Erinnerung an den Antisemitismus wach halten

 

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden eingeschlagen, Menschen deportiert. Zum Gedenken an diese Reichspogromnacht hielt Dr. Yuval Lapide einen Vortrag in der Aula des Egbert-Gymnasiums. Ausgehend von einem Film über den Holocaust kam er mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ins Gespräch. In Israel geboren, teilweise in Deutschland aufgewachsen, heute in Heidelberg lebend, hat er persönlich niemals die Erfahrung des Antisemitismus gemacht, verwies aber auf Geschehnisse in Berlin, wo es mancherorts wieder gefährlich sei, als Jude auf die Straße zu gehen. Eine Gefahr sieht er insbesondere in den Hooligans, die Hakenkreuze verbreiten und gewaltbereit seien.

Ein wichtiger Punkt ist ihm die Aufklärung über den Antisemitismus, gerade auch die Aufklärung junger Flüchtlinge und der Menschen aus Ostdeutschland, die vor 1989 in der Schule waren und keine objektive Information über den Nationalsozialismus erhalten haben. Lapide rief die Schüler dazu auf, Arbeitsgruppen an der Schule zu gründen, die sich für Menschlichkeit und Toleranz einsetzen. Daraufhin berichtete eine Schülerin über die bereits existierende Arbeit der Gruppe „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. 

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