Zeigt Courage wie eine Leipziger Jugendgruppe während der NS-Zeit!

 

Der Autor Johannes Herwig beeindruckte die Schülerinnen und Schüler durch sein Auftreten, ganz nah in seinem Aussehen an den Jugendlichen dran, zurückhaltend sowie sehr couragiert in seiner Art, und durch seine Lesung über die „Leipziger Meuthen“ aus seinem Buch „Bis die Sterne zittern“ beeindruckend. Das Zuhören machte Freude.

Leipzig, 1936. Er las vor, wie am ersten Tag der Sommerferien der 16-jährige Harro in eine Prügelei mit Hitlerjungen verwickelt wird; Dass er unverhofft Hilfe von Gleichgesinnten bekommt, die wie er nichts mit der Nazi-Ideologie zu tun haben wollen. In dem Jahr, das folgt, ändert sich für Harro alles. Reibereien mit den Eltern und Ärger in der Schule, Nächte am Lagerfeuer, politische Aktionen, erste Liebe. Und über allem die bange Ahnung, dass sein wildes Treiben gefährliche Konsequenzen haben kann. Das von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominierte Buch, das den Paul-Maar-Preis der Akademie für Kinder und Jugendliteratur erhielt, beeindruckte die Jugendlichen, gerade in unserer Zeit der zunehmenden Autoritätshörigkeit mancher Gruppen in Deutschland. Die Fragen, die er dabei stellte, sind heute so aktuell wie damals: Mitmachen, sich still anpassen oder Kontra geben?

Die »Leipziger Meuten«, oppositionelle Jugendcliquen ähnlich den »Edelweißpiraten«, haben Johannes Herwig zu seinem Debüt inspiriert. Kraftvoll, mitreißend und emotional erzählte Herwig vom Erwachsenwerden in einer Diktatur.

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