Drei Formen der Tagesgestaltung


Ohne Nachmittagsbetreuung:
          Unterrichtsende an den meisten Wochentagen 13 Uhr

Tagesheim:
          Unterricht am Vormittag, Studierzeiten am Nachmittag

Ganztagsklasse:
          neuer Rhythmus von Lernen – Studieren - Freizeit

 

Tagesheim und Ganztagesklasse


Warum Ganztagsschule?

  • Zunehmend hektischer und kleinschrittiger Unterrichtsalltag durch das achtjährige Gymnasium
  • Mediale Einflüsse verhindern die Konzentration auf das Wesentliche sowie körperliche Betätigung und soziale Kontakte.
  • Der Arbeitsalltag vieler Eltern lässt eine häusliche Betreuung der Kinder an den Nachmittagen nicht mehr zu.

Pädagogische Zielsetzung

  • Neu rhythmisierter Tagesablauf durch Wechsel von Fachunterricht, Arbeitsstunden, Bewegungsphasen und Freizeitangeboten
  • eigenes pädagogisches Konzept für die Ganztagsklassen setzt neue Akzente für das Lernen und Zusammenleben.
  • Erzieher als feste Bezugsperson

Unsere Leitsätze als Grundlage

  • Wir sehen den ganzen Menschen als Ebenbild und Kind Gottes mit all seinen Talenten.
  • Wir fördern die kognitiven, affektiven und musisch-kreativen Talente in Theater, Musik, Kunst, Sport.
  • Wir stützen unsere Arbeit gezielt auf Projekt- und Teamarbeit sowie Methodentraining.
  • Wir erarbeiten im Fachunterricht gezielt Grundwissen, Fachwissen und vertiefende Kompetenzen.
  • Wir bauen in enger Abstimmung mit der Abtei ein religiöses Fundament.
  • Wir fördern aktiv das Zusammenspiel von Lehrern, Kindern, Betreuern und Eltern.

Tagesablauf in der Ganztagsklasse

  • Montag bis Freitag dauert jeder Schultag bis 16.20 Uhr
  • Vermehrt Unterricht in Doppelstunden
  • Zwischen zwei Stundenblöcken am Vormittag täglich eine Bewegungseinheit sowie eine betreute Arbeitsstunde
  • Lange Mittagspause mit vollwertigem warmen Mittagessen
  • betreute Freizeitangebote und meditative / religiöse Angebote
  • Nachmittag: 20minütigen Vokabellernen und Studierzeit
  • Lernmaterialien zum individuellen Üben

Projektarbeit

  • Doppelstunde am Freitagnachmittag
  • Erstes Halbjahr Projekt im Fach „Ausdruck und Gestalten“
  • Zweites Halbjahr MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) – Projekt.

Neuer Wochenbeginn

  • Montag 1. Stunde ist eine Klassenleiterstunde.
  • Soziales, Organisatorisches, Methoden oder Studieren
  • Alle vier Wochen Convocatio: Vollversammlung der ganzen Schule mit einem religiösen Impuls und wichtigen Information für die Schulfamilie.

Hausaufgaben

  • Erledigung aller schriftlichen Hausaufgaben für den nächsten Tag
  • Einteilung von Hausaufgaben oder Übungen in der Klassenleiterstunde 

Klassenteam und pädagogische Begleitung 

  • Regelmäßige Teamsitzungen der Lehrer und Betreuer
  • Begleitung durch den Schulpsychologen
  • halbjährliches Lehrer-Schüler-Elterngespräch
  • Schüler helfen Schülern 

Schulfamilie erleben

  • Ankommenstage
  • Begrüßungsfest
  • Bamsentaufe
  • gemeinsame Zeiten auf dem Winkelhof und im Schullandheim
  • Klosterpaten
  • Klassenvertrag 

Anmeldung und Kosten 

  • Anmeldung zunächst unabhängig vom gewählten Zweig und der ersten Fremdsprache
  • zunächst mindestens bis zur 7. Jahrgangsstufe
  • Kosten 180 € monatlich (inkl. Verpflegung).

