen oder Monaten noch Schüler am EGM waren, hält Simon Röll den Kontakt noch über einen viel längeren Zeitraum. Schon vor über einem Jahr wechselte der Achtklässler an die Richard-Rother-Realschule in Kitzingen. „Dort gibt es leider kein Streichorchester, aber ich wollte ja weiterhin musizieren“, erklärt er. „Deshalb blieb ich meinem Ensemble am EGM treu.“ Am Tag des Divertimentos bekam er von seiner Realschule frei, um die Generalprobe mitspielen zu können. Zwischendurch besuchte er sogar den Unterricht seiner alten Klasse und zeigte sich begeistert: „Es war toll, all die Freunde wiederzusehen.“

 


Prämienschüler aus Italien und Tschechien am EGM -

eine Auszeichnung für harte Arbeit im Fach Deutsch als Fremdsprache Erneut konnten wieder 20 Schülerinnen und Schüler aus Italien und 5 Schülerinnen aus Tschechien am Prämienprogramm des Egbert-Gymnasiums teilnehmen. Der fast 4-wöchige Aufenthalt ist der Lohn für die Mühe, der sich die Schüler beim Erlernen der Deutschen Sprache in ihren Heimatländern unterzogen haben. Sie konnten sich mit unserem Schulleben vertraut machen, aber bei Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung auch mehrere Städte Deutschlands kennenlernen. Das besondere an diesem Programm ist, dass die Schüler aus allen Teilen Italiens hier in Münsterschwarzach zusammenkommen und rasch zu einer neuen Gemeinschaft zusammenwachsen. Die Auswahl der Schüler war wirklich hervorragend in diesem Jahr, sodass alle Teilnehmer das anspruchsvolle Programm gut absolvieren konnten. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Einblick in die Zusammensetzung der Gruppe und in ihre Erfahrungen der letzten Wochen.

 Dr. Matthias Hessenauer, Kursleiter am EGM

 


Kleine Klassen – große Gemeinschaft

 

In der Gruppe einen Stab hochheben und ihn wieder zur Erde sinken lassen – was sich so einfach anhört, ist in Wirklichkeit ganz schön schwer. Die Gruppe muss koordiniert arbeiten, jeder muss mithelfen, keiner schafft es allein. Mit solchen Übungen lernten sich die kommenden Fünftklässler des Egbert-Gymnasiums schon jetzt kennen. Währenddessen ließen sich die Eltern in der Aula das Schulkonzept erklären. Begeistert waren Eltern und Schüler, als die von Schulleiter Robert Scheller die Klassenstärken erfuhren: Die vier fünften Klassen haben im nächsten Schuljahr jeweils nur knapp über 20 Schüler.

 


Egbert-Schüler verteidigen den Limes

 

Wie echte römische Legionäre fühlten sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des Egbert-Gymnasiums, als sie das Limesmuseum Aalen besuchten. Beeindruckt waren sie von den römischen Bädern, die schon damals über eine Fußbodenheizung verfügten. Beim Anlegen des schweren Kettenhemdes spürten sie aber auch, wie mühevoll der Militärdienst gewesen sein muss. Die Hoffnung auf ein eigenes Stück Land nach der 25-jährigen Dienstzeit erfüllte sich nur für wenige, denn ein Soldat wurde im Durchschnitt nur 37 Jahre alt. Angesichts dieser Tatsachen waren die Schüler froh, dass sie die römische Uniform nach der kurzen „Modenschau“ wieder ablegen durften. Die Lehrkräfte Karin Illner, Wolfgang Langmandel und Dr. Reinhard Klos


TUTORENARBEIT

SCHICHTWECHSEL – Die ALTEN gehen, die NEUEN kommen

Am Donnerstag, 07.07.2011, verabschiedeten Schulleiter Robert Scheller und die Verantwortliche für das Soziale Lernen am EGM, Frau Andrea Weber-Brandt, die Tutoren des Schuljahres 2010/11 im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

Beide bedankten sich für die vorbildliche Arbeit und das große Engagement der Tutoren im vergangenen Jahr. Die Schülerinnen und Schüler zeichneten sich durch Organisationstalent, Kreativität und absolute Zuverlässigkeit aus.

Ihren Dienst als Schulweghelfer verrichteten sie nicht nur vor Ort vorbildlich, sie punkteten auch beim Schülerlotsenwettbewerb auf Kreis- und Bezirksebene und belegten die vorderen Ränge.

Als Dank für all den Einsatz überreichte der Schulleiter einen Gutschein.

Vom 29.06.2011 bis zum 01.07.2011 bereiteten sich die Tutoren des Schuljahres 2011/12 in Münnerstadt auf ihr neues Amt vor. In einem dreitägigen Kurs setzten sie sich mit verschiedenen Themen wie zum Beispiel Verantwortung, Vorbildfunktion, Organisation und Terminplanung, Teambildung und Teamwork sowie juristischen Fragen im Rahmen der Tutorenarbeit auseinander.

Sie kehrten gut qualifiziert und hoch motiviert von dieser Tagung zurück und stellten ihr Wissen und ihre Kompetenz beim Kennenlerntag am 08.07.2011 sofort unter Beweis.

Andrea Weber-Brandt, Soziales Lernen am EGM

 


Herzlichen Glückwunsch!


Engagierte und erfolgreiche Versuchkaninchen

Viel Beifall gab es in der festlich geschmückten Sporthalle, als am Freitagabend die 97 Abiturienten des Egbert Gymnasiums Münsterschwarzach feierlich ihr Zeugnis überreicht bekamen. Der erste G8-Abiturjahrgang sei in vieler Hinsicht ein besonderer, sagte Direktor Robert Scheller. So hatte man mit 97 die bisher höchste Zahl an Abiturienten in einem Jahrgang – gestartet waren in der fünften Klasse 120 Schüler. Trotz des G8 hätten sich die Abiturienten wie zu G9-Zeiten enorm im Schulleben engagiert und neben dem Lernen in den Musik- und Theaterensembles bei vielfältigen Auftritten oder in sportlichen Wettkämpfen mitgewirkt. So habe der Jahrgang etwa noch kurz vor dem Abi ein begeisterndes Abschusskonzert auf die Beine gestellt. Obwohl die Schulzeit verkürzt wurde, sei sie keinesfalls unvollkommen gewesen, betonte Scheller.

Auch mit ihren Zensuren brauchen sich die Münsterschwarzacher Abiturienten nicht zu verstecken: Dreimal gab es eine 1,0 (T. Fuß, L. Gast und A. Ofenhitzer), je einmal 1,1 (P. Zander) und 1,2 (N. Ben Khaled). Insgesamt waren 19 Schüler unter 1,7 und über ein Drittel der Abiturienten erreichten die Note 2,0 oder besser. Ein „bemerkenswertes Ergebnis“, auf das Schüler, Lehrer, Eltern und auch die Schule Stolz sei, so Scheller. Neben dem dankbaren Blick zurück, gab er den Abgänger auch einige Wünsche für die Zukunft mit: Sie hätten im EGM die Kompetenzen erworben, nun ihre eigene Lebensgeschichten zu schreiben. Mutig und beherzt gelte es nun, sich den Herausforderungen zu stellen und an der eigenen Zukunft, wie an der Solidargemeinschaft zu bauen. Jedem Abiturienten übergab Scheller symbolisch eine persönliche Grußkarte mit einer Sonne und dem Schriftzug „neue Horizonte“.

Dauerbaustelle mit guter Begleitung

Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Abt Michel Reepen. Im Namen der Elter dankte Doris Ofenhitzer. „Wart ihr die bedauernswerten Versuchskaninchen oder werdet ihr als die ersten G8’ler in die Geschichte eingehen?“, fragte sie kritisch. Am EGM seien jedoch für das neue G8 bestmögliche Bedingungen geschaffen worden. Obwohl es anfangs noch gar keine Schulbücher gab und sich in der „Dauerbaustelle G8“ ständig etwas änderte, konnten die Schüler gut ihren Weg gehen. Besonders in der Vorbereitung aufs ebenfalls völlig neue Abiturverfahren seien viele Lehrer zum Coach geworden und verlässlichen Wegbegleiter gewesen. Für die Schüler blickten Achim von Wietersheim und Carmina Gempper humorvoll auf die vergangenen acht Schuljahre zurück.

Den Ansprachen und Glückwünschen folgte die Verleihung des Abt-Egbert Preises für besonderes religiöses und soziales Verhalten, die Auszeichnung der Schüler mit den besten Abiturnoten, und Würdigungen besonderer Leistungen in den musischen Bereichen Chor, a capella-Gesang, Instrumentalspiel, Blechbläserensemble und Theater oder Musiscal. Im Sport gab es Auszeichnungen für Verdienste im Bereich Basketball, Voltigieren und Turnen. Außerdem wurden Abiturienten für die Mitarbeit in der Schülerzeitung „Peer“, am Jahresbericht, in der Conflict-Police und in der Comenius Projektgruppe geehrt. Buchpreise gab es für Spitzenleistungen in Latein, Griechisch, Mathematik und Chemie. Abiturienten, Lehrer, Eltern, Geschwister und Freunde feierten bis spät in die Nacht den erfolgreich abgeschossenen Lebensabschnitt.

 


Hochbegabt und voller Tatendrang

Mit Teresa Fuß, Philipp Zander und Anna Ofenhitzer haben gleich drei Abiturienten des Egbert-Gymnasiums die Hochbegabtenprüfung beim Ministerialbeauftragten bestanden. Alle drei Absolventen blicken auf ein ereignisreiches Schulleben zurück und warten voller Tatendrang auf die kommenden Herausforderungen.

Anna Ofenhitzer konnte sich in ihrer Schulzeit nicht nur durch beste Noten, sondern auch durch hervorragende journalistische Leistungen auszeichnen. Maßgeblich brachte sie die Schülerzeitung voran, die in diesem Jahr zu der besten in Unterfranken gekürt wurde. Außerdem betreute sie in ihrem Heimatort eine Jugendgruppe und gab vielen Mitschülern Nachhilfe in Latein.

Auch Teresa Fuß wirkte weit über den schulischen Bereich hinaus. So wurde sie im Jahr 2005 in die Frühförderung Gesang an der Musikhochschule Würzburg aufgenommen, wo sie heute noch gefördert wird. Außerdem nahm sie ein Frühstudium für Physik an der Universität Würzburg auf. Schließlich spielte sie auch eine tragende Rolle bei dem Schulmusical „Salto mortale“.

Schließlich konnte auch Philipp Zander während seiner Schulzeit glänzen. Die Hochbegabtenprüfung war für ihn eine lehrreiche, schöne Erfahrung: „Jeder Schüler wurde in fünf Fächern je zwölf Minuten lang geprüft. Vier der fünf Fächer waren vorgegeben, das fünfte konnte jeder selbst wählen. Gefordert wurde einerseits ein umfassendes Grundwissen in den Fächern, andererseits die Fähigkeit, dieses anzuwenden“, so der Abiturient.

In Deutsch sollten die Prüflinge beispielsweise nach einer 15-minütigen Vorbereitungszeit ein Gedicht analysieren, in Wirtschaft und Recht Statistiken interpretieren und Fragen zur aktuellen wirtschaftlichen Situation beantworten. In Mathematik dagegen hatten die Fragen wenig mit dem Unterrichtsstoff zu tun, sondern erforderten logisches Denken. „Interessant war auch die Physikprüfung. Hier wurden zwar zuerst Themengebiete behandelt, die schon aus dem Unterricht bekannt waren, dann aber auch ein mir bis dahin unbekannter physikalischer Vorgang thematisiert.“
Neben dem lehrreichen Teil des Tages war zwischen den Prüfungen aber auch reichlich Zeit, sich mit den anderen Prüflingen auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. „Auch die Prüfer, die, wie wir erfuhren, teilweise selbst als Schüler an dieser Prüfung teilgenommen hatten, waren freundlich und gesprächsbereit. Alles in allem war es eine gute Atmosphäre, um das Aufkommen von Nervosität zu verhindern und in der Prüfung sein Bestes zu geben.“
Für die Zukunft hat Zander schon konkrete Vorstellungen: „Ich möchte im kommenden Herbst ein Physikstudium beginnen. Noch habe ich mich für keine Universität entschieden, favorisiere aber die Universitäten in Bayreuth oder in Jena, die ich beide schon angeschaut habe. Am Physikstudium reizt mich besonders, dass es ein forschungsorientiertes Studium ist und viele verschiedene Möglichkeiten eröffnet, wie Berufe in der Industrie, in der Forschung aber auch in Dienstleistungsunternehmen.“

 


Herz-Schmerz in der Gruselnacht

 

9.klässer des EGM sammeln erste Musical-Erfahrungen

 

„Begeistert von Dir“ hieß das Musical, das am Dienstag am Egbert-Gymnasium mit viel Humor, einprägsamen Melodien und auch Herz-Schmerz über die Bühnen ging. Nach ersten Erfahrungen auf der Musiktheaterbühne im letzten Schuljahr haben die Schüler und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe des Musischen Gymnasiums in diesem Schuljahr das Musical erarbeitet. In den Profilstunden der Fächer Musik, Deutsch und Kunst entstanden Texte, Lieder und Bühnenbilder für das Stück. Im Sommerhalbjahr begann Gruppe mit ihren Lehrkräften der Profilfächer Mechthild Binzenhöfer (Musik), Markus Binzenhöfer (Deutsch) und Martin Held (Kunst) mit der Probenarbeit. Das Musical, in dem sich alles um die Welt der Geister, aber natürlich auch eine Liebesgeschichte dreht, wurde von den Schülern komplett selbst geschrieben. Sie alle waren auch als Sänger, Tänzer oder Musiker aktiv und fanden in der Aula des Gymnasiums ein beGEISTertes Publikum.

