„Karriere-Informationstag“ am Egbert-Gymnasium

Berufsberatung aus erster Hand

 „Was will ich werden?“ Vor dieser Frage stehen viele junge Leute kurz vor dem Abitur. Oft genug sind sie dabei ratlos: Zu vielfältig sind die Möglichkeiten und zu ungenau ist die Vorstellung davon, wo die eigenen Talente liegen. Umso wichtiger erscheint es, dass sich die moderne Schule heute mit diesem Problem der Selbstfindung auseinandersetzt und Entscheidungshilfen bietet. Dies geschieht am Egbert-Gymnasium beim „Karriere-Informationstag“. In 20 Workshops werden die verschiedensten Berufe vorgestellt, und zwar von der Ausbildung über den persönlichen Werdegang bis zum Alltagsgeschäft. Organisiert wurde die wertvolle Veranstaltung auch dieses Mal von Beratungslehrerin Karin Illner in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat.

Der Mehrwert für die Schüler besteht darin, dass ihnen keine Werbeveranstaltung aufgetischt wird, sondern dass sie Informationen aus erster Hand erhalten, und zwar in der Regel von engagierten Vätern und Müttern. Die Referenten kommen also aus der Praxis, sie stehen mitten im Leben erzählen also, was sie an ihrem Beruf faszinierend finden, wofür sie brennen und warum sie eine Leidenschaft für ihren Beruf entdeckt haben. Das Angebot der vorgestellten Ausbildungsrichtungen reicht von Medizin bis Design, von geistlichen Berufen bis Betriebswirtschaft, von den Naturwissenschaften über das Ingenieurwesen bis hin zu öffentlicher Verwaltung und Polizei.

Immer beliebter werden bei den jungen Erwachsenen duale Studiengänge, die eine betriebliche Ausbildung mit dem Studium verbinden. Einen solchen Weg stellte zum Beispiel Anna Schäfer in ihrem Vortrag zum Thema „Bock auf Bank?“ vor. Von Anfang an bekommt man so einen Einblick in die Praxis, wird in betriebliche Projekte eingebunden und erhält schon eine Vergütung. Schäfer räumte ein, dass dieser Weg durchaus anstrengend sei, aber man lerne, strukturiert und diszipliniert zu arbeiten. Hinzu kommt, dass die jungen Studenten schnell ein klares Bild von ihrer beruflichen Zukunft bekommen.

Die angehenden Abiturienten staunten nicht schlecht, als der Franziskaner-Mönch Br. Steffen Behr die pastoralen Berufe der katholischen Kirche vorstellte und dabei einen Plüsch-Pinguin präsentierte: „Der Pinguin ist an Land eine Fehlkonstruktion“, so Bruder Steffen. „Er hat viel zu kurze Flügel und keine Knie, deshalb kann er ganz schlecht laufen. Im Wasser aber ist er mit ganz wenig Energie-Aufwand pfeilschnell unterwegs und sehr wendig. Dort ist er in seinem Element“, wusste der Mönch und forderte die Schüler auf: „Nehmt euch ein Beispiel am Pinguin! Wählt euch eine berufliche Lebenswelt, in der ihr in eurem Element seid!“

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