AHKI - Mensch sein im Zeitalter der Maschine

Musiktheater der Klasse 10a des MuG begeistert die Zuschauer


 

Maschinen prägen unser Leben: als Computer, Herzschrittmacher oder intelligenter Thermo-Mix. Aber was passiert, wenn ein genialer Mensch eine Maschine entwickelt, die nahezu alle menschlichen Fähigkeiten besitzt und auch wie ein Mensch aussieht? Und wenn sich dieser Roboter dann unter Menschen begibt, mit ihnen zu leben versucht und sogar eine Beziehung mit einem Menschen eingeht?

Das Musiktheaterstück AHKI der Klasse des 10a des MuG erzählt eine solche Geschichte. Denn AHKI (Androide humanoide künstliche Intelligenz) ist ein weiblicher Roboter, der sich gegen seinen eigenen Schöpfer gewandt und diesen in einer reflexhaften Situation getötet hat. Seitdem wird AHKI polizeilich gesucht und führt ein Leben im Untergrund, in der Hoffnung, nicht erkannt zu werden. Als die Hunter, eine aggressive Straßengang, davon erfahren, beschließen sie, AHKI zu fangen und sich das Lösegeld zu holen. Doch sind die Hunter nicht die einzigen, die Interesse an der Roboter-Dame haben. Ein alter General, der früher mit AHKIs Schöpfer gut befreundet war, will sich an ihr rächen. Ausgerechnet dessen Sohn Pete, der sich aufgrund seiner sehr problematischen Vaterbeziehung den Huntern angeschlossen hat, verliebt sich unverhofft in AHKI und zeigt der von allen Seiten bedrohten und verfolgten Maschine seine Welt. Hat die Liebe zwischen Mensch und Roboter eine Chance?

Unter mehreren Handlungsentwürfen, die innerhalb der Musengruppe verfasst wurden, wählte die Gruppe im Herbst 2017 diesen Entwurf aus und ging sofort daran, die Handlung mit Leben zu erfüllen. Texte wurden geschrieben, Songs verfasst und einstudiert und Ideen zur Choreografie vorgelegt. Im Musikunterricht (Br. Julian Glienke) und in der Doppelstunde „Deutsch-Musisch“ (Ma. Binzenhöfer) entstand so nach und nach das Stück, in dem die Gruppe zugleich Schauspieler, Sänger und Musiker stellen muss. Zeitweise wurden auch die afrikanischen Gastschüler in das Projekt integriert. Die Aufführung fand am 5. Juli statt, mit der sich die Musengruppe aus ihrem „Zweig“ verabschiedet hat – jedoch sicher nicht aus der Musik und aus dem Theater!

Markus Binzenhöfer

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