 


 

The Big Challenge 2011

 

Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder fast 90 Schüler des Egbert-Gymnasiums überaus erfolgreich am internationalen Englisch-Vergleichstest „The Big Challenge“. Sie gehörten damit zu der großen Zahl von fast 300 000 Schülern aus 2 472 Schulen, die deutschlandweit ihre Fähigkeiten im Umgang mit englischer Grammatik und amerikanischen und britischen Alltagssituationen unter Beweis stellten. Erfreulicherweise lag der überwiegende Teil der EGM-Schüler in allen vier Jahrgangsgruppen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Besonders hervorzuheben sind die Spitzenergebnisse von Martin Griessmann aus der 5. sowie von Richard Geuter und Max-Augustus Kleiss aus der 8. Jahrgangsstufe, die zusammen mit den anderen Leistungsbesten bei einer kleinen Feierstunde mit Sonderpreisen für ihre überragenden Leistungen ausgezeichnet wurden.

 


 

VERANTWORTUNG – MUT – SELBSTVERTRAUEN

 

Unter diesem Motto stand der erlebnispädagogische Workshop, an dem erfahrene und neue Konfliktlotsen des EGM am Samstag, den 04.Juni 2011, in Nürnberg, Schmausenbuck teilnahmen. Als „Anführer“ oder „Ausführer“ meisterten sie gemeinsam die Aufgaben, die die beiden Trainer ihnen stellten, mit großem Geschick und Souveränität.

Sie stellten ihre Teamfähigkeit in der neuen Gruppe unter Beweis und zeigten Verantwortung füreinander. Mut und Selbstvertrauen wurden beim Abseilen von einem 9 Meter hohen Felsblock bewiesen. Diese Partnerübung schulte das Handeln im Tandem.

Das neue Team der Conflict-Police ist so bestens gerüstet für die bevorstehenden Aufgaben.

Andrea Weber-Brandt, Soziales Lernen am EGM

 


Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach gibt Kammerkonzert in Dettelbach

 

Ein großer Erfolg war das jährliche „Kammerkonzert“ des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach im Rathaus zu Dettelbach. 200 Besucher waren gekommen, um die besten Schüler und Schülerinnen aus dem Musischen und dem Sprachlichen Zweig des Gymnasiums bei ihrem traditionellen Frühlingsvorspiel zu hören. 35 junge Künstler von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe präsentierten als Solisten und Gruppen Kammermusik von Renaissance bis Moderne.

Restlos gefüllt war der Saal des Rathauses, als das Blechbläserensemble des Egbert – Gymnasiums Münsterschwarzach das Konzert mit Musik aus dem 16. Jahrhundert („Rondo e Saltarello“ von Tilman Susato) und dem Barock (einer Suite aus Händels Wassermusik) eröffnete. Nach einem Grußwort von Dr. H. Müller in Vertretung des Schulleiters OStD Robert Scheller hieß der Leiter und Organisator des Konzerts, Manfred Weidl, die 200 Besucher herzlich willkommen und stellte ihnen einen musikalisch ebenso hochwertigen wie abwechslungsreichen Abend mit 16 Solisten und 5 kleinen und größeren Gruppierungen in Aussicht.

Die größte Gruppe der jungen Musiker gehörte der Unterstufe des Gymnasiums an: der noch junge Zweig des Musischen Gymnasiums trägt hier schon reiche Früchte. Alisa Nathan (Klasse 5) präsentierte als erste Solistin des Abends ein schwungvoll gespieltes „Le petit nègre“ Claude Debussys am Flügel des Rathauses. Ebenfalls am Klavier beeindruckte Julius Schlegelmilch mit Variationen G-Dur von Kuhlau als Solist. Als gut eingestimmtes Trio hingegen traten auf Melanie Förster, Bernadette Christ und Patricia Gernert mit Gurlitts „Ballata“ für Klavier zu sechs Händen. Für musikalisch sanfte und behutsame Momente dazwischen sorgten Marie Wagner auf der Querflöte (Andersens Transkriptionen von Mozarts Zauberflöte) und Klara Riehle mit der Blockflöte (Anonymus: „Ein Paar Maskentänze“). Eine echte musikalische Rarität kredenzte mit Chopins zarten „Variationen über ein Thema von Rossini“ Marlene Maly mit ihrer Querflöte, begleitet am Klavier von Paula Frank (7. Klasse). Das Waldhorn, seltener zu hören, aber gerade in Münsterschwarzach kein Exot, stellte Aurelia Pohli vor, die mit schöner Ausgewogenheit Brahms’ „St. Anthony Choral“ spielte. Den Reigen der Unterstufe komplettierten mit der Violine Jana Fuchs (Tessarinis Concerto op. 1: Allegro) und Martha Binzenhöfer mit dem technisch wie musikalisch anspruchsvollen Rondo aus L.A. Coernes Concertino in D-Dur.

Für besinnlich – romantische Momente sorgten im mittleren Teil des Konzerts Lorenz Hack (8. Klasse) mit seiner Gitarre, der mit viel Einfühlungsvermögen eine „Romanze“ (Anonymus) spielte, und Anna Stier (8. Klasse) auf der Harfe mit dem technisch anspruchsvollen „Desirée“ (U. Laar). Die beiden Schwestern Jana und Lea Zepter (9. und 7. Klasse) traten zusammen auf und präsentierten in ausgezeichneter Harmonie ein Frühwerk Mozarts, den ersten Satz (Allegro) aus der Sonate C-Dur KV 19d für Klavier zu vier Händen.

Krönende Höhepunkte setzten in diesem Konzert Schülerinnen und Schüler, die schon aus den letzten Jahren für ihr Können bekannt sind. Cornelius Moller zeigte an Jacobs „Scherzetto“, was ein geübter Spieler einer Oboe an Farbe und Klang entlocken kann. Am Flügel spielte Amos Kroth Haydns C-Dur Sonate (1. Satz) mit hohem Tempo und erstaunlicher Verve; David Rümmele präsentierte Rachmaninoffs bekanntes cis-Moll Prélude mit großer Dynamik gerade im vertrackten Mittelteil; Agnes Binzenhöfer intonierte auf ihrer Violine Telemanns Fantasia IX mit ebenso viel technischem Können wie warmem Klang. Johannes Hiebl schließlich spielte auf seiner Violine den 1. Satz aus Mozarts Violinkonzert D-Dur mit einer Bravour, die – wie schon im vergangenen Jahr – die Zuhörer Staunen machte.

So konnte Manfred Weidl ein sichtlich begeistertes Publikum am Ende des Konzerts unter kaum endendem Applaus verabschieden. Der musikalische Nachwuchs am Egbert – Gymnasium gedeiht prächtig. Weidls Dank galt nicht nur den jungen Künstlern, sondern auch den Lehrkräften, die ihre Schützlinge begleitet hatten, Mechthild Binzenhöfer, Irmi Dotzel und Stephan Eitel. In seinen Dank schloss er auch alle externen und internen Instrumentallehrkräfte mit ein, die die anspruchsvollen Werken mit den Schülerinnen und Schülern einstudiert haben.

Den Schlusspunkt des Abends setzte die Mezzosopranistin Hanna Wirsching, begleitet am Klavier von Margarethe Arens (Abiturientia), mit der dramatischen Arie der Zigeunerin Azucena aus Verdis Troubadour: „Stride la vampa“ („Es lodert die Flamme“).

Das Blechbläserensemble (Leitung: Oskar Schwab) war vertreten durch: Paul Bauer, Benjamin Hettrich, Marina Hettrich, Philipp Kimmel, Kathrin Will (Trompete), Stefan Aull (Tenorhorn), Michael Klüpfel, Franziska Winzig (Bariton), Jens Hettrich, Marco Klüpfel, Yannis Mousek (Posaune), Marvin Jande (Tuba).

Justus Finkel

 


 

Mit mehr Selbstständigkeit zum Abitur

 

Unter die besten 15 Schulen kam das Egbert-Gymnasium im letzten Jahr beim Wettbewerb „Der Deutsche Schulpreis“. Um dem Lernen weiterhin „Flügel zu verleihen“, so das Schulpreis-Motto, trafen sich Schulleiter und Wissenschaftler aus dem süddeutschen Raum am Wochenende in Münsterschwarzach zu einem Sonderforum.

 

Schulleiter Robert Scheller stellte in seiner Begrüßung kurz das ganzheitliche Schulkonzept des Egbert-Gymnasiums vor. „Die vielfältigen Angebote in Sport, Musik, Theater oder im religiösen Bereich werden gerne angenommen. Auch unsere Ganztagesbetreuung gehört dazu.“ Der Schulleiter erinnerte an die Leitsätze Spiritualität, Selbstständigkeit, Qualität und Leben, die der Schule auch bei der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium geholfen hätten.

 

Prof. Dr. Dorit Bosse von der Universität Kassel hielt einen Vortrag zum Thema „Selbstständiges Lernen und Schülerteilhabe im gymnasialen Bildungsgang“. Sie wies darauf hin, dass der Lehrer eine neue Rolle einnehmen müsse: Er werde immer stärker vom Wissensvermittler zum Lernberater, der die individuellen Bedürfnisse der Schüler im Blick haben müsse. Im Gegenzug bedeute dass, dass den Schülern mehr Eigenverantwortung für den eigenen Lernprozess zukomme. All diese Maßnahmen müssten auf das Ziel des gymnasialen Bildungsgangs abgestimmt sein: das Abitur.

 


Social Networks - gefangen im Netz?

Schulradio-Gruppe des Egbert-Gymnasiums produziert einstündige Sendung

Man stelle sich folgende Szenerie vor: Ein Rudel unerfahrener, aber dennoch lernwilliger Elftklässler des Egbert-Gymnasiums sitzt mit rauchenden Köpfen in einem Halbkreis versammelt und diskutieren über Cybermobbing, Likes, Horst Seehofer, und lustige Youtubevideos. In der Mitte des bunten Treibens steht ein lernwilliger Lehrer, der gerade die Bedeutung des Wortes „posten“ erklärt bekommt. Was sich zusammenhangslos anhört, zeigt tatsächlich den Arbeitsprozess eines etwas anderen P-Seminares. Die Radio-Gruppe des EGM hat nämlich Großes vor: Eine einstündige Radiosendung zum Thema „Soziale Netzwerke“ soll produziert werden. Zusammen mit ihrem Mediencoach Frank Beyhl, Programmchef von Radio Gong, einigte sich die Gruppe auf das Arbeitsthema „Social Networks – gefangen im Netz“, um einen Beitrag für den bundesweiten Tatfunk-Wettbewerb der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung zu produzieren.

Ein halbes Jahr später: Endspurt für die Tatfunk-Gruppe. In den modern ausgestatteten Aufnahmeräumen von Kloster Banz soll auch in diesem Jahr die Sendung komplett fertig geschnitten und produziert werden. Die gesammelte Tatfunkmannschaft hat in den letzten Wochen schon eifrig Material gesammelt. So wurden unter anderem Interviews mit einem Mitarbeiter von René Lezard, dem DJ der guten Laune und dem bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer geführt. Sie alle verwenden Soziale Netzwerke für unterschiedliche Zwecke. Doch auch über die Gefahren, wie zum Beispiel Cybermobbing, sollte aufgeklärt werden. Zusätzlich führte die Gruppe außerdem verschiedene Selbstversuche durch: Mit „Fake-Profilen“ auf Facebook wurden zahlreiche Personen als Freunde eingeladen. Diese nahmen meist nicht nur die gestellte Freundesanfrage an, sondern sprachen in Gesprächen auch oft über Persönliches wie zum Beispiel eigene Urlaubspläne oder Beziehungsprobleme. Weiterhin wurden auch mit dem Peer-Redaktionsmitglied und schulbekannten Stimm-Imitator Lukas Seebach Youtube-Videos veröffentlicht, um zu testen, inwiefern man ein solches Video möglichst bekannt machen kann. Das Ergebnis: In nur wenigen Wochen sahen das Video über tausend Personen.

Zusammen mit Angela Siegel, Tontechnikerin des Bayrischen Rundfunks, und mit tatkräftiger Unterstützung von Frank Beyhl ist aus dem bunten Potpourri an Beiträgen ein abgerundetes Gesamtbild entstanden. In der fertigen Sendung wird die Geschichte zweier Jugendlicher erzählt, die im Laufe der Sendung die Tücken und Möglichkeiten von Sozialen Netzwerken entdecken und damit auf einzelne kleine Beiträge überleiten. Für Abwechslung ist also gesorgt, was hoffentlich auch die Jury der Kuenheim-Stiftung so sehen wird. Die Preisverleihung findet im Herbst statt.

 


 

Schulentwicklungsimpulse

 

Am 4.5.2011 stellte OStD a. D. Armin Hackl den Kollegen des Egbert-Gymnasiums unterrichtsorientierte Konzepte der Individualisierung vor und regte zu weiteren Schritten auf dem Weg zu einer neuen Lernkultur an.