 

 

Mehr unter www.tagesheim.info

 

 

 

 

 

Eigenes Modell der Ganztagsschule am Egbert-Gymnasium – Innovation und Erfahrung. Beiträge der Klosterschule in Münsterschwarzach zur aktuellen Diskussion


Auch das Egbert-Gymnasium hat sich auf den Weg zur teilweisen Ganztagsschule gemacht. Angeboten sind seit kurzem sogar gebundene Ganztagsklassen mit Rhythmisierung des Tagesablaufs und etlichen Synergieeffekten in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Ganztagsbetreuung, noch etwas fortentwickelter als beim lange bewährten Tagesheim, das natürlich weiterhin als gute Möglichkeit in der Unterstufe, dann auch in offener Form in der Mittelstufe zur Wahl steht; Lernwelten, die eng kooperieren.

Wenn an etlichen Wochentagen über 450 Essen, etwa Pizzas in zwei Schichten zubereitet, an die Schülerinnen und Schüler ganz reibungslos verteilt werden, alle im großen Speisesaal satt werden, sogar die Lehrer mitessen können, Köchinnen keinerlei Stress zeigen, die Tagesheimbetreuer für eine angenehme Stimmung sorgen und anschließend mancher Mönch und Lehrer einen Schützling abholt, dann sind das ganz gewohnte Abläufe in der offenen und gebundenen Ganztagsschule am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach. Das Kloster liefert auf kurzem Weg Essen, das allen schmeckt. Küchen, Klosterbäcker und –metzger sowie die Verwaltung arbeiten für die Versorgung der Schüler eng zusammen.


Die Infrastruktur aus ehemaligen Internatszeiten kommt der offenen und gebundenen Ganztagsschule in Münsterschwarzach zugute. Das Tagesheim hat in Münsterschwarzach schon eine lange Tradition, auf der sich weiter gut aufbauen ließ. Zwischen 650 und 750 Schülerinnen kommen in den Genuss der Einrichtung, es sind dabei nicht nur die Schüler der 5.-10. Jahrgangsstufe, für die die Ganztagsschule eingerichtet ist, es können selbstverständlich auch Größere mitessen.

 

Im Wesentlichen sind es aber die Schüler der Unter- und Mittelstufe, die von ihr profitieren.

Über 220 Schülerinnen und Schüler sind mit festem Platz in der Betreuung Montag bis Freitag angemeldet, mehr als doppelt so viele haben sich zusätzlich auf flexiblen Plätzen angemeldet, beim Mittagessen, in der Mittelstufenbetreuung, im Externat, einer Aufenthaltsmöglichkeit unter lockerer Aufsicht, im Wahlpflichtprogramm der Unter- und Mittelstufe zusammen mit der Schule, das die Kinder und Jugendlichen sehr gerne annehmen. Viele Angebote aus dem religiösen Leben, der Schulseelsorge, dem Sport, der Musik, aus Kunst und Theater sowie den handwerklichen Grundtechniken sind sehr gefragt. Diese Angebote werden von den Mönchen der Abtei mitgetragen.

Für das ganz eigene Modell der offenen und gebundenen Ganztagsschule am Egbert-Gymnasium waren einige Umstellungen im Stundenplan notwendig, was so gelang, dass keine zusätzlichen Belastungen für die Schülerinnen und Schüler entstanden, ganz im Gegenteil sogar Synergieeffekte, was sich besonders in den gebundenen Ganztagsklasen und eigener Lernwelt mit reicher Materialausstattung zeigt. Entstanden ist eine Mischung aus offener und gebundener Ganztagsschule. Kombiniert sind in Münsterschwarzach das engere Angebot des Tagesheims der Unterstufe, das einen weichen, gleitenden Übergang von der Grundschule an das Gymnasium anvisiert – es arbeiten da 15 Betreuer für die Kinder - , und das Wahlpflichtangebot der Mittelstufe, das jedem viel an freier Wahl lässt. Aus diesem Wahlpflichtangebot, der Begabungsförderung und der in voller Zahl angebotenen Intensivierungsstunden kann jeder nach seinen Bedürfnissen und Wünschen ein Zusatzprogramm zusammenstellen, das seinen Pflichten und Neigungen entgegenkommt. Die angeschlossene Instrumentalschule und der schuleigene Sportverein DJK bieten dafür zusätzliche Talentförderung bis in den Abend hinein. Über diese integrativen Angebote und das intensive soziale Lernen mit Angeboten für jede Stufe entsteht ein hohes Maß an Identifikation mit der Klosterschule.

                                                                                             
Dr. Herbert Müller, StD i.K.

