Fulminante Bühnenshow zum Abschied vom EGM

 „EGM, die Schule die ist cool! Was du hier alles machen kannst, das haut dich echt vom Stuhl“.

 Mit dieser Hymne, die sie schon als Fünftklässler gelernt haben, verabschiedeten sich die Abiturienten des Egbert-Gymnasiums  auf musikalische Art und Weise. Bevor die Abiturprüfungen losgehen, luden sie zu ihrem Abschlusskonzert ein – und der Publikumserfolg war überragend. Über 400 Besucher drängten sich in der vollbesetzten Aula und waren begeistert von den Darbietungen der angehenden Abiturienten.

Eine Fülle von Musikbeiträgen wartete auf das Publikum. So zeigten einige Schüler, welchen Klangkörper  man ohne Begleitung, nur mit A-capella-Gesang erzeugen kann. Darüber hinaus kamen auch ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz, etwa Flaschen, denen man je nach Befüllung einen unterschiedlich hohen Ton entlocken konnte. Neben diesen humorvollen Beiträgen waren aber auch höchst anspruchsvolle, symphonische Klänge zu hören. So trat das Streich- und Blasorchester gemeinsam auf und intonierte „Music was my first love – and it will be my last“. Ein Hauch von „Blues brothers“ wehte durch die Aula, als Stefan Nürnberger in die Trompete blies und Stefan Steinberger am Bass in die Saiten griff.

Will man die Aufführungen des Abends beschreiben, so ist der traditionelle Begriff „Konzert“ allerdings nur zum Teil richtig: Mit Filmbeiträgen nahmen die Schüler sich selbst und ihre Lehrer aufs Korn. Die Frage, ob sie in den letzten acht Jahren im „falschen Film“ gewesen seien, zog sich wie ein Roter Faden durch die Präsentationen. Viele Anspielungen auf Kino-Erfolge gab es auch bei einem szenischen Spiel, bei dem Isabel Kestler Regie führte. Darin hatten es zwei Schüler nicht geschafft, ihre Seminararbeiten rechtzeitig abzugeben, und spielten rückblickend, was ihnen alles auf dem Weg zur Seminararbeitsabgabe widerfahren war: Asterix und Obelix spielten ihnen einen Streich, die Eisprinzessin griff ein und schließlich fand man sich bei „Tribute von Panem“ wieder. Die Zuschauer staunten über die Kreativität der gezeigten Ausreden – die Lehrkräfte waren weniger überrascht, sind sie doch aus dem Schulalltag so einiges gewohnt.

Neben diesen Mulitmedia-Installationen zeigten die Schüler allerdings auch, dass es nicht unbedingt großer Technik bedarf, um kreativ zu sein. Die Macht des Wortes allein, vorgetragen durch eine charismatische Stimme und schauspielerisches Geschick, kann die Herzen der Zuschauer erreichen. So wandelte Saskia Stoss auf den Spuren von Dieter Nuhr, als sie als „Kundin“ das „Gesamtpaket EGM“ für ihre Amazon-Bewertung in den Blick nahm und je nach Güteklasse ihre Sterne verteilte. Franziska Baumann hielt den Eingangsmonolog von Goethes „Faust“ in abgewandelter, auf ihre Schule passender Form und ließ dabei kein Auge trocken. Zum gemeinsamen Schlusslied versammelte sich der gesamte Jahrgang auf der Aulabühne und dankte Schulleiter Robert Scheller und den Lehrkräften für die Betreuung und Förderung in den zurückliegenden acht Jahren. Mit einer kleinen „After-Show-Party“ endete der Abend, der den Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs enorm förderte und das kreative Potential vieler Schüler eindrucksvoll ans Licht brachte.

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