Auf Anregung des Pädagogischen Arbeitskreises des EGM formulierte der langjährige Schulleiter aus der unterrichtspraktischen Erfahrung seine Vision vom neuen Haus des Lernens. Er stellte den Unterricht als zentrale Dimension in dieser selber lernenden Einrichtung vor, wo individuelle Wahlmöglichkeiten und eine Vielzahl von Lernmöglichkeiten stattfinden, auch und besonders der freien Wahl der Schülerinnen und Schüler entsprechend. Mit Hilfe von verstärkter Differenzierung, Individualisierung und Personalisierung solle der Prozess des Lernens aktualisiert werden. Das verlange mehr Reflexion vor allem der Lernenden, der Schüler und freilich auch der Lehrer, Freiheiten in der Wahl gehören mit mehr Verantwortlichkeit kombiniert. Autonomie, Partnerschaft, Reflexion und methodisch eigengesteuerte Aneignung des Stoffes führen zu einem Mehr im Lernen. Der Lehrer habe so zunehmend die Rolle eines Moderators oder Mentors, der Schüler übernehme dann zunehmend die ethische Verantwortung für sein Lernen von verschiedenen Kompetenzen mit persönlichen Entscheidungen. Eine Prägung für lebenslanges Lernen.

In verschiedenen Bereichen gibt die Schule allgemein schon den Rahmen, die neue Lernkultur umzusetzen und am EGM finden sich für sie viele positive Beispiele, die Individualisierung verlange freilich neue und vermehrte Reflexion. Hackls Vortrag stieß bei den Kollegen auf sehr starkes Echo. Das Egbert-Gymnasium arbeitet nun an der Umsetzung der Konzeption in weiteren praktischen Schritten.

 



„It´s the final countdown…“

Unter diesem Motto stand das Abschiedskonzert des ersten G8-Jahrgangs am Egbert-Gymnasium. Die angehenden Abiturienten präsentierten einige Wochen vor dem Prüfungsstress viel gute Laune, etwa wenn die spontan zusammengesetzte Blaskapelle das Frankenlied oder das Trompetenecho intonierte. Nachdenkliches durfte aber auch nicht fehlen, wie „Sound of silence“ oder „Tears in heaven“. Einen fulminanten Schlusspunkt setzte das Orchester unter der Leitung von Julia Utz mit dem Stück „Music was my first love – and it will be my last“. Die Zuschauer in der vollbesetzten Aula quittierten die Darbietungen mit stehenden Ovationen und einer kräftigen Spende für die anstehende Abiturfeier.




 


Soziales Lernen und lernen lernen groß geschrieben. Projektnachmittag am Egbert-Gymnasium

„Wir als Tutoren fühlen uns verantwortlich für unsere Fünftklässler!“ Das war zu spüren am Projektnachmittag für die 5. Jahrgangstufe, den Schule und Tagesheim gemeinsam für alle Schülerinnen und Schüler ausrichteten.

Fast alle Eltern der Fünftklässler waren am vergangenen Donnerstag zu diesem Projektnachmittag ans Egbert-Gymnasium gekommen, um ihre Sprösslinge durch die acht Stationen in den Bereichen soziales Lernen und lernen lernen zu begleiten. Die zwölf Tutoren der 10. Jahrgangsstufe unter Leitung von OStR`in Andrea Weber-Brandt, Betreuer und Lehrkräfte wie Klassenleiter freuten sich über ein abwechslungsreiches Programm, das zeigte, wie manches im Lernen oder im Miteinander aus einer anderen Perspektive gesehen werden kann. Übungen und Spiele halfen den Nachmittag anregend und unterhaltsam zu gestalten, so dass alle einen Gewinn hatten. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Eltern austauschen, viel Interessantes über den Schulalltag hinaus hören und sehen, dass sich die Kinder rundum wohl fühlen in ihrer Lernumgebung. Teamleitung mit Silke Bühler, pädagogische Leitung mit StD Dr. Herbert Müller und Schulleiter OStD Robert Scheller freuten sich sehr über den gelungenen Nachmittag sowie über das reiche Angebot in Tagesheim und Schule.

 


 

Schüler des Egbert-Gymnasiums besuchen zum Welttag des Buches Klosterbuchhandlung

 

Vielfältiges Angebot und Geschenke in Münsterschwarzach


Zum Welttag des Buches besuchten die Kinder der 5. Jahrgangsstufe, hier die Klasse 5c, die Klosterbuchhandlung. Buchhändler Christoph Engel stellte ihnen in der Leseecke vor, wie Bücher entstehen und dann in den Buchladen gelangen. Dann zeigte er das große Angebot, das von Büchern über CDs zu Kalendern reicht. Besonders freuten sich die Kinder über die Mutmachgeschichten in „Ich schenk dir eine Geschichte“, ein Buch, das jedes Kind mit Hilfe der Stiftung Lesen geschenkt bekam. Seit 1995 bringt dieser Welttag des Buches Kinder und Klosterbuchhandlung zusammen und regt so zusätzlich zum Lesen an. Im Bild die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c mit Ihrem Deutschlehrer Dr. Herbert Müller und dem Buchhändler Christoph Engel bei seinen Erklärungen.


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Maria Stöcker ist bayernweit spitze 

Einen außergewöhnlichen Erfolg konnte eine Schülerin des Egbert-Gymnasiums erreichen: Gegen stärkste Konkurrenz, nämlich die besten Latein- und Griechischschüler ihres Jahrgangs in ganz Bayern, setzte sich Maria Stöcker im bayerischen Landeswettbewerb Alte Sprachen durch. Maria Stöcker ist eine strahlende Siegerin des Wettbewerbs. Ihren Erfolg erreichte sie im Fach Griechisch.

 

Der Landeswettbewerb Alte Sprachen wird jährlich in Zusammenwirken mit dem Kultusministerium von der Elisabeth-J.-Saalstiftung zur Förderung der humanistischen Bildung in Bayern ausgerichtet. Er geht über drei Runden an drei Orten. Die erste Runde findet in der Schule statt, die zweite zu Hause, die dritte im Kultusministerium in München. In der ersten Runde galt es, in einer dreistündigen Klausur an einem Xenophon-Text zum Thema "Kann man wirklich alles aus Büchern lernen" hohe Übersetzungskunst zu zeigen sowie an einigen kniffligen Fragen Verstandesschärfe unter Beweis zu stellen. In der zweiten Runde, zu der nur die 50 Besten der ersten Runde zugelassen werden, ist eine wissenschaftliche Arbeit zu fertigen. Maria wählte die Aufgabe, das Manuskript für eine Schulfunksendung zum Thema "Perikles und seine Zeit" zu erarbeiten. Sie schrieb eine nicht nur fachliche sehr fundierte, sondern auch überaus einfallsreiche und kreative Arbeit. Die war so hervorragend, dass Maria damit den Sprung unter die zehn Besten schaffte und Einzug in die dritte und letzte Runde des Wettbewerbs hielt. Die zehn Besten erhielten vom Kultusministerium eine Einladung zum Finale nach München. Dort wurden die Kandidaten von einer hochkarätigen Prüfungskommission erwartet, darunter Universitätsprofessoren, Ministerialräte und Oberstudiendirektoren, insgesamt zehn Prüfer. Vor diesem hohen Gremium musste sich jeder der Schülerinnen und Schüler in einem halbstündigen Prüfungsgespräch bewähren. Da wurde nochmals die Sattelfestigkeit in der griechischen Sprache getestet, da ging es um Kenntnisse der griechischen Literatur, da galt es, aus dem persönlichen Bildungshintergrund heraus auf so verschiedene Fragen wie zu Nietzsche, zum Urknall oder zur Präimplantationsdiagnostik sicher und kompetent Stellung zu nehmen. Maria meisterte die Herausforderungen selbstbewusst, souverän und sehr erfolgreich, sie stieg auf in die Siegergruppe der drei Bestplatzierten. Neben der Freude über den Erfolg, neben einem wertvollen Bücherpaket, neben einem hohen Geldpreis, der bei einer Abschlussveranstaltung in München überreicht wird, hat Maria mit diesem Sieg schon vor Beginn des Abiturs ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes in der Tasche. Das kann sie gut gebrauchen, denn sie wird im Herbst mit dem Medizinstudium beginnen, wozu sie das Frankenland gen Berlin oder Heidelberg verlassen möchte. „Warum ich Altgriechisch lerne, wurde ich häufig gefragt", äußerte sich Maria. „Nun kann ich die Frage mit einem weiteren schlagkräftigen Argument, nämlich mit dem Hinweis auf das Studienstipendium, beantworten. Aber der Wert des Altgriechischen verbirgt sich meiner Meinung nach weniger im materiellen als im ideellen Bereich. Denn durch Griechisch lernt man eine neue Kultur, Denkweisen und Persönlichkeiten kennen, die das Fundament unserer heutigen Kultur darstellen und von zahlreichen modernen Autoren, wie beispielsweise von Nietzsche, übernommen wurden. Außerdem war der Griechischunterricht stets angenehm, da wir nur eine kleine Gruppe von Schülern waren und unser Kursleiter uns immer wieder mit Bezügen zu aktuellen Themen wie beispielsweise Gadaffi Anstöße zu aufschlussreichen Diskussionen gab. Griechisch half mir also dabei, meinen persönlichen Horizont zu weiten und mir über die verschiedensten Angelegenheiten eine Meinung zu bilden. Ich kann die Wahl, Altgriechisch zu lernen, folglich nur weiterempfehlen!“

 


Schülerlotsen des EGM punkten bei Bezirkswettbewerb in Haßfurt

 

Beim Bezirksentscheid der Schülerlotsen, den die Deutsche Verkehrswacht in diesem Jahr am 02. April in Haßfurt durchführte, vertraten Bernadette Hofstetter und Milena Gropp aus der 10. Jahrgangsstufe das Egbert-Gymnasium. Sie wurden in Theorie und Praxis geprüft und mussten sich hier gegen sehr erfahrene Konkurrenten durchsetzen. Bernadette Hofstetter belegte Platz 5, Milena Gropp Platz 6. Beide wurden von ihrer Mitschülerin Annika Zürrlein, Herrn Müller und Herrn Saugel von der Verkehrspolizei Kitzingen und von Frau Weber-Brandt, die das Soziale Lernen am EGM verantwortet, begleitet und motiviert.

Alle Beteiligten freuten sich über den Erfolg der Schülerlotsen beim Bezirksentscheid.

Schulleiter Robert Scheller bedankte sich bei den Schulweghelfern mit einem Präsent und lobte vor allem den ehrenamtlichen Einsatz der Schülerinnen als Tätigkeit, die Respekt und Anerkennung verdient.

 


Vertreter der evangelischen Landeskirche Württemberg zu Besuch

 

Die Schule hatte am 31.3./1.4.2011 Besuch vom pädagogisch-theologischen Zentrum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Stuttgart. Aufmerksam geworden nach der Bewerbung des EGM um den deutschen Schulpreis kam eine Gruppe von zehn Kollegen zu Besuch, um das besondere Angebot im sozialen Lernen, in der Projektarbeit, der Schülermitwirkung und in der Schulseelsorge kennen zu lernen. Die Kollegen freuten sich über die vielen Ansätze aus dem Bereich „best practice“, die sie gerade aus zwölf Schulen zusammen zu tragen, um die Schulentwicklung voran zu bringen. Die Vertreter des Egbert-Gymnasiums waren vom Austausch angetan.

 


Känguru der Mathematik 2011

Am Donnerstag, den 17. März 2011 nahmen 218 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen des Egbert-Gymnasiums am diesjährigen Känguru-Wettbewerb teil.

Die Schüler bearbeiteten in 75 Minuten konzentriert und mit großem Einsatz 30 interessante Mathematikaufgaben mit ganz unterschiedlichen Fragestellungen. Um die richtige Lösung herauszufinden, waren neben mathematischen Grundfertigkeiten vor allem gründliches Nachdenken, der gesunde Menschenverstand und etwas Pfiffigkeit verlangt.

 Beim Känguru-Wettbewerb handelt es sich um einen internationalen Mathematik-Wettbewerb, der sich seit seinem Start im Jahr 1978 in Australien mittlerweile in 48 Ländern größter Beliebtheit erfreut. Die Aufgaben des Multiple-Choice-Wettbewerbs sind im Wesentlichen in allen Ländern gleich und werden überall am selben Tag bearbeitet. Im letzten Jahr beteiligten sich weltweit ca. 5,9 Millionen Schülerinnen und Schüler, davon 825000 aus Deutschland.

D. Hörning, Fachbetreuer für Mathematik

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Wasser ist Leben

 

Schüler des EGM erkunden mittelalterliche Abwasserkanäle

 

Woher bekamen die Mönche im Mittelalter ihr Wasser? Wie entsorgten sie ihr Schmutzwasser? Mit solchen Fragen beschäftige sich der Archäologiekurs der 13. Jahrgangsstufe des Egbert-Gymnasiums. Eine Ausstellung in der Abtei informiert nun über die wichtigsten Ergebnisse.

 

Kursleiter Pater Franziskus Büll, der gleichzeitig Abteiarchivar ist, konnte das gesamte, seit 1913 gesammelte Dokumentationsmaterial an Fotos und Texten über Brunnen und unterirdische Abwasser- und Mühlbachwasserkanäle im Abteigelände vor den Schülern ausbreiten. Die Aufgabe des Kurses bestand darin, anhand der Fundstellen das System der ehemaligen Versorgung der Abtei mit Trink- und Brauchwasser und das System der Abwasserbeseitigung zu rekonstruieren. Durch die Einleitung des Mühlbachs in das Abteigelände waren die Brauchwasserversorgung und die Abwasserbeseitigung optimal geregelt. Der Mühlbach, der von der Schwarzach und dem Castellbach gespeist wird, sorgte für Spül- und Waschwasser, versorgte das Piscinarium (Fischbassin), den Wehrgraben, den Feuerlöschteich, trieb die Mühle an und diente als Viehtränke. Das unterirdische Kanalsystem wurde von den Kollegiaten an drei Stellen archäologisch untersucht. Die restlichen sechs Nachweisstellen wurden lediglich in einer Ausstellung dokumentiert. Die Beschäftigung mit der Wasserver- und Entsorgung zeigte, dass die Trinkwasserversorgung im Mittelalter und noch in der frühen Neuzeit besonders in Trockenzeiten unbefriedigend war. Ferner wurde deutlich, dass das Kloster bereits im Mittelalter große bauliche Anstrengungen unternahm, um die Brauchwasserversorgung und die Schmutzwasserbeseitigung zu sichern. Der Abschluss der Ausstellung wendet sich der Bedrohung durch Hochwässer des Maines und der Bäche zu.