 

Tagesheim

  • Angebot für Schülerinnen und Schüler der 5. - 10. Jahrgangsstufe, Montag bis Freitag 12. 15- 16.30 Uhr
  • Unterstufentagesheim für 5. und 6. Jahrgangsstufe mit festen Betreuern und Gruppen aus den jeweiligen Klassen,
    flexiblere Mittelstufenbetreuung 7.-10. Jahrgangsstufe
    individuelle Begabungsförderung

  • Angebote:
    • gemeinsames Mittagessen,
    • sinnvolle Freizeitgestaltung,
    • Hausaufgabenbetreuung
    • Fördermaßnahmen
    • Einbindung in Wahlunterricht/Arbeitsgemeinschaften Sportliche, musische, handwerkliche, gestalterische Aktivitäten
  • Zusätzliche Angebote:
    • Feste und Feiern
    • Orientierungstage der 6. Klassen
  • zwei Studierzeiten, unterbrochen durch Teepause und Freizeitgestaltung, Abfahrt der Busse ca. 16.30 Uhr

  • enge Koordination mit Gymnasium:
    • Integration in reiches Angebot der Schule: Differenzierter Sport, Musikschule, Projektarbeiten u.a.,
    • vielfache Absprachen zwischen Lehrkräften und Betreuern,
    • Arbeit an gemeinsamen Lernkonzepten
    • Integration in Schulfamilie
    • Einbindung in Schulentwicklung
  • derzeit 175 - 200 Schülerinnen und Schüler in festen Gruppen, dazu noch größere Schülerzahl in flexiblen Gruppen
  • Basis: Konzept der christlichen Ganzheitlichkeit, Schulprofil, Leitsätze
  • mehr auf der Tagesheim-Site


 

Unterstufentagesheim

5. Jahrgangsstufe

Klasse 5a     Antje Scheller

Klasse 5b     Andrea Kleinschnitz

Klasse 5c     Cornelia Sohn

Klasse 5g     Silke Bühler

6. Jahrgangsstufe

Klasse 6a       Iris Rothenbücher

Klasse 6b       Katja Pohl

Klasse 6c       Sandra Ehmer

Klasse 6g       Bernadette Berndt / Eva Trampe

7. bis 10. Jahrgangsstufe

 

 

Mittelstufentagesheim     Barbara Schielke, Katharina Fink

Barbara Schielke (Leitung), Florian Steffan, Stefan Sauerbrey, Ursula Knott (Externat)

 

Externat                            Ursula Knott

 

Alle Tagesheimgruppen werden durch Lehrkräfte oder studentische Hilfskräfte unterstützt.

Teamleitung: Silke Bühler, Barbara Schielke

Pädagogische Leitung: StD Dr. Herbert Müller

Gesamtleitung: OStD Robert Scheller

"Lernen lernen“ im Tagesheim Münsterschwarzach

„Methodenwissen“ und „Lernkompetenz“ gelten als unerlässliche Voraussetzungen für die Entwicklung zur Mündigkeit und Selbstständigkeit eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin.

Die Begleitung der Schüler auf diesem Weg erfolgt am EGM nicht nur vormittags in der Schule, sondern ganz besonders auch am Nachmittag im Tagesheim.

Das Tagesheim-Team ist stets darum bemüht, jedes Kind bei der Entwicklung eines selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernverhaltens zu unterstützen. Zum einen wird dabei die Vermittlung von Methodenwissen und Lernkompetenz reibungslos in die alltägliche Arbeit integriert. Sowohl in der Arbeit mit der gesamten Gruppe als auch in individuellen Einzelgesprächen – mit den Schülern und auch mit den Eltern – können so Tipps und Anregungen zur Optimierung des eigenen Lernverhaltens gegeben werden.

Zum anderen sorgen immer wieder besondere Projekte für eine flächendeckende Vermittlung verschiedener Lernkompetenzen.

In den letzten Jahren standen beispielsweise die Verbindung zwischen Lernen und Ernährung bzw. Lernen und Bewegung im Vordergrund. Im laufenden Schuljahr wurde der Projekt-Nachmittag auf das Thema „Lernen lernen“ ausgerichtet. Dabei wurden die Schlüsselkompetenzen Arbeitsorganisation, Erkennen von Schlüsselbegriffen in Aufgabenstellungen und die 5-Schritt-Lesetechnik den Schülern der 5. Klassen und ihren Eltern gemeinsam nahe gebracht.

Das Tagesheim-Team legt in seiner Arbeit sehr viel Wert darauf, dass die Kinder die Lernmethoden umsetzen und in ihren normalen Tagesablauf integrieren. Die Schülerinnen und Schüler erlernen so wichtige Basiskompetenz.

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