„Den Herzensboden umgraben“

 - Besinnungstag und Abt-Egbert-Gottesdienst

Manchmal ist es so: da ist mein Herz verschlossen und hart. Nichts kommt mehr an mich heran. Dann liege ich da wie ein Feld und die Tage ziehen sinnlos über mich hinweg.

Wie gut ist es, wenn da einer kommt und beginnt, meinen Herzensboden umzugraben …

 

Der diesjährige Besinnungstag kurz vor Buß- und Bettag führte uns in den herbstlichen Seelengarten. Für jeweils eine Stunde versammelten sich Schülerinnen und Schüler der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe in der Kapelle. Dort verwandelte sich ihr Rücken in einen festen Acker, der liebevoll „umgegraben“ wurde. Die Rückengeschichte tat gut und war ein schönes Sinnbild für den eigenen Herzensboden. Das Feld war auch symbolisch mit 500 Kilogramm Gartenerde in der Mitte der Kapelle ausgebreitet. In diese Erde bargen die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken und Gefühle auf kleinen Zetteln.

 

Dass man beim Umgraben eines Ackers auch auf einen Schatz stoßen kann, erzählte das Evangelium des Egbert-Gottesdienstes am 25. November. Der Mensch, der diesen Schatz entdeckt, der hat die größte Entdeckung seines Lebens gemacht: die Entdeckung der Liebe Gottes.

Da, wo Menschen ihr Herz öffnen, frei machen, umwälzen, da kann Gottes Liebe wie ein Schatz zum Vorschein kommen. In einem eigenen Poetry Slam drückt das M. Oppermann im Egbert-Gottesdienst so aus: „Hast Du schon mal nachgedacht, wie es wäre, jeden auf eine eigene Art und Weise zu lieben? Deine Liebe weiter zu schenken?“

 

 

(für das Team der Schulseelsorge Esther Zeiher)

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