 


Entstehung des Oratoriums (externer Link)

Premiere (externer Link)

Artikel aus "Kirche in Bayern" (externer Link)

 

COMPASSION


Am Freitag, den 18.02.2011, kamen die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe im Speisesaal des Egbert-Gymnasiums zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen. Hier begrüßte sie der Schulleiter Herr OStD Scheller nach ihrem Compassion-Praktikum.

Auch Abt Michael war gekommen, um sich mit den jungen Menschen und den für das Praktikum verantwortlichen Lehrkräften, Frau Weber-Brandt, Herrn Heß und Herrn Bürger über die Erfahrungen der letzten beiden Wochen auszutauschen. Die Schüler hatten die Schulbank mit einem Arbeitsplatz in einem Altenheim, einem Krankenhaus, einer Förderschule, einem Kindergarten mit Förderangebot, einer Sprachheilschule oder einer anderen sozialen Einrichtung eingetauscht. Schon während der ersten Minuten war klar, dass die Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse bereichernd für die jungen Menschen waren. Der gesamte Tag diente der Nachbereitung des Praktikums. Nach dem gemeinsamen Frühstück konnte man während einer Meditation unter Anleitung von Pater Zacharias die wichtigen und besonderen Momente des Praktikums noch einmal Revue passieren lassen. Dann folgte die Besprechung in den einzelnen Klassen. Zusammen mit den jeweiligen Fachlehrern konnten die Schüler ihre Erfahrungen ihren Mitschülern schildern. In Diskussionen, bei der Beantwortung von Fragen sowie bei der Vorbereitung eines Praktikumsberichtes konnte das Erlebte noch einmal überdacht und zusammengefasst werden.

Die Schülerinnen und Schüler schätzten den Wert dieser Erfahrung für ihre eigene Persönlichkeit. Einige Zitate sollen das verdeutlichen.

„Ich hätte nie gedacht, dass alte Menschen noch so viel Lebensfreude ausstrahlen.“

„Es war eine Selbstverständlichkeit für mich, die Kranken zu waschen.“

„Ich habe noch nie so viel gelacht wie beim Spiel mit den Kindern in der Förderschule.“

„Ich werde regelmäßig Besuche im Altenheim machen.“

„Ich habe großen Respekt vor Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung arbeiten“

Andrea Weber-Brandt, Compassion-Team

 


 

Irmgard Longworth in den Ruhestand verabschiedet

 

Nach 30-jährigem Dienst am Egbert-Gymnasium wurde Irmgard Longworth von der Schulleitung und dem Lehrerkollegium in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Vokabel „wohlverdient“’ gefällt ihr dabei allerdings nicht so sehr, denn sie meint: „Verdienen können wir uns gar nichts, wir bekommen alles geschenkt.“ Schulleiter Robert Scheller hob in einer kurzen Ansprache hervor, dass sie in den letzten Jahrzehnten der Kunst am EGM ein Gesicht verliehen habe. Zahlreiche Großkunstwerke und Wandmalereien zeugten noch heute davon. Viele Kollegiaten durchliefen bei ihr den Leistungskurs Kunst und wurden hervorragend auf das Abitur vorbereitet.. Wolfgang Langmandel, ihr Künstler-Kollege in all den Jahren, verlieh ihr zum Abschied das „Bunte Verdienstkreuz am Bande“, von ihm selbst kreiert. Die rüstige Neu-Rentnerin verabschiedete sich, ganz ihrer Profession gemäß – mit einer „art-performance“: Drei Lehrerkollegen mussten mit verbundenen Augen einen selbstgebastelten Esel zertrümmern, aus dessen Bauch sich dann fruchtbarer, warmer Regen in Form von Süßigkeiten ergoss. Dies sei in den USA, wo sie sieben Jahre gelebt hat, der Brauch. Oberstudienrätin Irmgard Longworth wird Schülern und Lehrern in bester Erinnerung bleiben – nicht nur wegen dieses Paukenschlags am Ende.

 


Da summt die Biene: Leander Stöber (K 13) schreibt beste Facharbeit Bayerns in Latein

Facharbeiten, die mit (der Höchstnote von) 15 Punkten bewertet werden, sind nicht allzu häufig, und manche davon sind echte Schmuckstücke, die in ihrem Gehalt weit über das hinaus gehen, was von einem Abiturienten erwartet werden darf. Leander Stöber gelang mit seiner Arbeit „de natura apium“, zu Deutsch etwa: „Das Wesen der Bienen“, ein besonders beeindruckendes Werk, für das er jetzt aus München hohe Anerkennung erfuhr.

Leander hatte sich mit dem 4. Buch der „Georgica“ beschäftigt, einem Hauptwerk des römischen Dichters Vergil, in dem dieser die Bienenzucht und den Bienenstaat aus dem Blick eines antiken Experten (Vergil war Sohn eines römischen Bauern) untersuchte. Vergils Erkenntnisse verglich Leander, der selbst ein ebenso begeisterter wie kundiger Hobbyimker ist, mit dem Wissen und Können des modernen Imkers. Über die reine Fachkenntnis der Imkerei hinaus ging es Leander aber auch um den philosophischen Gehalt des vergilischen Werkes: Der römische Dichter sah in den Bienen nicht nur ein an sich schon wunderbares „Volk“, sondern deutete den Bienenstaat als Muster, als „exemplum“ für den Staat der Menschen.

Leanders Arbeit wurde jetzt von der Elisabeth-J.-Saal-Stiftung in München als beste Facharbeit Bayerns im Fach Latein gewürdigt und von der Jury mit freundlichsten Worten gelobt: „Hunc locum primum tu es assecutus inter omnes Bavaros eos, quorum opera quindecim punctis … digna erant habita et iudicata.“ „Diesen ersten Platz hast du unter allen bayerischen Schülern erreicht, deren Arbeiten mit 15 Punkten ... bewertet worden sind“. Leander plant, seine Arbeit in gekürzter Form auch in einer Fachzeitschrift zu publizieren. Wir wünschen dem jungen Experten auch dafür viel Erfolg!

 


 

AUSEINANDERSETZUNG MIT GEORG HÄFNER

eine Bildmeditation der COMENIUS-Gruppe am EGM

Im Rahmen des COMENIUS-Projekts „Engagierte Bürger leisten Widerstand“ beschäftigte sich eine Gruppe am EGM mit dem Schicksal von Pfarrer Georg Häfner. Im Verlauf der Arbeit wurden die Briefe aus dem Konzentrationslager, die Zeugnisse von Mithäftlingen, aber auch das heutige Bild von Georg Häfner, das in Oberschwarzach bei denen herrscht, die ihn selbst noch erleben konnten, bearbeitet.

Die Absicht, diese Ergebnisse zur Grundlage einer kleinen Ausstellung zu machen wurde aber schließlich verworfen und ersetzt durch das Vorhaben, die Auseinandersetzung mit Häfner, wie sie bei den Jugendlichen stattfindet, die sich im Rahmen der Arbeit am Häfner-Oratorium in der einen oder anderen Weise mit ihm beschäftigen, bildhaft darzustellen. So wurden Textstellen aus dem Oratorium ausgewählt und mit Aussagen von Schülern des EGM kontrastiert, unterlegt von selbstgewählten Bildmotiven, die diese Aussagen illustrieren. Der Lebensweg Häfners wurde in die Stationen „Gerufen“, „Gesandt“, „Geweiht“, „Geprüft“ und „Geopfert“ unterteilt. Die gewählten Motive, Textstellen und Aussagen von Schülern versuchen, in diesen Stationen den Weg Häfners von der Berufung bis zu seinem Tod pointiert nachzuzeichnen.


 

Damit sie auch morgen noch kräftig zubeißen können,…

 

…hielt Dr. Christina Morys-Hiebl in allen 5. und 6. Klassen des Egbert-Gymnasiums einen Vortrag zum Thema Zahngesundheit. Die Schülerinnen und Schüler durften selbst am Mikroskop anschauen, wie sich ein gesunder Zahn von einem kranken unterscheidet. Für die Schüler gab es am Ende einen dreifachen Gewinn: Erstens bekamen sie Zahnbürsten und Zahnpasta gratis, zweitens können sie bei einem Preisausschreiben einen Einkaufsgutschein gewinnen und drittens werden sie bestimmt ganz lange gesunde Zähne behalten – vorausgesetzt, sie setzen die guten Ratschläge von Zahnärztin Morys-Hiebl in die Tat um.

 


Abtei für Kinder und Franzosen


Informationsmaterial über die Abtei Münsterschwarzach gibt es ja schon reichlich – allerdings bisher nur in deutscher und englischer Sprache. Dass auch französische Besucher künftig alles Wissenswerte über die Abtei erfahren, dafür sorgte ein Projektseminar des Egbert-Gymnasiums. Ein Jahr lang nahm sich die Schülergruppe Zeit, um die Institutionen der Abtei in einem Prospekt vorzustellen. Das Ergebnis überreichten sie nun Abt Michael Reepen, der von der professionellen Arbeit tief beeindruckt war. Und damit nicht genug: Ein anderes Projektseminar entwickelte einen Abtei-Führer für Kinder. Im Rahmen einer „Rallye“ können die Kinder einige Fragen zu Kunstwerken der Abteikirche beantworten. Am Ende ergibt sich ein Lösungswort. Der „Rabe Rhabanus“ begleitet die Kinder auf ihrem Rundgang durch die Abteikirche.

 


Herzlichen Glückwunsch!

Eine Schule voller Leben – Tag der offenen Tür am Egbert-Gymnasium

 

Für Paul Gonetz war es ein rundum gelungener Nachmittag. Als Redakteur der Schülerzeitung „Peer“ präsentierte er die zuletzt veröffentlichten Werke und kam mit vielen Besuchern ins Gespräch. „Da kommt eine Frau auf mich zu und möchte spontan eine Anzeige in der nächsten Ausgabe schalten“, so der Neuntklässler begeistert. Aus eigener Erfahrung weiß er: „Anzeigenwerbung ist sonst ein mühsames Geschäft – hier ging sie gleichsam von alleine.“

Dies ist nur eine von vielen positiven Episoden, die sich beim Tag der offenen Tür am Egbert-Gymnasium zutrugen. Die Schule der Benediktiner-Abtei steckte voller Leben. Wo die Besucher auch auftauchten, überall gewährten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in ihre Aktivitäten. Das Streichorchester veranstaltete eine öffentliche Probe für das Häfner-Oratorium, das in Kürze zur Seligsprechung des ehemaligen Oberschwarzacher Pfarrers aufgeführt wird. Die Basketball-Mannschaft trug ihr Spiel gegen Amorbach aus, die Turner begeisterten an Boden, Reck und Barren und in der Voltigierhall wurden atemberaubende Kunststücke auf dem Pferderücken gezeigt. Das Seelsorgeteam, die alten Sprachen, die Naturwissenschaften – alle stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit aus, was im Falle der Imkergruppe einen wahrhaft süßen Beigeschmack hatte. Und überall lag Musik in der Luft: Im Speisesaal gab es neben Kaffee und Kuchen auch Klänge von der Jazz-Combo. In der Pausenhalle brachte Manfred Groll mit seinen Schwarzier Baum fränkische Volksmusik zum Klingen.

Während Schulleiter Robert Scheller in der Aula die Eltern über die sprachlichen und musischen Ausbildungszweige informierten, konnten die Kinder schon einmal die Räume des Tagesheims kennen lernen. Dort verzierten sie weiße Steine mit bunten Schmetterlingen. Die geschaffenen „Kunstwerke“ durften mit nach Hause genommen werden.

Wer am Tag der offenen Tür keine Zeit für einen Besuch hatte und sich dennoch für einen Übertritt an das Egbert-Gymnasium interessiert, für den wird Schulinnovator Dr. Herbert Müller gerne noch eine Führung veranstalten. Interessenten mögen sich beim Schulsekretariat (09324/20260) anmelden.

 


Antike in Unterfranken - ein Reiseführer 


Ein außergewöhnliches Projekt fand diese Woche am Egbert-Gymnasium seinen Abschluss: Elf Schülerinnen und Schüler der Oberstufe stellten ihren selbst gestalteten Reiseführer mit dem Thema „Antike in Unterfranken“ vor. Das 48-seitige Werk wird nun für etwa 5 Euro im Buchhandel zum Kauf angeboten – erstmals allerdings beim Tag der offenen Tür der Schule am Sonntag, den 6. Februar.

