PEERplus zum dritten Mal in Folge ausgezeichnet

Titelthema „Ehe für alle?“ zum besten journalistischen Einzelbeitrag gekürt

Zum dritten Mal in Folge gewann „PEERplus“, die Schülerzeitung des Egbert-Gymnasiums, den Schülerzeitungspreis „Die Raute“ der Hanns-Seidel-Stiftung. Insgesamt ist es nach 2011, 2016 und 2017 sogar das vierte Mal, dass die Jungredakteure des EGM diese Auszeichnung erhalten. Prämiert wurde die letzte Winterausgabe mit dem Titelthema „Ehe für alle?“

Ein Redaktionsteam aus R. Suta, J. Michel, S. Stoss, H. Petersilka und N. Kroth hatte sich dem Thema von verschiedenen Seiten genähert: Sie interviewten Georg Kestel, den Generalvikar des Erzbistums Bamberg, um die ablehnende Haltung der katholischen Kirche zu verstehen. Sie sprachen mit dem evangelischen Pfarrer Ivar Brückner, der gleichgeschlechtliche Paare segnen würde, und mit dem Juristen Johannes Eichelsdörfer, der eine Klage gegen die gesetzliche Neuregelung für aussichtslos hält. Schließlich formulierten die Schüler pointierte Kommentare für und gegen die „Ehe für alle“. Ein Kurzfilm von L. Blass, A. Fröhlich und M. Prötzel ergänzte und erweiterte das redaktionelle Angebot. Diese umfassende Herangehensweise und der Mut zur Meinung, die sich nicht hinter dem „Mainstream“ versteckt, wurden von der Jury sehr gelobt und als vorbildlich bezeichnet. Zur Belohnung gab es ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.

Die herausragende journalistische Leistung fand auch ein offenes Ohr im Kultusministerium: „Guter Journalismus ist unverzichtbar für eine funktionierende Demokratie und freie Berichterstattung stellt einen wesentlichen Anteil für die Entwicklung einer offenen Gesellschaft dar. Ich freue mich sehr, dass so viele Schülerinnen und Schüler in Bayern diese Verantwortung übernehmen und dabei ebenso neugierig wie ehrlich und kritisch in ihren Schülerzeitungen über Gesellschaft und Schule berichten“, erklärte Kultusminister Bernd Sibler zur Preisverleihung. Eine Jury, die sich aus Journalisten und Vertretern der Hanns-Seidel-Stiftung zusammensetzt, traf ihre Auswahl unter rund 170 Einsendungen. Zur Teilnahme berechtigt waren Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Ministerialdirektor Herbert Püls betonte in seiner Laudatio „die ganz besonderen Fähigkeiten“, die sich in den „erstklassigen grafischen Gestaltungen, der professionellen Auswahl und den tiefgründigen Texten der Schülerzeitungen widerspiegeln. Wer weiß, vielleicht hören wir schon bald Ihre Stimme im Radio, sehen Ihre Beiträge im Fernsehen oder lesen Ihre Kommentare in der Tageszeitung“, ermunterte der Vertreter des Kultusministeriums die erfolgreichen Nachwuchsredakteure. Für die Hanns-Seidel-Stiftung, die den Preis ausschreibt, überreichte Stiftungsvorsitzende Professorin Ursula Männle den Gewinnern die begehrte Trophäe „Die Raute“ mitsamt Urkunden und Preisgeld.

Die Stiftungsvorsitzende machte zugleich auf die vielfältigen Fördermöglichkeiten durch die Stiftung aufmerksam, „die neben dem kostenfrei beziehbaren Leitfaden `1x1 der Schülerzeitung` auch zusätzliche Seminare im Medienzentrum unserer Bildungsstätte Kloster Banz beinhalten. Diese sind zugeschnitten auf Macher und Betreuungslehrer, damit gute Schülerzeitungen noch besser werden können". Das Redaktionsteam von „PEERplus“ fährt zweimal jährlich nach Kloster Banz und vollendet dort jeweils die Ausgaben. Betreut und angeleitet werden sie dabei von Martin Pohl (Filmgruppe) und Dr. Reinhard Klos (Printausgabe). Mit Stefan Issig (Grafik-Design-Büro „Zudem“, Kitzingen) und Dietmar Michel (Benedict Press) stehen den jungen Zeitungsmachern zwei Profis in Sachen „Layout“ zur Seite. Dank gilt der Schulleitung, die die zeitlichen und personellen Ressourcen für diese erfolgreiche Arbeit zur Verfügung stellt.

 

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