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EGM International

Comenius – Projektarbeit zwischen Ungarn, Tschechien und Deutschland

 


Vom 7.1.2010 bis zum 10.1.2010 trafen die Schüler aus Kromeriz,
Tscherichien, Györ Ungarn, und Münsterschwarzach, Deutschland, in Kromeriz zusammen.
Dabei wurde das Thema der Projektarbeit, nämlich „Engagierte Bürger
leisten Widerstand“ festgelegt und genauer ausgearbeitet.
Jedes Land stellt am Beispiel der eigenen jüngeren Geschichte Bürger vor,
die gegen einen totalitären Staat ankämpften.
Die Tschechische Gruppe wählte ihre Deutschlehrerin Valerie Procházkova'
aus, da diese selbst die Zeit der Wende miterlebte und an der „sanften
Revolution“ 1989 in Prag teilnahm.
Die Ungarn recherchieren über den Volksaufstand von 1956 gegen das
Kommunistische Regime am Beispiel von einzelnen Studenten.
Die deutschen Schüler werden anhand von Georg Häfner, einem Pfarrer aus
Oberschwarzach, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus (1933-1945)
darstellen.
Die Ergebnisse werden eventuell auf einer trinationalen Internetseite, die
von den drei Teams gestaltet wird, veröffentlicht.
Werden die Gelder für dieses Comenius-Projekt von der EU für dieses Jahr
wieder zur Verfügung gestellt,wird es zum Beispiel im Herbst ein weiteres  
Treffen in einem der drei Länder geben.


Internationaler Benediktinischer Jugendkongress in Australien

Etwa 250 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer von benediktinischen Schulen aus der ganzen Welt trafen sich im Collaroy Center nördlich von Sydney zu ihrem vierten internationalen Jugendkongress. Als Gastgeber hatten die „Good Samaritan Sisters“, die in Australien 10 Schulen leiten und nach der Regel des Heiligen Benedikt leben, ein sehr abwechslungsreiches und intensives Programm vorbereitet. Täglich wurden Gebetszeiten am Morgen und Abend und eine Eucharistiefeier von verschiedenen Nationen gestaltet und so erhielt jeder Tag seinen Rhythmus und seine besondere Prägung. Außerdem konnten die Schüler in Workshops die Kunst der Ureinwohner Australiens kennen lernen, in der Natur meditieren, wichtige Themen wie die Folgen der Klimakatastrophe diskutieren oder erste Versuche im Wellenreiten machen. Natürlich durfte auch ein Besuch in einem Wildlife Park nicht fehlen, denn Koalas und Kängurus muss man einfach gesehen haben. Musik, Tanz und Bereicherung durch typische kulturelle Beiträge aus den Philippinen, Chile, Kiribati, Sri Lanka und Afrika rundeten diese Begegnungen ab und machten sehr deutlich, dass die Welt sehr eng zusammen gerückt ist. Wir sind Teil dieses weltweiten benediktinischen Netzes und konnten uns über viele neue Freundschaften und Kontakte besonders mit den australischen Schulen sehr freuen.


Schüler untersuchen "Wege in Europa"

Welchen Weg durchläuft ein Produkt einer heimischen Firma, bis es fertig beim Kunden ankommt? Wie viele Menschen aus anderen europäischen Ländern leben und arbeiten in unserer Heimat - und warum?Wie hat sich das Reiseverhalten der Europäer in den letzten Jahren entwickelt? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Schüler aus drei europäischen Ländern in einem Langzeitprojekt, dessen Ziel es ist, „Wege in Europa“ aufzuzeigen. Initiiert wurde das Projekt vom Egbert-Gymnasium, das jetzt eine Abordnung der beiden Partnerschulen zum Auftakttreffen nach Münsterschwarzach einlud. Die Schüler des ITC Cesare Battisti aus Fano / Italien und einer Handelsfachschule aus dem niederländischen Doetinchem mussten sich mit ihren deutschen Kommilitonen in relativ kurzer Zeit über Themen und Arbeitsweisen ihres Projekts einigen. Zunächst wird die jeweilige Schülergruppe in ihrem Heimatland ein Jahr lang selbstständig recherchieren, dabei aber via Internet mit den anderen Gruppen konferieren. Dann sollen die Ergebnisse bei internationalen Treffen in einem der drei Länder verglichen, ausgewertet und präsentiert werden, z.B. in Form einer Ausstellung, einer Website oder eines Vortrags. Erkenntnisse erhofft sich die Gruppe dabei nicht nur über die Wege von Waren oder Menschen in Europa. Es geht auch um das Kennen lernen der anderen Kultur und Mentalität, wenn z. B. Feste und Bräuche in den beteiligten Ländern verglichen oder typische Klischees von Angehörigen der anderen Nationen in einer Umfrage untersucht werden. Max Hessenauer und Julian Gehring, die am Egbert-Gymnasium die 13. Klasse besuchen, haben bereits vorgemacht, wie die Projektarbeit aussehen könnte. Die Kollegiaten recherchierten vor Ort beim Unternehmen „René Lezard“ und fanden heraus, wie weit verstreut über ganz Europa die Produktion eines Kleidungsstückes ist. Wenn Knöpfe aus Polen, Strass aus Österreich, die Stoffe aus Italien und die Schulterpolster aus Ungarn kommen, dann ist ein enormer logistischer Aufwand nötig, um das Endprodukt fertig zu stellen. Wer die kleine Ausstellung der beiden betrachtet, erhält einen überraschenden Einblick in die komplizierten Gesetzmäßigkeiten der globalisierten Wirtschaft. Damit die Schüler in den nächsten drei Jahren eifrig an solchen Sachverhalten forschen können, sind Gelder nötig, die von der EU im Rahmen ihres Comenius-Programms zur Verfügung gestellt werden. Zwar ist der Münsterschwarzacher Antrag noch nicht bewilligt, doch Projektleiter Dr. Matthias Hessenauer ist zuversichtlich – mit Recht, denn was sich seine Schüler zusammen mit ihren Nachbarn vorgenommen haben, ist hervorragend geeignet, um ein Bewusstsein von Europa bei den jungen Leuten zu wecken.

Markus Binzenhöfer




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