 

„Mir haben besonders die vielen Ausflüge gefallen“, bilanzierte Lars Reiners, einer der jungen Autoren, bei der Vorstellung des Buches. Ein Jahr lang waren die Schüler den Quellen der Antike in Unterfranken auf der Spur, um sie in dem Reiseführer zusammenzustellen. Neben der Recherche und dem Schreiben der Texte gehörte auch das Fotografieren zu den beliebten Tätigkeiten. So schoss Lars Reiners zum Beispiel ein tolles Foto vom Marktbreiter Malerwinkelhaus, das viele Zeugnisse des ehemaligen Römerlagers beherbergt. Sein Bild mit dem Malerwinkelhaus und einem traumhaften Sonnenuntergang ziert nun eine der Seiten des neuen Reiseführers.

 

Schulleiter Robert Scheller lobte den Fleiß und die Beharrlichkeit der jungen Forscher. Er bescheinigte ihnen ein „summa cum laude“ für die Qualität der Texte und Bilder. Seminarleiter Ludger Arens bedankte sich bei Verleger Dr. Josef Röll, der das unternehmerische Risiko einer Zusammenarbeit mit Schülern auf sich genommen habe. Röll erinnerte sich „stirnrunzelnd“ an seine eigene Schulzeit: „Ich war nicht zu motivieren, wenn ich das Gefühl hatte, dass die Anstrengung zu keinem Ziel führt.“ Deshalb habe ihn die Idee des Projektseminars so begeistert: „Bei euch ist jetzt am Ende etwas herausgekommen, das vorzeigbar ist und sich sehen lassen kann.“

 

Auch Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Klaus Reder war von dem Werk der Schüler sehr angetan. In seiner kurzen Laudatio sah er gerade in Unterfranken noch Nachholbedarf, was die Aufarbeitung geschichtlicher Zeugnisse aus der Antike betrifft. Ein besonderes Anliegen ist es Prof. Reder, auch Laien auf verständliche Weise wissenschaftlich fundierte Antworten auf alltagsgeschichtliche Fragen zu geben. Daher orderte er im Auftrag des Bezirks gleich 100 Exemplare des neuen Reiseführers.

 

In inhaltlicher Hinsicht setzten die jungen Autoren ihre Schwerpunkte bei den Städten Würzburg und Aschaffenburg. Zum einen werden unmittelbar aus der Antike stammende Relikte, die Archäologen in Unterfranken gehoben haben, dargestellt. Zum anderen geht es um Funde, die von anderen Orten, etwa aus Italien, nach Unterfranken gebracht wurden und heute hier ausgestellt werden. Schließlich haben auch Nachbildungen antiker Kunst (Knauf-Museum Iphofen) und die an späteren Gebäuden aufgegriffenen Stilelemente aus der Antike ihren Platz in dem Reiseführer. Die Arbeit daran weckte bei den Schülern echte Begeisterung, ganz so, wie es Schulleiter Robert Scheller in seinem Nachwort formuliert: „Verba docent, exempla trahunt."


Kluge Köpfe brauchen sich nicht zu verstecken!


Erneut haben zwei Kurse am EGM einen interessanten, wenn auch anstrengenden Ausblick vor sich: mit dem Beginn des Februars nimmt das P-Seminar von Herrn Aust am Projekt "Jugend schreibt" sowie die Q 11 Englisch von Dr. Hessenauer am Projekt "Jugend liest" teil; beide Projekte werden von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefördert und beinhalten für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler zunächst ein kostenloses Jahresabonnement der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Beide Projekte dienen zunächst einmal der Leseförderung mithilfe eines klassischen, aber dennoch täglich aktuellen Mediums. So werden die Schüler auch an die sinnvolle Nutzung einer Tageszeitung herangeführt. Damit ist es aber noch nicht getan. Wie der Name "Jugend schreibt" geht es in diesem Projekt auch darum, sich selbst an der journalistischen Recherche zu versuchen und dann die gewonnenen Informationen in gut lesbare Texte umzusetzen, die auch dem kritischen Blick der FAZ-Leser standhalten. Dieser Herausforderung stellen sich die Schüler des P-Seminars. Im Projekt "Jugend liest" steht dagegen mehr die Nutzung der Zeitung für den Unterricht im Vordergrund. Als weltweit verbreitete Zeitung nimmt in der FAZ auch die Berichterstattung über die englischsprachige Welt großen Raum ein; diesen Texten werden sich die Schüler der Q 11 E von Dr. Hessenauer besonders widmen und Langzeitaufträge und Einzelaspekte - u.a. die Hochzeit in der englischen Königsfamilie im April - bearbeiten. Darüberhinaus kann die Zeitung auch für andere Fächer nutzbar gemacht werden, denn das Spektrum der Berichterstattung reicht von der Politik über die Wirtschaft in die Naturwissenschaften und die Geisteswissenschaften hinein. Damit neben der Anstrengung auch die Entspannung nicht zu kurz kommt erhalten die Schüler sonntags auch noch die mehrfach ausgezeichnete Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ins Haus.

Michael Aust / Dr. Matthias Hessenauer


Artikel: Vernissage des LK Kunst am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach in der Sparkasse Kitzingen am 13.01.2011

Bilder schauen uns an

Zur 155. Kunstvernissage in der Galerie der Sparkasse Kitzingen begrüßte Herr Hadwiger, Sparkassendirektor und gleichzeitig Vorsitzender des Münsterschwarzacher Kreises, die zahlreich erschienenen Zuschauer. Die jungen Künstlerinnen und Künstler des Leistungskurses Kunst am Egbert-Gymnasium ordnete er ein zwischen die professionellen Künstler und die Autodidakten, die schon in der Sparkasse ihre Werke ausstellten. Zur 12. und – in dieser Form – wohl letzten Vernissage des Egbert-Gymnasiums konnte er die Werke von 13 Kollegiatinnen und einem Kollegiaten dem interessierten Publikum präsentieren.

In seiner kurzen Ansprache bekundete der Schulleiter Robert Scheller sein Erstaunen über die Verschiedenheit und Einzigartigkeit der entstandenen Werke. Gleichzeitig gratulierte er den jungen Künstlern und ihrem Lehrer zu der beeindruckenden Ausstellung, die in den schönen Räumlichkeiten der Sparkasse ein würdiges Ambiente gefunden hätten.

Auf das diesjährige Motto ging Herr Langmandel in seiner Rede ein. Die ambivalente Aussage „Bilder schauen uns an“ mache dann Sinn, wenn sich der Betrachter auf die Bilder einlasse, vor ihnen verweile und mit ihnen in einen stummen Dialog trete. So entdecke man in Details Hinweise, die – vorher und oberflächlich betrachtet – dem Blick des Betrachters entgangen sein könnten:

In den Augen der interessierten Zuschauer werden Gesichter lebendig. Landschaften und Stilleben schaffen eine beeindruckende Atmosphäre. Aber auch farbige Abstraktionen und eine seltene Drucktechnik faszinieren. Ausgepackte Schokoladen – Nikoläuse zeigen scheu ihr Innenleben, Schuhe ruhen in sich gekehrt und künden von einem bewegten Leben. Bilder in aufregenden Detailzeichnungen verlangen eine Veränderung der Sichtweise und lassen dabei großartige Abstraktionen entstehen, wie z.B. die Tuschezeichnung eines Details aus einem Totentanz von Carolin Lang: Zacken mit den unterschiedlichsten Formen durchdringen den Betrachter und schaffen damit eine ganz eigene Dimension von Sterblichkeit; gleichzeitig ertönt aus dem Krummhorn eine Melodie ( unterstützt von den Klängen der Jazz-Combo des EGM unter der Leitung von Michael Aust). Und man hört förmlich den Totentanz, der seltsam lebendig wirkt und so für einen kurzen, wunderbaren Moment den Betrachter irritiert. Auch an manch anderem Bild bleibt man unwillkürlich hängen. So z.B. an dem fast schon ätherischen Porträt eines Innuit-Mädchens von Laura Popp. Feenhaft blickt es an dem Betrachter vorbei in die Ferne; und man selbst kann nicht umhin, die feinen Striche der Pelzmütze, die mit den Haaren des Mädchens eine aufregende Symbiose eingehen, genauer zu betrachten. Dabei spürt man mit der eigenen Nase die Weichheit und Wärme, die davon ausgeht. Wie ein Nest birgt die Mütze das Kind und mit ihm den Betrachter. Auch das abstrakte Bild von Theresa Manger zieht – wie viele andere – die Blicke auf sich: Blau an Blau, mit verschiedenen Grau und Schwarztönen versetzt. Das Grau der Basisfläche trägt die Last der beiden Blau-Blöcke erstaunlich souverän; auch wenn hier ebenfalls die Unwägbarkeiten der schwarzen Farbe Einlass suchen und finden. Eine gelbe Stele durchdringt die Mitte des Bildes und zeigt, wie schwarze Streifen – als Destillat – nicht absinken, sondern aufsteigen und sich oben, quasi als schwarzer Pfropf absetzen, ohne aber das darunter liegende Gelb ganz verdrängen zu können: eine paradoxe Konstruktion, die ebenfalls für Irritation sorgt – wie jede gute Kunst eine veränderte Wahrnehmung der Realität ermöglicht. Man sieht das wirklich nicht alle Tage, dass sich eine junge Künstlerin auf abstrakte Formen einlässt und diese so geschickt komponiert. Diese Ausstellung hat noch viele interessierte Zuschauer verdient.

 


 

Shakespeare – Theater - Abend ein voller Erfolg

Die aktuelle Theatergruppe der Oberstufe am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach unter der Leitung von Achim von Wietersheim brachte engagiert und mit viel Spielfreue verschiedene Szenen aus vier Shakespeare-Werken zur Aufführung und feierte damit einen tollen Erfolg beim Publikum. Doch nicht die werkgetreue Darstellung, sondern die kreative Auseinandersetzung mit dem Inhalt der ausgewählten Szenen stand dabei im Mittelpunkt. Dafür haben die jungen Eleven einige Monate damit zugebracht, in zeitraubenden Sitzungen ohne Lehrer Spielideen zu entwickeln und umzusetzen.

Diese Szenen konnten nun die zahlreich erschienenen Zuschauer am Freitag, den 14.01. und am Samstag, den 15.01. bewundern. Die rund 70 Minuten waren randvoll gefüllt mit überraschenden Einfallen und einem immer wieder zu Beifallstürmen animierenden Spiel:

Eine aufregende Gedichtcollage zu der Figur der Ophelia aus „Hamlet“ eröffnete den Reigen. Die Montage der verschiedenen „Wasserleichen – Gedichte“ war so fein erarbeitet, dass man als Zuhörer kaum erkennen konnte, wo das eine Gedicht anfing und das andere aufhörte. In zwei weiteren Szenen wurde das Motiv der Wasserleiche dann – kreativ bearbeitet – den Betrachtern präsentiert. Hier zeigten v.a. Alexander Mrohs, Carmina Gempper und Laura Kreßmann eine überzeugende Leistung in der Umsetzung der gemeinsam erstellten Textgrundlage.

Danach trat Hamlet auf den Plan; Danica Ludwar zelebrierte den bekannten Monolog hingebungsvoll auf einem Tisch stehend, während Achim v. Wieterheim den Inhalt des Selbstgesprächs durch Verweise auf die Realität eines Schülers konterkarierte. Auch im weiteren Verlauf versuchte dann Hamlet immer wieder vergeblich seinen Monolog an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Das Liebespaar Romeo und Julia stand als nächstes auf dem Programm. Die Originalszene mit Laura-Sofia Dauenhauer als schmachtende Julia, die sich allerdings immer wieder ihres Textes vergewissern musste, der an verschiedenen Stelle auf der Bühne auf sie wartete, wurde unterbrochen von drei Szenen, die geschickt in den Textzusammenhang montiert wurden. In der ersten Szene ging es um mehr oder weniger gelungene Anmache in der Disko; hier hatte Max Strohofer als schüchterner Draufgänger die Lacher auf seiner Seite. Als nächstes folgte eine Einbruchsszene, in der sich Lotta Lubkoll von einem Einbrecher, der zur Tarnung schnell zu einem Romeo mutierte, umgarnen ließ. Großartig gelang Sofie Müller die Persiflage auf eine romantisch verbrämte junge Frau, die ihren Liebsten mit allerlei Vorstellungen über die erwartete Entwicklung ihres gemeinsamen Liebeslebens überhäufte.

Nach einer Szene aus der „Widerspenstigen Zähmung“, die einen sehr selbstbewusst auftretenden Regisseur zeigte, der dann allerdings von seiner hinzugekommenen Frau reglementiert wurde, folgte der Epilog aus dem Drama „Heinrich VIII“.

Mit diesem kurzweiligen Theaterabend, der ganz auf der selbstständigen Arbeit der Schüler basierte, könnte – nach dem Schillerabend aus dem letzten Jahr – eine Tradition beginnen, die Oberstufenschülerinnen und – schüler auf der Bühne zeigt, die unter eigener Regie einen Theaterabend vorbereiten und duchführen. Ein ganz besonderer Dank gebührt an dieser Stelle dem Spielleiter Achim v. Wietersheim, der nicht nur den größten Teil der Schreibarbeit erledigte, sondern auch mit großem Engagement das zielgerichtete Einstudieren der Szenen leitete.

(Peter Olschina)

 


 


Facharbeitsausstellung am EGM


Viele Eltern und Freunde des Egbert-Gymnasiums kamen in die Schule, als der letzte Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums die angefertigten Facharbeiten präsentierte. „Wir sind froh, dass sich im Schatten der Türme der mächtigen Abteikirche so kreative Köpfe entfalten können“, so Schulleiter Robert Scheller bei der Begrüßung. Er gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrer Leistung und lobte sie: „Gerade die selbst verantwortliche Erarbeitung der recht anspruchsvollen Themen zeigt neben dem notwendigen Können auch das entsprechende Wollen.“ OStR Hubert Hering hatte die Ausstellung organisiert, die Kollegiaten Bernd Müller, Toni Michel und Johannes Rapp umrahmten sie musikalisch. Unser Bild zeigt Clarissa Bernhard vor ihrem römischen Mosaik mit der Aufschrift „Cave canem“ (Hüte dich vor dem Hund). Es ist einer Vorlage aus den Überresten von Pompeji nachempfunden.

 


Wie Multi-Kulti doch geht: Von England lernen.

Egbert-Gymnasium schliesst neue Partnerschaft mit englischer Schule.

Schon bald könnten muslimische Schülerinnen und Schüler am EGM in Münsterschwarzach auftauchen, um gemeinsam mit einer Gruppe von EGMlern sowie Schülern aus dem südmährischen Kromeriz örtlichen Legenden, Mythen und Traditionen nachzuspüren. Denn eine solche Zusammenarbeit ist das Ergebnis einer 5-tägigen Vorbereitungstagung für ein Schulprojekt unter Beteiligung mehrerer europäischer Nationen, zu dem dás örtliche COMENIUS-Team unter Leitung von Matthias Hessenauer und Markus Binzenhöfer eingeladen hatten. Die bereits mehrfach erprobte Zusammenarbeit mit dem AGKM (www.agkm.cz) soll nunmehr bereichert werden mit Schülern der Waverley School im englischen Birmingham (www.waverley.bham.sch.uk) , die inmitten der Millionenstadt Birmingham aus einem sehr unruhigen Umfeld durch großen Einsatz in ruhigeres Fahrwasser gelangt ist. Dieser Einsatz hat sich gelohnt, den die zumeist muslimischen Schülerinnen und Schüler, die aus mehr als 60 verschiedenen Nationen stammen, haben ein Miteinander gefunden, das sie auch leistungsmäßig weit nach vorne gebracht hat. Mit Optimismus und Tatkraft hat der Schulleiter Kamal Hanif, selbst Muslim und einst Schüler genau dieser Schule, aus der Not eine Tugend gemacht und „Learning through Diversity“, also aus der Verschiedenartigkeit etwas dazu zu lernen, zum Leitspruch seiner und der Arbeit aller an der Schule gemacht. Inzwischen hat die Schule im nationalen Leistungsvergleich in England einen der vorderen Ränge erreicht und passt damit gut zum EGM, das sich nach wie vor über die Nominierung zum Deutschen Schulpreis 2010 freut.

Vereinbart wurde die Zusammenarbeit von schulischen Projektgruppen – Arbeitssprache wird Englisch sein – unter dem Thema „Myths and Legends, Stories from the Past, Inspirations for the Future“ mit dem Ziel, Geschichten aus den ganz unterschiedlichen Herkunftsländern der Schülerinnen und Schüler zusammenzutragen. Dieser Schatz an Erfahrungen dürfte für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellen.

Dr. Matthias Hessenauer


 

Shakespeare zum Anfassen

Ein nachdenklicher und zugleich vergnüglicher Theaterabend wurde den Schülern, Eltern und Freunden des Egbert-Gymnasiums beschert. Eine Theatergruppe aus der Oberstufe spielte Szenen aus verschiedenen Shakespeare-Stücken. Unser Bild zeigt die tote Ophelia aus „Hamlet“. „Dieser Abend will Sie überzeugen, Shakespeare wieder mit ins Bett zu nehmen, so Achim von Wietersheim. Seiner „Crew“ ist das wirklich bravourös gelungen. Es spielten Laura-Sophie Dauenhauer, Sophie Müller, Laura Kreßmann, Carmina Gempper, Danica Ludwar, Lotta Lubkoll, Alexander Mrohs und Max Strohofe


 

Nur knapp dem Tod entronnen –
Prälat Scheipers berichtet den Schülern des EGM von seinen Erlebnissen im KZ Dachau

„Ihr seid ehrlos, wehrlos und rechtlos.“ Mit diesen Worten begrüßte der Lagerkommandant den Häftling 24255 im Konzentrationslager Dachau. Jetzt, rund 70 Jahre später, erzählte er, Prälat Hermann Scheipers, seine Erlebnisse den Schülerinnen und Schülern in der Aula des Egbert- Gymnasiums. Der heute 97-Jährige fesselte die jungen Zuhörer mit seiner Leidensgeschichte unter dem Nazi-Regime. Sein Vortrag fand im Rahmen der Vorbereitungen auf das Szenische Oratorium statt, das die Schule zu Ehren des in Dachau verstorbenen Pfarrers Georg Häfner (Oberschwarzach) in Kürze aufführen wird.

Nur drei Jahre war Scheipers Kaplan gewesen, da folgte schon seine Verhaftung. Dabei agitierte er gar nicht offen gegen das Regime, sondern tat nur seine Arbeit. Eingesetzt in einer Pfarrei in Ostdeutschland mit 150 Dörfern, hatte er ein altes Auto, um die katholischen Familien zu besuchen. Scheipers wollte nicht einsehen, dass dieses Fahrzeug vom Staat stillgelegt werden sollte. In seiner Pfarrei gab es auch viele Zwangsarbeiter aus Polen, die er betreute. Dies nahm die Gestapo zum Anlass, ihn zunächst ins Polizeigefängnis in Leipzig zu stecken. Sechs Monate dauerte diese erste Tortur. „Ich sollte weichgekocht werden“, wie er den Schülern erzählte. „Steigen Sie doch aus, entsagen Sie dem Glauben! Wie kann man nur zölibatär leben?“, fragte ihn ein Gestapo-Mann. Darauf erwiderte Scheipers: „Sie müssten das doch verstehen. Ihr Führer verzichtet ja auch auf Ehe und Familie, um sich ganz dem deutschen Volk hinzugeben.“ Diese schlagfertige Antwort brachte ihm die Einweisung in das KZ Dachau ein.

Prälat Scheipers entrann in Dachau nur knapp dem Tod. Obwohl eigentlich gesund, stand er morgens auf dem Appellplatz und wurde plötzlich ohnmächtig. „Allgemeine Körperschwäche“, lautete die fatale Diagnose. Die Folge: „Selektion“, Verlegung vom Krankenrevier in den Invalidenblock, von dem aus die Häftlinge normalerweise mit dem Lastwagen nach Schloss Hartheim bei Linz transportiert wurden. Ein Todestransport. Tod durch Vergasung.

Doch es sollte anders kommen. Ein Fluchtplan war lange zuvor überlegt worden. Scheipers wollte über die neben dem KZ angelegte Plantage, die noch nicht durch elektrische Zäune gesichert war, entkommen. Der Fluchtplan konnte aber nicht mehr ausgeführt werden, weil Scheipers nun auf dem Invalidenblock lag und das Lager nicht mehr verlassen konnte. Scheipers wollte sich schon in sein Schicksal ergeben – doch dann kam die Rettung. Seine Zwillingsschwester setzte sich beim Reichssicherheitshauptamt in Berlin für ihn ein. Ein Bischof hatte für ihn Fürsprache gehalten. Dadurch wurde er wieder auf den Priesterblock verlegt. Erst 1945, vier Jahre nach seiner Einlieferung, als die Amerikaner immer näher kamen, gelang ihm bei einem der Todesmärsche die Flucht.

Neben seinem eigenen Schicksal ging Scheipers gegenüber den Schülern auch auf die Situation von Georg Häfner ein, den er gut kannte. Scheipers gab auch dem Funktionshäftling von Häfner eine Mitschuld ein seinem Tod. Er habe es versäumt, ihn auf die Krankenstation zu bringen. Die Funktionshäftlinge, in diesem Fall ein Kommunist, mussten selbst um ihre privilegierte Stellung fürchten, wenn sie sich nicht an die Regeln hielten. „Und wegen eines Pfaffen riskierte er seine Stellung nicht“, so Scheipers.

Eindrucksvoll schilderte Scheipers aber auch Beispiele der Selbstaufopferung von Häftlingen. Er nannte Maximilian Kolbe, der sich für einen Familienvater hingab. Aber auch in seiner eigenen Zeit auf dem Invalidenblock erfuhr er einen eindrucksvollen Akt von Nächstenliebe: Ein kranker Mithäftling schenkte ihm seine Brotration. Wenige Tage später starb er, unter anderem an den Folgen von Unterernährung und Durchfall. Hingabe in der Nachfolge Christi, das sei die Haltung vieler Priester in Dachau gewesen. „Ihr seid ehrlos, wehrlos und rechtlos“, diese Aussage machte Scheipers auch Mut: „Ich verglich meine Stellung mit der von Jesus kurz vor seinem Tod. Ich fühlte mich als wahrer Jünger Jesu. Bei mir ist der Glauben in Dachau gewachsen.“

 


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Martinseuro für Knochenmarkspende

Es ist am Egbert-Gymnasium schon Tradition, dass die Schülerinnen und Schüler am Martinstag wie in diesem Jahr am 11.11.2010 für ein soziales Projekt sammeln, das sie im Laufe des Jahres beeindruckt hat. In diesem Jahr war es eine Aktion im Rahmen des Compassion-Projektes. Prof. Dr. Markus Böck (Universitätsklinik Würzburg/Transfusionsmedizin) hatte in Münsterschwarzach einen spannenden Vortrag über die Modalitäten der Knochenmarkspende gehalten – übrigens zusammen mit einer ehemaligen Schülerin, Nicole Hufnagel, die vor kurzem selber gespendet hatte -, worauf sich über 60 Schülerinnen und Schüler für eine Blutspende und eine Typisierung ihres Blutes bereit erklärten. Der Martinseuro hilft nun zu einem gewissen Teil, diese Typisierung zu finanzieren.

 


Deutsch-französischer Tag


Die "Franzosen" der 9.Klassen begingen zusammen mit ihren Lehrern Plich-Langer-Kropp- Schmitt-Friedel den deutsch-französischen Tag am 24.Januar 2011 im Rahmen einer Käse-Verkostung mit Spezialitäten aus 6 Regionen Frankreichs, bei der in Kurzreferaten von Schülern Wissenswertes zur Käseproduktion und deren Herkunftsregionen vorgestellt wurde.

Nikolaus aus dem Buchladen Münsterschwarzach im Tagesheim des Egbert-Gymnasiums

Die Buchhändlerinnen und -händler der Klosterbuchhandlung Münsterschwarzach hatten sich in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht. Mit einem Riesensack von schönen, echten Schokonikoläusen zogen sie durch die Zimmer des Tagesheims am Egbert-Gymnasium, um die 200 Kinder zu beglücken. Vorneweg lief Evelyn Zapf durch die Klassenzimmer und klopfte an, bevor Br. Samuel OSB im Nikolausgewand die Kinder beschenkte. Schule und Tagesheim stehen in engem Kontakt mit der Buchhandlung, nicht nur vor Weihnachten. Lesestoff gibt es da immer zu haben und auch manch Süßes. Im Bild zwei Schülerinnen der Klasse 5c.

 


Am Egbert-Gymnasium im Lesen vorne dran – Vorlesewettbewerb 2010

Endlich war es für die Schülerinnen und Schüler der vier 6. Klassen am Egbert-Gymnasium wieder so weit. Nach langem Üben und dem Auswahlverfahren in den Klassen fanden sich die jeweils zwei besten der Klassen in der Aula zusammen, um den Schulsieger zu ermitteln. Zuerst stellten die Kinder ihre Wahltexte vor, wobei Lesetechnik, Textverständnis und Textgestaltung überprüft wurden. Ähnlich wurde bei dem von den Lehrern ausgewählten Pflichttext verfahren. Wie häufig fiel die Entscheidung schwer, doch am Ende entschied sich die Jury aus Lehrern einstimmig für Jana Fuchs, 6d. Sie vertritt Anfang des kommenden Jahres das Egbert-Gymnasium beim Kreisentscheid. Den zweiten Platz belegte Mirjam Hutten, 6c. Auch die dritten Sieger erhielten ein Buchpräsent aus den Händen von Schulleiter Robert Scheller, der allen zu ihren tollen Leistungen gratulierte. Er dankte außerdem dem Bibliotheksteam mit Sarah Gormley, Calvin Rüth und Felix Menninger, die einen Büchertisch präsentierten und auf das vielfältige Angebot von Lesestoff in der Schule aufmerksam machten.

 

Dass Jana nicht nur gut lesen, sondern auch gut frisieren kann, zeigte sie beim kürzlich aufgeführten Klassenspiel „Pünktchen und Anton“. Sie schnitt als Pünktchen ihrem Hund „Piefke“ die Haare, während Friseurin Maike Scholz ihren Freund Anton zurechtstutzte. 

 


Feedback-Besuch im Rahmen der Bewerbung um den Deutschen Schulpreis

 

Götz Plessing, ehemaliger Schulleiter des Landerziehungsheims Birklehof/Hinterzarten, der Anfang des Jahres 2010 zusammen mit anderen Juroren das Egbert-Gymnasium evaluiert hatte, besuchte am 12. November 2010 die Schule zu einem Feedback und Austausch mit den Kollegen. Dem versammelten Kollegium erklärte er nochmals die sechs Kriterien des Deutschen Schulpreises (Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution), den Entwicklungsstand der Schule jeweils im Einzelnen und die so positive Bewertung des Egbert-Gymnasiums. Immerhin hatte das Egbert-Gymnasium den Sprung in die Runde der besten Bewerberschulen geschafft. Das große Entwicklungspotential könne noch weiter ausgeschöpft werden. Der pädagogische Arbeitskreis hat das Thema aufgegriffen, beschäftigt sich seit längerem intensiv mit der Schulentwicklung. Inzwischen waren zwei Kollegen zu einem Exzellenzforum in Bad Boll eingeladen, bei dem sich ca. 150 Vertreter gut bewerteter Bewerberschulen trafen. Die Anregungen und folgenden Hospitationen sollen helfen, die Schulen weiter voran zu bringen. Mitte Mai wird voraussichtlich in Münsterschwarzach ein Lernforum des Regionalteams Süd „Deutscher Schulpreis“ stattfinden.


Jürgen Seidel am Egbert-Gymnasium

Prominenten Besuch hatten die 9. und 10. Klassen des Egbert-Gymnasiums am vergangenen Dienstag. Der Autor Jürgen Seidel kam und las aus seinem Buch „Blumen für den Führer“ vor, einem Kurzbeschreibungprovokanten und bewegenden Jugendroman über die Hitler-Verehrung im Sommer 1936. Damit konnten sowohl das Geschichtswissen als auch Deutschkenntnisse anschaulich vertieft werden. Unser Bild zeigt den Autor, eingerahmt von einigen Schülerinnen.
 

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Starthilfe für die Karriere

Welcher Beruf passt zu mir? Diese Frage stand im Mittelpunkt des „Karriere-Informationstages“, der am letzten Samstag am Egbert-Gymnasium veranstaltet wurde. Die Oberstufenschüler der 11. Jahrgangsstufe bekamen dabei Informationen aus erster Hand: Ehemalige Schüler, aber auch Eltern und Freunde der Schule waren gekommen, um den baldigen Abiturienten etwas aus ihrem Berufsalltag zu erzählen – von Betriebswirtschaft über Maschinenbau, Informatik und Jura bis hin zur Medizin. Studiendirektor Gerd Fischer, die Elternbeiratsvorsitzende Ruth Finster und André Hofmann von EGM-Alumni hatten die Veranstaltung organisiert. Unser Bild zeigt die interessierte
Schülerschaft mit André Hofmann und Event-Managerin Isabell Strohofer.
  

 


EGM hat fast die Nase vorn

„Die ganze Wahrheit über die Lüge!“ So lautete der Titel der Radiosendung, den die Tatfunk-Gruppe des Egbert-Gymnasiums im letzten Schuljahr produzierte. Die Sendung wurde nun im Rahmen eines Wettbewerbs der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung prämiert und landete unter den besten sechs. Insbesondere ein Interview mit der bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm wurde von der Jury positiv bewertet. Dass es am Ende nicht ganz „auf´s Treppchen“ rechte, lag auch an der großen Konkurrenz: 41 Sendungen aus sechs Bundesländern lagen der Jury zur Bewertung vor.


Martinseuro 11. November 2010

Die Aktion des Martinseuros steht im engen Zusammenhang mit dem Compassion-Praktikum. Mit dieser kleinen Spende sollen schon die Jüngsten der Schulfamilie an soziale Verantwortung herangeführt werden. Die Idee des Martinseuros entstand bei der Einführung des Compassion-Praktikums im Schuljahr 2002/2003 aus den Überlegungen der Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe nicht nur in sozialen Einrichtungen tätig zu sein und Einblicke in die Aufgabenbereiche dieser Institutionen zu gewinnen, sondern ihnen auch eine kleine finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.

Nach dem Vorbild des Heiligen Martin spenden am 11.November alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 13. Jahrgangsstufe 1 Euro. Mit dem Erlös aus dieser Aktion soll in diesem Schuljahr die Typisierung der im September von den Schülern der Oberstufe abgegebenen Blutproben unterstützt werden. Durch die Registrierung der Informationen in einer zentralen Spenderdatei für Knochenmarktransplantationen kann Menschen , die an Leukämie erkrankt sind, weltweit geholfen werden.

 


 

Maria Stöcker (K 13) erreicht 4. Platz beim stark besetzten
Internationalen Lateinwettbewerb „Litterarum Pugna Latina“ in Melk
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"Ut in omnibus glorificetur Deus" - so steht es zu lesen, wenn man zum Hauptportal des Stiftes Melk kommt. Unter diesem Leitspruch aus der Regel des Hl. Benedikt stand auch der "Benedictus Europae Patronus - V. Lateinwettbewerb des Stiftes Melk" vom 27. - 29. Oktober 2010, an dem auch das Egbert-Gymnasium teilnahm.

Die berühmte Benediktinerabtei Melk - Inbegriff aller österreichischen Barockstifte - hatte Ordensschulen Europas eingeladen, je zwei Schüler zu einem Wettbewerb ungewöhnlicher Art zu entsenden. Vom 27. bis 29. Oktober trafen sich in Melk knapp 60 Schüler von 28 Schulen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, um in einer vierstündigen Übersetzungs- und Interpretationsaufgabe einen Sieger zu ermitteln. Thema des Wettkampfes „Litterarum Pugna Latina“ war die Regula Benedicti, die Benediktsregel, die der Heilige Benedikt im 6. Jahrhundert verfasst hat und nach der seit jener Zeit Mönche auf der ganzen Welt leben. Sie hat einen kaum zu überschätzenden Einfluss auf die Zivilisation Europas gehabt.
Die Klausuren wurden am Vormittag des 28. Oktobers geschrieben; am 29. Oktober wurden im prachtvollen Kolomanisaal des Stiftes Melk unter dem Vorsitz von Abt Dr. Burkhard Ellegast OSB und Hofrat Magister Anton Eder, Direktor des Stiftsgymnasiums, die Sieger bekannt gegeben. Die Entscheidung war knapp wie noch nie. Drei Arbeiten teilten sich den ersten Platz, die Platze 2 und 3 blieben entsprechend frei. Die Preisträger waren Christian Stadlbauer (Johannes - Nepomuk - Gymnasium der Benediktiner, Rohr), Katharina-Maria Schön (Bundesgymnasium Bruck Leitha), Jenny Braunecker (Realgymasium der Dominikanerinnen, Wien).
Das Egbert - Gymnasium hatte Maria Stöcker (K13) und Paul Gonetz (Jahrgangsstufe 9) zusammen mit ihrem Betreuer Justus Finkel entsandt. Paul erreichte einen respektablen Platz im Mittelfeld und erhielt von Hofrat Eder Sonderlob als weitaus jüngster Teilnehmer, der je in diesem Wettbewerb angetreten sei. Maria errang einen geteilten vierten Platz. Auch wenn es natürlich ein wenig schmerzte, den dritten Platz denkbar knapp verfehlt zu haben, war dies bei dem hochkarätigen Feld der Konkurrenz ein erfreuliches Ergebnis.

Teilnehmer und Betreuer wohnten während der drei Tage im Stift Melk selbst oder in nahegelegenen Hotels. Der Wettkampf wurde garniert von einem religiösen Programm, Führungen und Vorträgen für Lehrer und Schüler sowie sehr interessante Einblicke in das Schulwesen Österreichs. Einstimmiges Urteil aller Beteiligten am Ende des Aufenthalts: ein begeisterndes und perfekt organisiertes internationales „certamen“, das die Bedeutung des Lateinischen in der Tradition des christlichen Abendlandes eindrucksvoll unterstrich.


 

 

„Such´ dir ´nen Freund, aber lass´ mich in Ruhe!“
Wenn Eltern schwierig werden..

 „Pubertät. Wenn die Eltern schwierig werden…“, so lautete der Titel eines Vortrags, den der staatliche Schulpsychologe Ulf Cronenberg am Egbert-Gymnasium hielt.

Zu Beginn nahm der Fachmann den etwa 200 Zuhörern – überwiegend besorgte Eltern - ein bisschen die Angst. „Erwachsene haben sich schon immer um ihre Kinder Sorgen gemacht, wenn diese in die Pubertät kamen – und trotzdem ist aus den meisten etwas geworden“, so Cronenberg. „Schauen Sie sich nur hier im Saal um!“ Eltern sollten nicht denken, für alles verantwortlich zu sein. „Nicht alles, was Sie in der Pubertät Ihres Kindes aushalten müssen, liegt an Ihren Erziehungsfehlern.“ Letztlich sei die Pubertät eine natürliche und notwendige Entwicklungsphase des Menschen.

Die Heranwachsenden wollten sich selbst behaupten und seien auf der Suche nach ihrer Identität. Viele Aufgaben müssten die jungen Menschen bewältigen, von der Vorbereitung auf das Berufsleben über die Abnabelung von den Eltern bis hin zur Übernahme der eigenen Geschlechterrolle. Dies alles geschehe vor dem Hintergrund eines veränderten Umfeldes, man denke nur an Fernsehen und Internet. Auch beginne die Pubertät heute früher und ende später, da sich die Ausbildungszeiten verlängert hätten. Somit werde die Kluft zwischen dem Kindsein und dem „Noch-nicht-erwachsen-sein“ zunehmend größer.

Des Weiteren führte Cronenberg aus, dass die Pubertät nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern eine Krisenzeit darstelle, Stichwort: „Midlife-crisis“. „Mütter und Väter erleben Verlustängste, müssen sich gleichzeitig um die eigenen alten Eltern kümmern und werden mit dem eigenen Alter konfrontiert.“ Cronenberg verharrte aber nicht nur bei der Beschreibung des Problems, sondern gab auch Ratschläge zur Lösung: Er rief zur Gelassenheit auf, zu einem Bemühen um eine positive Beziehung zu den Kindern und zu einem Mittelweg. Eltern sollten einerseits Grenzen setzen und andererseits Freiheiten zugestehen. Sie sollten das Gespräch suchen und sich für das Kind interessieren. „Lassen Sie sich darauf ein, was ihr Kind am Computer spielt und welche Bücher es liest. Dann können Sie auch darüber diskutieren. Das hilft mehr, als einfach ein Verbot auszusprechen.“ Allerdings müssten einmal gesetzte Grenzen auch von beiden Ehepartnern gleichermaßen eingehalten werden. Schließlich sollte man sich nicht scheuen, bei massiven Problemen wie Drogenmissbrauch professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen.

Nach dem Vortrag hatten die Eltern die Möglichkeit, ihre Fragen an den Schulpsychologen zu stellen. Die Eltern zeigten reges Interesse am Thema Drogenprävention, aber auch ganz alltägliche Probleme standen im Mittelpunkt: Wie lange sollten Kinder weggehen dürfen? Wie strikt sollte man die vereinbarte Zeit einhalten? Cronenberg riet zu einer konsequenten Haltung, die aber auch Ausnahmen zulässt: „Wenn die beste Freundin Geburtstag hat, darf es auch mal eine Stunde länger sein.“ Eine andere Mutter beklagte sich darüber, dass ihr Sohn nicht mehr mit ihr reden möchte. „Der sagt doch glatt zu mir: Such dir ´nen Freund, aber lass mich in Ruhe!“

 


 

Ruth Finster bleibt Elternbeiratsvorsitzende

Die Elternbeiratswahl am Egbert-Gymnasium erbrachte folgendes Ergebnis: Ruth Finster bleibt wie bisher die 1. Vorsitzende des Elternbeirats. Außerdem wurden gewählt (von hinten links): Schulleiter Robert Scheller, Gudrun Berndt, Andreas Sinning (Kassenwart), Ulrike von Bechtolsheim, Stefan Teske, Birgit Donaldson, Albert Schweiger, Ruth Finster, Andrea Bätz (2. Vorsitzende), Stephan Dinkel, Susanne Zang, Dieter Kerzdörfer und Elena Wagner (Schriftführerin). Als Nachrücker stehen Anne Schubert, Jane Thomas, Sabine Wagenhäuser, Daniela Schwab und Tamara Rose bereit.

 


 

 

Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Diese Hoffnung auf Verbesserung, die Friedrich Schiller in seinem Gedicht beschreibt, hat die Schülerzeitungsredakteure unserer „Peer“ in den letzten Jahren ganz besonders angetrieben. Die Hoffnung hat sich zum großen Teil erfüllt. Schrittweise hat sich aus der kopierten Loseblattsammlung ein Hochglanzmagazin entwickelt – und dies trotz G8 und des erweiterten Nachmittagsunterrichts. Diese Anstrengung wurde nun mit dem 1. Platz in Unterfranken belohnt, was uns alle riesig freut. Besonderer Dank gilt dem Ministerialbeauftragten Gert Weiß, der persönlich zu uns an die Schule kam, um den Preis zu überreichen.

Drei Gedanken mögen dazu erlaubt sein.

1) Die Mitgliederzahl hat sich sehr erfreulich entwickelt. In Bildredaktion, Anzeigenabteilung und Redaktion arbeiten nun 35 Schülerinnen und Schüler von der 6. bis zur 12. Jahrgangsstufe. Wenn die jetzige Führungsmannschaft diese bzw. nächstes Jahr das Abitur ablegt, wird das zwar ein großer Verlust sein, aber es steht schon der Nachwuchs bereit, um in die Fußstapfen zu treten.

2) Die ganze Redaktion darf richtig stolz darauf sein, dass sich bisher jede Ausgabe ohne äußere Hilfe refinanziert hat – nur durch den Verkaufserlös und die Anzeigen. Die Schülerzeitung ist ein kleines Unternehmen geworden – mit Ausgaben und Einnahmen und einer sorgfältigen Budget-Planung. Kreative, inhaltliche Ideen verknüpfen sich so mit selbstständigem, vorausschauendem Planen. Ganze Nachmittage lang sitzt die Anzeigenabteilung am Telefon und gewinnt immer wieder Anzeigenkunden – die Damen (Laura Kreis, Ines Hörlin) lassen da ihren ganzen Charme spielen, es ist eine Freude, das mitzuerleben. Auch Calvin Rüth ist hier sehr erfolgreich.

3) In inhaltlicher Hinsicht lebt unsere Peer wie jede Zeitung von guten Ideen, sorgfältig recherchierten Artikeln und einer fairen Umgangsweise. Kritik ja – persönliche Beleidung nein – das war das Prinzip in der Vergangenheit. Es soll auch in Zukunft gelten. Dabei ist mir ganz wichtig, dass die Peer kein abgeschlossener Zirkel ist, sondern jeder als „freier Mitarbeiter“ herzlich willkommen ist. Wenn euch etwas stört oder begeistert, dann recherchiert und schreibt darüber – egal ob es unserer Schule oder die Welt da draußen betrifft. Die Peer ist und bleibt das Sprachrohr der Schüler.

Die kleine Erfolgsgeschichte der Schülerzeitung wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung von einigen Personen, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte:

  • Unser Schulleiter Herr Scheller, der immer ein offenes Ohr für die Belange der Zeitung hat und bei der Finanzierung der technischen Ausstattung (Foto, Blitz, Layout-Software) kräftig mitgeholfen hat.

  • Frau Borkowski, die für die SMV/Schülerzeitungen zuständige Mitarbeiterin an der MB-Dienststelle, die regelmäßig Fortbildungen für die Lehrkräfte und Schülerzeitungsseminare für unsere Redakteure anbietet. Im laufenden Schuljahr waren Paul Gonetz und Bastian Hegler auf Kloster Banz und konnten wertvolle Anregungen mitbringen.

  • die Chefredakteure Benjamin Müller, Marius Mülhaupt, unterstützt von Anna Ofenhitzer, Lars Reiners und Paul Gonetz, die Unmengen an Zeit in die Peer investiert haben und das immer noch tun.

Lassen Sie mich schließen mit der letzten Strophe von Schillers Gedicht, verbunden mit der Hoffnung auf weitere mögliche Verbesserungen der Peer:

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren,
Im Herzen kündet es laut sich an:
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.

 

Dr. Reinhard Klos

 


„Far away“ – Theatergruppe der Oberstufe am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach zeigt den Zuschauer auf ungewohnte Weise, was sich auf einer einsamen Insel ereignen kann, wenn zwölf Jugendliche ganz auf sich gestellt sind.

Eine Gruppe von Jugendlichen wird infolge eines Flugzeugabsturzes auf eine unbewohnte Insel im Pazifik verschlagen. Der Pilot, der einzige Erwachsene an Bord, ist dabei ums Leben gekommen. Zuerst versuchen die Jugendlichen trotz ihrer einfachen Lebensweise, ein Leben zu führen, welches ihnen in der Heimat anerzogen wurde. Sie ergreifen Maßnahmen, welche auf Rettung abgestimmt sind, und hoffen, dass diese so schnell wie möglich kommt. Diese Hoffnung zeigt sich durch das Feuer, das auf dem Berg der Insel entfacht wird. Es ist auch ein Zeichen ihrer Bindung zur Außenwelt. Sie wählen Juli zur Anführerin, halten Versammlungen ab, um wichtige Fragen zu diskutieren und gemeinsam zu lösen. Nachdem die Insel erkundet worden ist, lässt Juli die neuen Inselbewohner in Zweiergruppen das Signalfeuer bewachen. Dan denkt mit einigen anderen zunehmend an die Wildscheinjagd, um so für ausreichend Verpflegung für die Gruppe zu sorgen. Die Jäger werden mit jeder Jagd aber immer versessener aufs Töten. Der ursprüngliche Zweck der Jagd die Gemeinschaft mit Nahrung zu versorgen ist nunmehr ein zweitrangiger Grund. Des Weiteren geben sich die Jäger dem Alkohol hin und werden damit immer unberechenbarer. Als ein Schiff in der Nähe gesichtet wird, Juli aber mit zwei anderen aus der Gruppe bemerkt, dass das Signalfeuer erloschen ist, kommt es zu einem Streit zwischen Dan und Juli. Gleichzeitig bestimmt sich Dan als Anführer seiner Jäger, die sich nun von den anderen trennen und ein neues Lager aufschlagen. Bei Juli verbleibt nur eine kleine Restgruppe. Der Versuch von Anne zwischen den beiden Gruppen zu vermitteln schlägt fehl. Als sich Juli ihre von Dans Gruppe gestohlene Brille zurückholen möchte, wird sie getötet: Sie prallt nach einem heftigen Stoß gegen einen Felsen. War das noch als Unfall zu werten, steigert sich die Aggression der Jugendlichen um Dan so stark, dass Sebastian und Sophie, die Juli die Treue gehalten haben, vorsätzlich von Dan ermordet werden. Das Stück endet damit, dass Judith drei Kreuze errichtet und die Überlebenden des Dramas betroffen an den Gräbern stehen.

Und im Zuschauer regen sich Fragen, wie z.B. „Worin liegen die Gründe von Dans Gewaltbereitschaft?“ „Warum gibt er sich fast widerstandslos seinen latenten Aggressionen hin?“ „Warum folgen so viele dem gewaltbereiten Dan?“ „Woran liegt es, dass die Jugendlichen die Demokratie nicht aufrecht erhalten können?“ Diese Fragen hat sich schon William Golding in seinem Roman „Herr der Fliegen“ aus dem Jahr 1946, das diesem Theaterstück als Vorlage diente, gestellt. Und wie die Spielerinnen und Spieler an den zwei gut besuchten Vorstellungen bewiesen und wie an der betroffenen Reaktion der Zuschauer zu ersehen war, sind diese Fragen auch noch heute sehr aktuell.

Die von der Spielleiterin Judith Olschina sehr gut eingestellten jungen Schauspielerinnen und Schauspieler gelang durch ihr intensives Spiel eine sehr anschauliche Demonstration der oben genannten Fragen. Hervorzuheben sind hier z.B. der Prolog und der Epilog, die sehr einfühlsam von Theresa Paulig (als Judith) gestaltet wurden. Die komödiantischen Einlagen von Niklas Dürr (als Peter) und von Patrick Dietl (als Mick) lockerten die Atmosphäre immer wieder auf, so dass es neben den nachdenklichen Sequenzen für die Zuschauer auch etwas zu lachen gab. Benedikt Kirch (als Sebastian) und Theresa Kuhn (als Sophie) überzeugten durch ihr feinsinniges Spiel als „Liebespaar“ des Abends. Aber v.a. auch das gestisch und mimisch hervorragende Spiel von Eva Gräb (als Juli), Kristina Röder (als Anne) und Johann Seebeck (als Dan) verdient ein besonderes Lob. Des Weiteren zeigten Laura Brand, Melanie Dürr, Olivia Gold und Kristina Wellborn auf der Bühne des Egbert-Gymnasiums ihr schauspielerisches Talent. Ein besonderes Lob gilt an dieser Stelle Frau Judith Olschina, die als ehemalige Schülerin und langjährige Theaterspielerin am EGM zum dritten Mal nun schon ein rundum gelungenes Theaterstück mit ihren Spielerinnen und Spieler aufführen konnte. Durch ihr engagiertes und konzentriertes Arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe erreichte sie eine sehr eindringliche Aufführung, die wohl noch lange in den Köpfen der Zuschauer nachwirken wird.

 


 

 

Auf den Spuren von Goethe und Schiller

Die zwölfte Jahrgangstufe des Egbert-Gymnasiums unternahm am vergangenen Donnerstag einen Ausflug nach Weimar. Die Schülerinnen und Schüler erkundeten unter anderem Goethes Garten- und Wohnhaus, die Anna-Amalia-Bibiliothek, das Stadtschloss, das Nationaltheater und Schillers Wohnhaus. Um die gewonnenen Eindrücke zu vertiefen, besuchten sie am Abend eine Aufführung des „Urfaust“ in der Erfurter Studio-Bühne. Die Leitung der Fahrt hatten die Deutsch-Lehrkräfte Markus Binzenhöfer, Elmar Bürger, Dr. Herbert Müller und Dr. Reinhard Klos inne.

 


Neue Lotsen gehen an Bord! – Fortbildung der Conflict-Police in der Münsterklause


Am 30.September und 01.Oktober 2010 fand die Fortbildung der Conflict-Police in der Münsterklause statt. 22 neue Mitglieder konnten begrüßt werden.

Das Seminar diente vor allem dem Kennenlernen, der Erarbeitung des Jahresprogramms und der Auseinandersetzung mit einer neuen Methode zur Intervention bei Mobbingfällen.

Die Wirksamkeit dieser Methode liegt darin, dass die am Mobbing beteiligten Personen zusammen mit anderen Personen, die dem vom Mobbing Betroffenen wohlwollend und unterstützend zur Seite stehen, in einen Gruppenprozess einbezogen werden, der darauf abzielt, Mobbinghandlungen zu beenden. Zu diesem Zweck beruft ein Experte, der die Gruppe, in der der Mobbingfall aufgetreten ist, kennt, ein sogenanntes Helferteam ein, das sich aus Akteuren, Mitläufern und Unterstützern des Betroffenen zusammensetzt, um durch ganz konkrete Handlungen zum Wohle des Opfers die Mobbingsituation zu beenden. Auf Schuldzuweisungen und Bestrafung wird verzichtet. Der Blick wird in die Zukunft und somit nur auf die Lösung der Mobbingsituation gerichtet. In Gesprächen, in denen darüber diskutiert wird, dass in einer Gemeinschaft für alle eine angenehme Atmosphäre herrschen muss, wird den Akteuren ihr Fehlverhalten deutlich. Der Druck der Unterstützergruppe ist sehr hoch. In den meisten Fällen sehen die Akteure ihr Fehlverhalten ein. Das machte auch das Rollenspiel deutlich.

 

 

 

 

Andrea Weber-Brandt, Oktober 2010

 


 

Austausch der Lehrkräfte „Übergänge gestalten“/“Kleeblatt“ zu Beginn des Schuljahres

 

25 Pädagogen verschiedener Schularten trafen sich in Münsterschwarzach, um sich über einen gleitenden Übergang von der Grundschule an die weiterführenden Schulen zu beraten.

Seit mehr als zehn Jahren ist es Brauch, dass sich die Kollegen zu Beginn des Schuljahres zu einer Fortbildung und einem Austausch am Egbert-Gymnasium treffen. Diesmal berieten sie sich über das Fach Heimat und Sachkunde bzw. seine Fortführung an Realschule, Hauptschule und Gymnasium, wobei auch ein Blick auf die Hausaufgabenarbeit im Tagesheim geworfen wurde. Stellvertretend für die 14 Kollegen aus den Grundschulen Albertshofen, Bergtheim, Dettelbach, Geiselwind, Marktbreit, Schwarzacher Becken, Sommerach, Volkach und Wiesentheid stellte Lehrerin Kathrin Riehle aus Kitzingen, St. Hedwig den Lehrplan mit den praktischen Erfahrungen und der erzieherischen Unterrichtsarbeit vor, Kolleginnen der Mädchenrealschule der Franziskanerinnen Volkach erklärten ihre fortführenden Fächer, OStR`in Annamaria Mallad (NuT/Biologie) und StD Gerd Fischer (Geographie) vom Egbert-Gymnasium zeigten ihre Unterrichtsfelder auf. Schön war es, dass Fächer übergreifend auch Deutsch-Kollegen, zudem des Gymnasiums Marktbreit dazugekommen waren, ebenso Betreuer des Tagesheims Münsterscharzach. Im Austausch ergaben sich viele interessante Gespräche. Moderiert wurde der Ablauf von Dr. Herbert Müller, Mitarbeiter in der Schulleitung des Egbert-Gymnasiums, der sich sehr über die rege Beteiligung am „Kleeblatt“ freute.

 


 

EGM kämpft gegen Leukämie

Jonas war einer von 61 Schülern des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach, die sich in die zentrale Knochenmarkspender-Datei aufnehmen ließen. Nachdem Prof. Dr. Markus Böck von der Universität Würzburg zu Schuljahresbeginn einen Vortrag über die lebensrettende Stammzellenspende gehalten hatte, kam nun sein Team nach Münsterschwarzach, um den potenziellen Spendern Blut abzunehmen. Die Aktion fand im Rahmen des Compassion-Projektes statt, mit dem sich die katholischen Schulen in besonderer Weise um soziale Belange kümmern. Die Typisierung kostet 50 Euro pro Person. Das Geld will die Compassion-Gruppe um Lehrerin Andrea Weber-Brandt unter anderem durch eine Sammelaktion zum Fest des Heiligen Martin zusammenbekommen.

 

 

 

 


 

Erlebnis Steinzeit

Viel Spaß hatten die Sechstklässler des Egbert-Gymnasiums bei ihrem „Erlebnis Steinzeit“ in Buchbrunn. Zunächst bewunderten sie die Überreste aus der jungsteinzeitlichen Siedlung, die sich vor etwa 7000 Jahren im heutigen Buchbrunn befand. Anschließend ging es zum Nachbau eines Langhauses. Dort durften die Sechstklässler hautnah erleben, wie die Menschen damals lebten und arbeiteten. Gabriele Koch vom Museumsteam zeigte den Schülern zum Beispiel, wie man zu jener Zeit Löcher bohren konnte. Unser Bild zeigt die Schüler wie sie – allerdings mit einem neuzeitlichen Messer – ein Stück Holz bearbeiten. Mit der Exkursion sollten die Inhalte des Geschichtsunterrichts vertieft werden.

 


Herzlich Willkommen!



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